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Amos

Inwieweit kann man sich auf die Stiftung Warentest verlassen?

Sind in bestimmten Bereichen Fachpublikationen nicht sinnvoller?
Frage Nummer 102066

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Antworten (20)
Musca
Alles eine Frage der Unabhängigkeit und Neutralität. So sitzen in den Prüfungsausschüssen für Dämmstoffe überwiegend Vertreter der Dämmstoffindustrie. Was dazu führt, das gewisse Dämmstoffe aus BRD im übrigen Europa brennbar sind, hier aber nicht. Umgekehrt übrigens auch. Auch die Wärmeleitzahlen dieser Produkte ändern sich auf wundersame Weise je nach Herkunftsland. Als Verbraucher ist es schwierig, diese Verwicklungen zu durchschauen und zu wirklich objektiven Ergebnissen zu gelangen.
Dorfdepp
Was hat das Normenwesen jetzt mit der Stiftung Warentest zu tun, Musca? Die Stiftung Warentest beauftragt je nach Thema Institute, die die Prüfungen durchführen. Ich hatte selber mal Kontakt mit denen, als die ein Produkt von uns getestet hatten und wissen wollten, ob wir mit den Werten einverstanden wären. Seriöser geht es wohl kaum, und das mal etwas daneben geht, ist wohl jedem schon passiert.
Musca
" Ich hatte selber mal Kontakt mit denen, als die ein Produkt von uns getestet hatten und wissen wollten, ob wir mit den Werten einverstanden wären."........sagt das nicht alles ????
Musca
Abgesehen davon habe ich mich nicht zu Stiftung Warentest geäußert, es ging um den Vergleich zu Fachpublikationen.
Dorfdepp
Was haben Fachpublikationen mit dem Normenwesen zu tun?
Dorfdepp
Musca, schwer von Begriff? Die haben ihre Werte mitgeteilt, und ich habe die bestätigt, weil sie in Ordnung waren. Wären sie nicht in Ordnung gewesen, hätten wir Einspruch erhoben, und dann wäre das Ergebnis erneut geprüft worden. Direkten Einfluss gab es natürlich nicht, aber die Stiftung Warentest hat auch kein Interesse daran, falsche Ergebnisse zu veröffentlichen. Der Vorwurf, ob das nicht alles sagt, ist ein Dreckschleudervorwurf und hat mit der Realität nichts zu tun.
Dorfdepp
Was hätte denn die Stiftung Warentest erreicht, wenn sie einen Hersteller kalt über die Presse mit falschen Ergebnissen erwischt hätte? Sie hätte einen Verlust ihres Rennomeés erreicht. Da ist sie doch besser bedient, beim Hersteller nachzufragen. Das hat nichts mit Kumpanei zu tun, sondern mit gewissenhafter Arbeit. Ich habe zeitlebens die Ergebnisse meiner Arbeit nicht unreflektiert herausposaunt, sondern mit anderen Ergebnissen abgeglichen, so dass es fundiert war. So macht man das, und ich wundere mich, dass ich dieses professionelle Vorgehen vor Musca und ing793 verteidigen muss.
Musca
@Dorfdepp, du musst hier gar nichts verteidigen, lies in Ruhe die Antworten durch, niemand hat irgendetwas negatives über Stiftung Warentest geäußert.
Dorfdepp
@ Musca
Das ist richtig. Du hast dich in einem Threrad zur Stiftung Warentest niemals zur Stiftung Warentest geäußert (21.11.2014, 20:55). Da kann dir wirklich niemand einen Vorwurf machen.
elfigy
Amos, Fachpublikationen versteht aber der Laie meist nicht oder kann sie nicht richtig werten. Der Normalverbraucher will sich in der Regel am Ergebnis orientieren. Meist als Kaufentscheidungshilfe. Wenn jemand Ergebnisse in sehr speziellen Bereichen möchte, versteht er auch meist davon so viel, daß er wohl automatisch zu einer Fachpublikation greift. Das ist aber nicht die Zielgruppe der Stiftung Warentest.
