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Noch Fragen?

Frage Nummer 100118 Amos

Schäuble nennt AfD "Schande für Deutschland". Ist Herr Schäuble noch ernst zu nehmen?

Antworten (26)
rayer
Ist er. Die regierenden Parteien allerdings nicht. Wenn da nicht zu viele weltfremde Gestalten wären, gäbe es die AfD und die Diskussion darum gar nicht. Der Mann ist gut, nur eben gefangen in seinem Parteikorsett. Der Aussage im Artikel spiegelt auch mein Empfinden ich kann da nur voll zustimmen.
Opal
Die AfD wir genauso schnell wieder verschwinden wie diese komischen Piraten in ihren orangenen Latzhosen. Easy come ond easy go, das erledigt sich von selbst.
Dorfdepp
Natürlich ist es in Deutschland eine Schande, wenn die Untertanen nicht der Obrigkeit gehorchen, sondern so frech sind, eine eigene Meinung zu haben. Heute habe ich irgendwo gelesen, dass die AfD deswegen so erfolgreich ist, weil sie den Finger in die Wunden legt, die andere lieber totschweigen. Aber Freiheit bahnt sich immer ihren Weg. Zu Schäuble: Gibt man die Suchbegriffe "Schäuble + Lügen" ein, bekommt man eine Ausbeute von ca. 2 DIN A4-Seiten (an Stichworten!).
elfigy
Hier gehe ich mit Schäuble konform. Besonders mit der Begründung, die er genannt hat.
Das Heilsversprechen dieser Partei, man würde den Euro abschaffen und dann sei alles wieder gut, erachtet er wohl auch als so dumm, daß er es nicht erwähnen mag. Auch hier gehe ich mit ihm konform. Muß ich aus meiner linken Ecke raus mal zugeben.
Gast
Nicht das mich meine Meinung interessieren würde, aber warum hat der Rolli seine Meinung nicht vor der Wahl herausposaunt? Oder hatte er da noch keine Meinung?
Dorfdepp
Na klar, der Euro ist das Beste, was uns je passieren konnte. Weichwährung, Werteverfall, Garantien für Schuldnerländer sind Dinge , die wir uns alle schon lange gewünscht haben, was sich aber noch nie jemand zu sagen traute. Man kann darüber geteilter Meinung sein, aber ein Diskussionsverbot über diese Frage hat die AfD erst hervorgebracht. Klar, dass Linke für Diskussionsverbote sind, die haben ja die alleinige Wahrheit gepachtet.
Musca
Wir werden uns wohl damit abfinden müssen, das sich die Parteienlandschaft verändert.Vermutlich kennen wenige der User hier noch die bequeme Sofakoalition zwischen CDU, SPD und FDP in ihren Varianten. Es wird spannend.
ing793
eine Partei, die quasi "aus dem Stand" den Einzug in Parlamente schafft, zuletzt bei den Ossis zweistelige Ergebnisse, läuft immer Gefahr, das ihre Strukturen dem Erfolg nicht folgen können.
Alle möglichen Spinner, Scharlatane, Berufs-Protestler, verkappte Nazis und was auch sonst noch für Kroppzeug kreucht und fleucht, können bei der dünnen Parteibasis relativ schnell zumindest an lokale Schaltstellen gelangen und eine Menge Unsinn verzapfen. Und das haben einige vor den Ost-Wahlen sehr ausgiebig getan. Da waren schon Sprüche gegen Behinderte, Ausländer, Minderheiten dabei, die so nicht tolerierbar sind.
Und jetzt ist die Parteispitze gefordert: schafft sie es, diese Vollpfosten, die sich nur AFD nennen, wieder herauszuwerfen, dann kann es eine ernsthafte Partei werden.
Diese Bemühungen kann ich derzeit noch nicht erkennen. Schäuble anscheinend auch nicht.
Dorfdepp
@ ing793
Wie ich bereits schrieb, zieht die AfD nicht nur Spinner als Wähler an, sondern Leute, die Fragen haben, die sie von den etablierten Parteien nicht beantwortet bekommen. Früher war das die größte Koalition der Nichtwähler, weil die nirgendwo mit gutem Gewissen ihr Kreuzchen machen wollten. Das hat die Etablierten aber nicht gejuckt, die sahen keinen Bedarf, Fragen anzugehen, die jetzt brennen. Ihre Prozentarithmetik stimmte ja, wozu sich also um die Probleme der Leute kümmern? Lieber Bonbons verteilen, das macht mehr Spaß. Ich hoffe, dass es die Afd noch lange macht, damit diesem "Spaß" endlich ein Ende gesetzt wird. Sehr optimistisch bin ich leider nicht, wenn ich sehe, wie die Kälber gerne ihre Schlachter wählen.
