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Amos

Robin Williams hat Suizid begangen: kann man diese verdammten Depressionen mittlerweile nicht besser in den Griff kriegen?

Frage Nummer 97757

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Antworten (7)
Amos
Ein großer Schauspieler: unvergessen im "Club der toten Dichter"! Bin erschüttert.
heinzelmann33
Depressionen sind oft schwerwiegender als man glaubt. Ich kenne jemanden, der sofort die Lebenslust verliert, sobald er seine Medikamente nicht nimmt. Derzeit sind Antidepressiva glaub das einzige, mit dem man schwere Depressionen in den Griff bekommt.
hphersel
Wenn Du eine Endogene Depression herunterbrichst, kommt letzten Endes eine Stoffwechseltörung des Gehirns heraus. Und die lässt sich nach aktuellem Wissensstand nur medikamentös behandeln. Aber kein Therapeut der (westlichen) Welt kann einen Patienten dazu zwingen, seine Medis auch regelmäßig einzunehmen. Und dann steht auch noch die Frage im Raum, ob diese Medis richtig dosiert wurden.
Somit lautet die Antwort auf Deine Frage, Amos:
Nein. Leider!
Amos
Lieber hp: sind denn alle Psychiater und Psychotherapeuten nur Stümper? Meine persönliche Erfahrung legt das nahe.
hphersel
"nur Stümper" ist sicherlich übertrieben. Aber gegen manche Dinge sind wir alle machtlos. Auch Du als Doc wirst letzten Endes nicht verhindern können, dass ein Menschstirbt. Das Ewige Leben ist eine Utopie. Und eine Endogene depression ist ein ähnlicher Grenzfall. Du kannst nun mal nicht wirklich in den Kopf des Patienten hineingucken; du weißt nicht, ob er seine Medis wirklich nimmt (das wüsstest Du nur dann, wenn Du selber sie ihm injizierst!). Als Therapeut hast Du rein rechtlich gesehen nur sehr wenige Möglichkeiten, Deinen Patienten zu einer Therapie /zur Einnahme von Medis zu ZWINGEN, Du kannst ihm keine Spritze gegen seinen Willen setzen. auch wenn Du weisst, dass dies für ihn am Besten wäre. Damit kommst Du an eine Grenze auch Deiner Verantwortlichkeit. Wobei ich ausdrücklich festhalte, dass wir alle nichts über Williams Todesumstände wissen. Es kann Suizid wegen Depression gewesen sein, aber auch etwas ganz anderes.
machine
@hp: I agree.
MissMoneypenny
Ich denke, sich bewusst machen, dass man depressiv ist und nicht einfach nur einen schlechten Tag - andauernd, ist schwierig. Depression ist kein großes Thema in der Gesellschaft. Wer kann schon genau sagen, wann es definitiv eine Depression ist und nicht nur eine schlechte Phase? Ich kann mir vorstellen, dass man eher zu hören bekommt "Reiss dich mal zusammen" als "Du solltest vielleicht mal mit jemandem, einem Arzt reden".