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Noch Fragen?

Frage Nummer 3000121294 rayer

Wahnsinn oder nur gerecht? Kevin Kühnert löst mit seinen Sozialismusthesen schon heftige Reaktionen aus, was soll man jedoch hiervon halten?

Ökonom Guy Kirsch fordert 100 Prozent Erbschaftsteuer. Er versteht sich als Liberaler, genauer als "individualistischer" Liberaler. Von Kommunist also keine Spur.
Bevor hier die Allgemeinheit über mich herfällt, persönlich halte ich nichts davon. Darüber nachdenken ist aber wohl erlaubt.
Bei Vermögen jenseits der 100 Millionengrenze wäre eine Umverteilung, zumindest in Teilen wohl eher sozial gerecht.
Antworten (35)
zebre
Neid eifersucht und missgunst haben nichts mit sozialer gerechtigkeit zutun lass denen doch das ganze geld die 100 millionen es bleibt doch in der familie
Kakman
Unsoziales Verhalten der Allgemeinheit gegenüber ist häufig in unterentwickelten Ländern wie Brunei oder Australien anzutreffen.
StechusKaktus
Der massgebliche Denkfehler bei KK besteht für mich darin, dass er den Begriff «demokratische Kontrolle» so vorbehaltslos positiv belegt und in Zweifel zieht, dass erst ein Anreizsystem die Menschen zu guten Leistungen antreibt.
Zwar ist es geübte Praxis, dass das durch die stärker belasteten «starken Schultern» erzielte Umverteilungsvolumen unter «demokratischer Kontrolle» an weniger starke Schultern gegeben wird. Bereits dieser Prozess birgt aber Reibungsverluste, indem ein Teil des Volumens in die staatlichen Behörden fliesst, die sich um diese Umverteilung kümmern.

Überschreitet das Umverteilungsvolumen eine gewisse Grösse, gibt es mehrere Effekte:
1. Arbeitnehmer, die keinen nennenswerten Nutzen mehr von Mehrarbeit haben, schränken oder stellen diese ein
2. Die Behörden blähen sich auf und verwenden immer mehr Mittel dafür, sich selbst zu verwalten
Im Ergebnis sinkt das Volumen, das umverteilt werden kann. Was übrigens nicht das durchschnittliche Glücksgefühl herabsetzen muss.

Die Frage ist doch: Wovon hängt das Lebensglück ab? Frau Klatten ist sicher nicht überdurchschnittlich glücklich. Trotz dieser pervers hohen Dividendenzahlung, die sie jedes Jahr bekommt. Sie steht aber für die Hoffnung, durch die Beteiligung an Aktiengesellschaften reich zu werden. Wäre die Bevölkerung im Durchschnitt glücklicher, wenn sie die Dividenden abgeben müsste? Wohl kaum.
Kim Kardashian erhält für ein Instagram-Photo bis zu einer halben mio. USD. Ist das fair? Sie gibt aber Millionen Girls die Hoffnung, mit Nichtstun reich zu werden.

Zu meinem Glück gehören neben Personen auch eine saubere Umgebung. Diese gibt es erfahrungsgemäss nur im Kapitalismus (oder in Naturvölkern, zu denen es keinen Weg zurück gibt). Warum? Siehe oben! Sobald der «Verteilungskuchen» klein wird, ist für Umweltschutz kein Geld mehr da. Was natürlich denjenigen auch nicht so kümmert, dessen Glück vom Besitz des neuesten Smartphones oder SUVs abhängt.

Es ist wert sich Gedanken darüber zu machen, wie man das «Glückslevel» der Bevölkerung erhöht. Eine Diskussion über Umverteilung und Kollektivierung führen dabei aber wahrscheinlich in die Irre.
Martina
Zeit hier abzuhauen wenn Leute wie Kevin der noch nie gearbeitet hat, aber genau weiß, was die Arbeiter heute wollen, unser Geld und Vermögen verteilen will.

Guy Kirsch? Wer ist das denn. Hat jemand "00" mach auf dich aufmerksam gerufen?

