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Noch Fragen?

Frage Nummer 107851 starmax

Steuermoral

Wäre es denkbar, die Steuerzahler nur noch um freiwillige Beiträge für den Staat zu bitten (und im Gegenzug Subventionen zu verweigern) .
Wieviel Prozent vom EK würdet ihr geben? Ich 25-30%.
Antworten (10)
Amos
Der Zehnt wäre angebracht.
Aber dann auch Mehrwertsteuer weg. Denn dadurch werden vom versteuerten Einkommen nochmal 19 % einbehalten.
Amos
Der Spitzensteuersatz liegt m. W. bei 42%. Wenn ich hunderttausend im Jahr verdiene, zahle ich also 42.000 Euro Steuern. Bleiben 58.000 Euro. Sozialabgaben abgezogen: bleiben evtl. 45.000 netto. Minus Miete/Hauskosten. Abzgl. der 19 % Mwst. bei jedem Einkauf, Vertrag oder Geschäft. Da bin ich als Privatier besser dran.
ing793
Nein!
In welche Richtung das ginge, siehst Du ansatzweise in den USA. Dort ist der Steuertarif für die Reichen niedrig, im Gegenzug ist dort eine weit verbreitete Charity-Mentalität. Aber natürlich unterstützen die Mäzene nur das, was ihnen passt.
Damit würde sich die Politik aus dem Primat verabschieden (soweit sie das nicht ohnehin schon getan hat)
starmax
Ja, ist mir bekannt, Ing793. Ich meinte es etwas anders: Der demokratisch überwachte Staat (hahaha) sollte über die Vergabe entscheiden, nicht über die Einnahme.
Und der, der wenig Steuern zahlt, soll dann auch nur gekürzte Subventionen bis hin zum ALG erhalten. Sprich ein Konzern, der extrem wenig Steuern zahlt, soll auch kein Entgegenkommen beim Straßena- und Gleisausbau oder beim Grundstüclkskauf erwarten dürfen. Ein Reeder, der ausflaggt, und seine beteiligten Investoren gar keine!
ing793
ich habe mal von einem interessanten Modell gehört, auf irgendeinem Südseearchipel:
Jeder zahlt, was er will - und das wird für alle nachlesbar veröffentlicht.
Es ist quasi ein Statussymbol, viele Steuern zu zahlen, weil "ich kann es mir leisten!". Wäre interessant, was hier bei uns dabei herauskommt.
ing793
@Amos: Deine Zahlen sind bei Weitem zu hoch. Ich weiß, Du magst meine Besserwisserei nicht. Aber Du machst es einem auch schwierig, es nicht besser zu wissen:
Wir sprechen entweder über die ersten 100.000, die jemand verdient. Dann zahlt er darauf etwa 27.500 Euro Steuern und gute 12.000 Euro Sozialversicherung.
Oder über weitere 100.000. Dann zahlt er tatsächlich irgendwann darauf den Höchststeuersatz (ich meine, es wären dann 45%, plus Soli sind wir dann bei gut 47%), aber keine Sozialversicherung mehr.
Im übrigen verlassen wir in der Größenordnung -von Ausnahmen abgesehen- den Arbeitnehmerbereich - und der Selbständige, der auch nur einen Euro mit dem Spitzensteuersatz versteuert, der hat einen ganz schlechten Steuerberater..
Amos
War klar, daß unser Allround-Experte sich mit Fachwissen meldet. Nur sind die Zahlen falsch. Ich konnte nichts verlinken, sonst hätte ich bereits die konkreten Zahlen gepostet. Tut mir wirklich leid!
ing793
Stimmt, ich bin in die Splitting-Tabelle gerutscht, das träfe für Dich ja nicht zu.
Hier sind die schlimmstmöglichen Zahlen, berechnet für unverheiratete und kinderlose Leute ohne Werbungskosten und mit Höchstsatz (NRW) an Kirchensteuer von Spiegel-online. Ich hoffe, das linksradikale Blatt konveniert dennoch.
Amos
Habe bzgl. des SPIEGELs keine Berührungsängste.
Spencer767
Undurchsetzbarer ökonomischer Unfug