Zombijaeger
@ing

Stimmt habe auch den Eindruck, dass so mancher Nazi versucht bei der AFD durchzustarten. Da sollten die einen Riegel vorschieben. Interessanterweise finde ich die Parteilinie an vielen Stellen ähnlich zur Linkspartei (Euro, EU-kritisch, gegen Griechenland-Hilfen, Bankenregulierung).
Dorfdepp
Manche kapieren es einfach nicht.Die schwingen dann die Nazi-Keule, die passt immer. Aber sich einmal über die Ursachen Gedanken zu machen? Dazu reicht es dann nicht.
elfigy
Tatsache ist, daß die AfD mit billigen Parolen, die inhaltlich teilweise mit denen der NPD und auch der Linken übereinstimmen auf Wählerfang geht. Bei der NPD die Fremdenfeindlichkeit und bei der Linken die Finanzfragen. Es fehlen aber Lösungen. Eine Partei ohne vernünftige Konzepte kann ich nicht als seriös betrachten. Es fehlen auch die anderen wichtigen Themen. Die wurden in einfachen Sätzen rein nachrichtlich im Parteiprogramm abgenudelt.
Eine Partei, die sich bei zwei öffentlichkeitswirksamen Themen weitgehend darauf beschränkt, dagegen zu sein, aber nicht konkret mitteilt, wie sie die Probleme lösen will, ist nicht regierungsfähig. Von einem Disskussionsverbot habe ich noch nichts wahrgenommen. Ganz im Gegenteil. Die Debatten gerade darüber nahmen breitenRaum ein. Ich für mich habe es nur satt, jedesmal bei so einer Frage meine durchaus kritische Haltung zur Finanzpolitik darzulegen. Die Ursachen liegen in einfachen Denkstrukturen.
Dorfdepp
Es ist auffallend, dass die Euro-Befürworter nur stumpfsinnig irgendwelche dumpfen Parolen nachplappern. Fragt man konkret nach, kommen keine Argumente, sondern nur Polemik. Mir hat noch niemand beantworten können, warum Deutschland als Exportnation mit dem Euro erfolgreicher sein soll als vorher mit der DM. Dafür gibt es keine Belege. George Soros hat einmal gegen das englische Pfund spekuliert, jetzt sagen die Euro-Befürworter, dass das mit dem Euro nicht geschehen kann, weil er zu groß ist. Wie erklärt man Menschen mit einfachen Denkstrukturen, warum die Briten nach dieser Erfahrung nicht die Ersten gewesen sind, die den Euro haben wollten? Außerdem blasen die Amerikaner mit Federführung von Goldman-Sachs zum Angriff auf den Euro. Warum stehen Pfund, norwegische, schwedische und dänische Kronen, Schweizer Franken besser da? Gebt doch endlich mal die Antworten, wenn ihr welche habt. Aber ihr habt keine, deswegen wird die Nazi-Keule geschwungen, das funktioniert immer.
netter_fahrer
Wofür steht die AfD eigentlich noch?
Nachdem man sich dort klammheimlich vom Thema "Zurück zur D-Mark" verabschiedet hat - war ja auch blödsinnig genug- frage ich mich das. Die nehmen alles auf, was nicht bei drei auf dem Baum ist, egal woher. Was dabei rauskommen soll - die Partei des gesunden Menschenverstandes? Eher eine Laberplattform für absurdes Geschwafel, siehe Sarrazin, braune "Volkskörper" und Überfremdungshysteriker. Und sonst? Hohle Birne, taube Nuss. Abflug!
elfigy
@ dorfdepp. Ich kann nur für mich schreiben. Ich steige auf diese Fragen nicht mehr ein, weil wir diese Themen schon bis zum erbrechen vor längerer Zeit durchdiskutiert haben. Das kannst du nicht wissen, wenn du nicht seit zwei Jahren hier mitgelesen hast. Das halte ich dir zugute. Ich habe einfach keine Lust, meine Meinung nochmal zu formulieren und zu belegen. Das ist der Grund für pauschale Antworten von mir. Dann muß ich damit leben, daß du mir unterstellst, es fehlten mir Argumente.
Dorfdepp
Die AfD steht für ein Bürgerverständnis, sich nicht vom politischen Mainstream einlullen zu lassen. Sarrazin hat sicher einiges überzogen, aber ihn in die braune Ecke zu stellen ist bequem, dann braucht man sich nicht mit seinen grundlegenden Gedanken zu beschäftigen. AfD-Anhänger wollen sich aber mit diesen Gedanken beschäftigen, weil man solche Fragen nicht einfach totschweigen kann. AfD-Anhänger wollen nicht die Republik verändern, sollen wollen, dass einige Fragen nicht einfach als "non grata" behandelt werden.