Diese Clowns helfen nur der AfD !
rayer
Na gut, das lesen langer Texte und das Verständnis von komplexen Fragen ist etwas schwierig.
Noch mal kurz: 100 Prozent Erbschaftsteuer, Wahnsinn oder nur gerecht?
Erbschaft war das Thema.
Kevin, Dividendenzahlungen und aktuelle Einkommen waren nicht die Frage.
Matthew
Das mit dem "Glücksgefühl" ist sicherlich erst einmal ein sinnvolles Kriterium. Neben dem Glücksgefühl, geht es aber auch um die Frage der "Stabilität" eines sozialen Gefüges. Soziale Unterschiede sind zwar grundsätzlich erst einmal ok. Wenn man allerdings zulässt, das sie ins Unermessliche wachsen, dann fliegt einem das Ganze irgendwann um die Ohren.
Will man das vermeiden, dann gehören dazu selbstverständlich Überlegungen, die Umverteilung von Arm zu Reich, zu begrenzen und auszugleichen. Da an die Erbschaftsteuer zu denken ist sicherlich nicht abwegig. 100% Erbschaftssteuer springt trotzdem dramatisch zu kurz.

Meiner Ansicht nach wäre auch zu unterscheiden, zwischen einem Wirtschafts-System in Not-Zeiten, z.B. der Wiederaufbau nach dem 2. Weltkrieg oder in anderen Teilen der Erde, nach einem verheerenden Erdbeben, Wirbelsturm, Überschwemmung oder Dürre einerseits und Zeiten und Regionen mit einer zunehmenden Sättigung der Märkte andererseits.

Es geht nicht um Neid, sondern um eine nachhaltige Entwicklung einer Gesellschaft und ihrer ökonomischen Grundlagen. Und um die Erkenntnis, dass Ökonomie zwar eine wesentliche, aber eben nicht die einzige Grundlage von Wohlergehen und Glücksgefühlen sind.

::::

Auch wenn ich mich wiederhole: Wachstum gibt es vor allem in Mangel-Situationen, um aus dieser Situation heraus zu gelangen. Und Zinsen werden aus dem Wachstum bezahlt. Fehlt dieses Wachstum dann wirken Zinsen kannibalisierend. Und das ist schlecht für große Teile der Gesellschaft (und für deren Glücksgefühle).

Dass es neben der extrinsischen Motivation durch Geld auch intrinsische Motivation gibt, ist zum einen in zahllosen psychologischen und soziologischen Experimenten sehr gründlich erforscht. Das spiegelt sich auch darin wieder, dass der größere Teil unseres Wohlstands durch ehrenamtlich in nicht-monetärer Arbeit erwirtschaftet wird. Was in der BWL-Religion aber in der Regel keine Beachtung findet, weil es ausserhalb dessen stattfindet, womit BWL sich beschäftigt.
zebre
null prozent erbschaftsteuer für alle
StechusKaktus
Ach so, ich hielt mich an die fett gedruckten Fragen, weil ich keine anderen gesehen habe. Aber egal.

Erbschaftsteuer 100%?
Dann wird das Zeug halt vorher verschenkt. Mit entsprechenden Nutzungsrechten als Kompensation.
Was also kann man gewinnen?
Von daher: Prädikat sinnlos!
Martina
Vielleicht sollten wir für rayer noch ein paar Worte hinzufügen.

Für mich ist das Recht Eigentum, sprich Vermögen zu bilden elementar. Ob das jetzt aus Einkommen, Dividenden oder Vermietung und Verpachtung kommt ist mir egal, wenn diese Einkünfte legal und moralisch einwandfrei sind.