Zu den Beiträgen vorher. Wer lesen kann, ist klar im Vorteil . Und wer nicht lesen kann, aber gleich vollkommen überflüssigerweise austeilt, macht sich selber lächerlich. Was soll das denn ?
hphersel
Ich habe hier mal etwas gefunden - und verweise auf Hermann Hesse: "Lass Dir nichts einreden; sieh selber nach!"
Für meinen Teil erinnere mich, dass die SW vor einigen jahren vor bestimmten physiotherapeutischen Maßnahmen gewarnt hat. Sie seien gefährlich, weil bei unsachgemäßer Anwendung Gefahren bestünden. Ich habe das damals im Radio gehört und war sprachlos. Mit dieser Begründung kann ich jede Operationstechnik, jedes Medikament, jedes Hilfsmittel als "gefährlich" einstufen. Bei einer fehlerhaften Blinddarmoperation kann der Patient sogar sterben. nach der Logik der SW ist diese Operation also per se gefährlich und sollte vom Patienten vermieden werden. Was soll das also?
Amos
Lieber hp: jegliche unsachgemäße Anwendung kann zu Schäden führen. Das dürfte jedem klar sein. Ich hatte einen Kollegen, der statt Lokalanästhetika Diclofenac s.c. infiltriert hatte und schwere Nekrosen verursachte. War dumm gelaufen, aber nicht reversibel.
hphersel
genau das ist der Punkt, Amos: SW hat einfach ein Totschlagargument benutzt, um etwas mieszumachen. Und das finde ich nicht seriös!
Amos
Lieber hp: auch falsche Einstellungen beim Stangerbad können zu Verbrennungen führen, dafür kann das Gerät aber nichts. Und wenn ich mit 180 aus der Kurve fliege, liegt es an mir und nicht am Fahrwerk meines Autos.
Opal
Diclofenac darf ich nicht mehr nehmen, weder als Creme noch als Tabletten, bekomme davon übelste Hautquaddeln mit Juckreiz.
Dorfdepp
Opal, kannst du das nicht deinem Friseur erzählen? Hier interessiert das niemanden. Solltest du kahlköpfig sein, entschuldige ich mich natürlich.
hphersel
genau, Amos: Nicht die Methode per se ist schlecht, sondern sie wird es in der Handhabung durch einen unerfahrenen/nachlässigen Anwender. Aber diesen feinen Unterschied hat die SW nicht begriffen.
hphersel
ing, dann must du vor SCHLECHTER DURCHFÜHRUNG der Methode waren und NICHT VOR DER METHODE ALS SOLCHER. Das ist ein kleiner, aber immens wichtiger Unterschied!
hphersel
So ganz klar ist mir (leider) noch immer nicht, was Du mir sagen willst. In meinem Beispiel geht es um einen Handlungsablauf,der bei nicht sachgerechter Ausführung körperliche Schäden verursachen kann. Das gilt für einen manuellen Eingriff aber genauso wie für eine Blinddarmoperation. Aber ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass SW auf einmal vor Blinddarmoperationen generell warnt und diese Warnung damit begründet, dass ein schlecht ausgebildeter Chirurg dabei einen Menschen töten kann.
hphersel
das kan ich akzeptieren. Aber *neu* war das damals nicht; ich selber kannte es bereits seit knapp zwanzig Jahren. In dem Bericht wurden einfach nur Ängste geschürt.
Ich habe gerade mal (erfolglos) versucht, den Artikel zu finden, damit wir wenigstens vom gleichen reden könnten. Aber dafür habe ich das hier gefunden. Hier wird anhand eines konkreten Beispiels gezeigt, wie SW zumindest in diesem Fall gearbeitet hat.
Gesucht habe ich übrigens nur nach "Stiftung warentest gesundheit". Das obige hat dann gugel ausgespuckt...