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J.Handwerg

Aktiv seit: 19.08.2012
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Gefährdung von Piloten durch Laserpointer

Dass die Diskussion überzeichnet ist, erklären Sie am besten dem Kollegen, der mehrere Tage krankgeschrieben war wegen einer Laserblendung oder gar dem, der seiner Existenzgrundlage durch Schädigungen des Auges aufgrund von Laserblendung beraubt wurde. Die Laserfreunde verharmlosen das Risikopotential, nicht die Piloten übertreiben. Wer nicht glaubt, dass ich wirklich von der Vereinigung Cockpit bin, der kann mich gerne auch über deren Seite anschreiben. Jörg Handwerg, Vereinigung Cockpit e.V.

Gefährdung von Piloten durch Laserpointer

Die Sicht nach vorne ist genauso eingeschränkt wie dies bei einem Auto mit Kühler der Fall ist, also direkt nach vorne auf die Strasse kann man nicht sehen, aber in einem gewissen Winkel vor einen schon. Die Nase des Flugzeuges ist im normalen Anflug NIE so hoch, dass man den Boden nicht mehr sehen kann, sondern i.d.R. zeigt sie drei bis fünf Grad über den Horizont. Da der Pilot immer die Bahn sehen können muss beim Landen (von Hand) muss er nach vorne schräg unten sehen können. In 15 m Höhe kann er bspw. beim A320 die ersten 80 m direkt vor seiner Nase nicht sehen, aber alles dahinter. ...

Gefährdung von Piloten durch Laserpointer

@bhroth: Was den Lidschlagreflex angeht, so habe ich Sie etwas mißverstanden. Insofern sind wir ja einer Meinung, dass dieser keinen ausreichenden Schutz bietet. Was die Dauer der Blendung angeht, so hängt diese vom der relativen Geschwindigkeit in Richtung Laser ab. Zeiten von mehr als 250 ms sind durchaus realisierbar. Ihre Ausführungen zum Thema Legalität teile ich nicht. Der Besitz von Waffen in Deutschland ist ohne Besitzschein verboten, der von Lasern nicht. Das Mitführen von Waffen erst recht, das von Lasern nicht. Laser sind sehr leicht vom heimischen Sofa aus zu beschaffen, Waffen nicht. Die meisten Laserblendungen gehen nicht auf "kriminelle Energie" zurück, sondern auf Unbedarftheit und Gedankenlosigkeit. ...

Gefährdung von Piloten durch Laserpointer

3. Der Lidschlagreflex reicht nicht aus um eine Blendung zu verhindern. Erstens schützt dieser das Auge nur bei sehr schwacher Strahlung und zweitens hat man inzwischen herausgefunden, dass bei einer großen Anzahl von Menschen dieser nicht schnell genug funktioniert. Also auch bei den schwachen Minilasern kann bereits, beim direkten Treffer, insbesondere bei Kindern, auf kurze Entfernung ein Augenschaden entstehen. 4. Falsch ist, dass Piloten keine Sicht zum Boden haben beim Anflug. Ohne Sicht zur Bahn kann man unter normalen Umständen nicht landen. Zur Seite besteht immer Sicht zum Boden, auch beim Start. 5. Falsch ist auch, dass der Autopilot bis kurz vor dem Aufsetzen eingeschaltet ist. 99% aller Anflüge (und Landungen sowieso) werden per Hand durchgeführt. Jörg Handwerg, Pressesprecher Vereinigung Cockpit e.V.

Gefährdung von Piloten durch Laserpointer

Die Antworten hier sind zum Teil richtig: 1. Laser weiten sich auf, der Punkt wird also mit zunehmendem Abstand größer, das Treffen dadurch leichter, gleichzeitig nimmt die Energie pro qcm ab. Es gibt aber inzwischen Laser in Taschenlampengröße die so stark sind, dass man damit ins All leuchten kann. Diese schädigen das Auge auch noch auf große Entfernung. Es gibt bereits Piloten mit Augenschäden durch Laserblendung bis hin zum Lizenzverlust. 2. Trifft der Laser auf die Scheibe, wird er gebrochen und das gesamte Cockpit wird schlagartig erhellt. Zum Blenden muss also nicht genau das Auge getroffen werden. Hinzu kommt, dass es ein natürlicher Reflex ist, im Dunkeln zu einer plötzlich auftauchenden Lichtquelle zu schauen, was die Sache verschlimmert. ...