Amos
Nicht jeder kann sich mit linker Politik à la Merkel, SPD, Grüne oder Linke anfreunden. Deswegen könnte liberal-konservativ eine Alternative für Deutschland sein.
Dorfdepp
Nur Träumer hängen dem Euro nach, allen anderen wird die bittere Wirklichkeit bewusst. Hier ist nur ein Artikel von vielen, die den Euro-Skeptikern Recht geben.
Sandygirl
[x] Don't feed the troll.
Sinnlose Fragen stellen, nur damit man Aufmerksamkeit bekommt.
(Im übrigen: zum ersten Mal hat Schäuble recht.)
rayer
@Dorfdepp
Die Antworten: Eine Mark würde, wie deine genannten Superwährungen noch deutlicher im Wechselkurs anziehen. Rohstoffe werden billiger, der Export wird teurer da beides in Dollar. Somit wird Deutschland Absatzkrisen bekommen und damit Arbeitslosigkeit. Die Amerikaner blasen zum Angriff auf den Euro, weil sie sich eine große, stabile, in demokratischen Ländern gehaltene Konkurrenzwährung nicht leisten können. Wenn die Welt Öl, Gas, Metalle in Euro bezahlen würde, wären die USA sofort pleite. Nur weil es den Dollar als einzige Währung für Rohstoffe gibt, muss die Welt gezwungenermaßen der USA endlos Kredit geben. Ein pleite Dollar würde die ganze Welt für Jahre in eine Krise stürzen.
rayer
@Dorfdepp
Die Briten waren 1992 gezwungen das EWS zu verlassen, nicht dass sie eine Wahl hatten. In der Folge war dann das Volk natürlich gegen den Euro, die Wechselkurskapriolen des Pfund nach dem Austritt aus dem EWS, die enorme Arbeitslosigkeit, wie auch das Platzen der Immobilienblase taten ihr übriges. Außerdem war England nach dem Verlassen des EWS nicht mehr in der Lage den Wechselkurs zum Euro stabil zu halten, was als Kriterium zur Wiederaufnahme nötig gewesen wäre.
Dorfdepp
@ rayer
Das beantwortet nicht meine Frage, wie Deutschland vor der Einführung des Euro so erfolgreich existieren konnte. Und warum Großbritannien mit dem Pfund überhaupt noch existiert. Warum sind Norwegwen und Schweden ohne den Euro nicht untergegangen, sondern stehen besser als wir dar? Wenn mir das jemand einmal sagen könnte. Gefragt habe ich schon oft, nur kam nie eine vernünftige Antwort, nur Polemik.
rayer
@Dorfdepp
Wie du siehst, auch du hast Nachholbedarf im Präzisieren deiner Frage. War so nicht gestellt. Vor dem Euro war Deutschland erfolgreich mit der Mark und wäre es auch noch, weil der Prozess langsam gegangen wäre. Da wir aber zwischenzeitlich den Euro haben, geht das nicht so einfach von heute auf morgen. Siehe Schweiz, vergleichbar mit uns, da keine Rohstoffe. Da musste, um das Land nicht völlig Wettbewerb unfähig zu machen, die Notenbank massiv einschreiten, um den Franken zu drücken. Norwegen lebt von seinen Öl und Gasvorkommen, wie auch die Briten. England wäre ohne Nordseeöl ziemlich am Ende und macht jedes Jahr rund 10% mehr Schulden. Bei England warte ich es noch ab, könnte sich ganz schnell ändern. Schweden ist reich an Bodenschätzen. Kupfer, Blei und Zink übersteigen den Eigenbedarf um das Mehrfache und werden exportiert. Die Landwirtschaftssubventionen der EU belaufen sich auf 24 % der landwirtschaftlichen Einnahmen.
Zombijaeger
in der Afd sitzen viele Wirtschaftsprofessoren drinnen. Daher traue ich denen schon zu, dass sie die Lage richtig einschätzen. Die als rechtsradikal zu bezeichnen ist einfach nur eine neue Masche der CDU um die kleinzukriegen.
elfigy
England hängt am Tropf des (teilweise kriminellen) Finanzplatzes London. Wenn es gelänge, diese Machenschaften zu unterbinden, müßte man England sofort zu den Pleiteländern zählen. Um im Jargon zu bleiben.
Was die Wirtschaftsprofessoren in der AfD betrifft. Natürlich gibt es die, aber das sind halt die, denen der europäische Gedanke fehlt und die nur kurzfristig denken.