Der Besitz und das Vermögen, dass nach einer Reihe von Steuern (Einkommensteuer, Kapitalsteuer, Mehrwertsteuer, xyz-Steuer) übrig bleibt, sollte nicht weiter die Gier des Staates beflügeln, sowohl bei Vermögensteuer als auch bei Erbschaftsteuern.
Deshalb möchte ich eher 0% als 100% Erbschaftsteuer.
Versteuertes sollte nicht weiter versteuert werden.
Sonst suche ich mir ein neues Land mit weniger ....
rayer
Zitat Guy Kirsch:
Um dem Erblasser keinen Ausweg zu lassen, soll es auch eine hohe Schenkungsteuer geben. Auch für Betriebsnachfolger gäbe es keine Ausnahmen. Das alles ist noch kein fertiger Plan, sondern ein "Versuch, in die richtige Richtung zu denken.
zebre
martina stimme dir 100% zu 👍
rayer
Martina, siehe oben in meiner Frage:
Bevor hier die Allgemeinheit über mich herfällt, persönlich halte ich nichts davon. Darüber nachdenken ist aber wohl erlaubt.
zebre
rayer du kannst mit gutem beispiel voran gehen und dein vermögen auch sofort an soziale zwecke spenden
Martina
Aha, der Guy hat es halt drauf!
Vielleicht erwischt er ein paar Milliarden Euro Anlagevermögen mit dieser Idee!

Aber wer würde in Zukunft hier in Deutschland noch investieren wenn es bessere und sichere Anlagehäfen gibt. Der Guy vielleicht?

Warum sollte ich mich anstrengen, wenn der Staat/Kollektive mir die Kompensation meiner Leistung irgendwann (spätestens nach meinem Tot) wieder wegnimmt.

Zeit wieder mal "Animal Farm" zu lesen!
rayer
Entschuldige Martina, diesen Aspekt hatte ich völlig vergessen. Natürlich nehme ich mein Vermögen mit ins Jenseits, sonst gäbe es wirklich keinen Grund sich anzustrengen.
Martina
ist heute nicht mein Tag

Tot ---> Tod
Martina
Ich möchte mein Vermögen meinen Erben hinterlassen!

Schlimm?
Martina
rayer,
ich weiß du tust nix und willst bloß spielen.

machen wir die Gleichverteilung doch so:
Jeder der 2 Euro hat gibt 1 Euro an den weiter der nur 1 Euro hat.
Nun nach dem ersten Durchgang hätten welche nun 2 Euro und müssten 1 Euro weiter oder zurückgeben.

Nun versteuern wir die Transaktion mit 25% und zu Überwachung richten wir mit den Steuern eine Behörde ein.

Wie geht es weiter?
StechusKaktus
Wenn auch Schenkungen hoch besteuert werden sollen - und das auch noch "gerecht" - dann führt am Überwachungsstaat kein Weg vorbei. Denn dann braucht der Staat Informationen über Bargeldbestand, Uhren, Boote, Briemarkensammlung, Schmuck, etc.
Der Immobilienmarkt bricht zusammen, die nächste Bankenkrise ist unausweichlich, weil die Kredite nicht mehr besichert werden können.
Alle, die noch Vermögen haben, setzen sich in Länder ab, in denen es diese Schenkung- und Erbschaftsteuer nicht gibt.

Was für ein Müll! kein Wunder, dass ich von dem Schwachkopf vorher noch nichts gehört habe.
ing793
Es ist ein Gedankenspiel.
Wer von Grund auf für sich selber sorgen muss, der entwickelt Biss, Elan und neue Ideen. Die Menschheit lebt seit Tausenden von Jahren davon, dass möglichst viele versuchen, Mehrwert zu schaffen. Natürlich in erster Linie für sich selber, aber in letzter Konsequenz profitiert auch die Allgemeinheit. Das Innovationspotential der Besten sollte also möglichst nicht an mangelnden Ressourcen scheitern

Dieser Prozess ist in der heutigen (westlichen) Gemeinschaft weitestgehend abgestellt.
Natürlich gibt es immer noch ein paar der Besten im Kreis der Besitzenden, aber wie es so ist mit "den Besten", es ist nur ein kleiner Teil.
Eine weitere Gruppe profitiert davon, dass man auch aus Mittelmaß eine Menge herausholen kann, wenn man ihm die beste Förderung zukommen lässt.
Aber ein immer größer werdendes Potential wird schlicht nicht genutzt, weil "den Besten" aus dieser Gruppe keine eigenen Ressourcen zur Verfügung stehen. Wir verschenken, nein verschwenden, einen Teil unserer Zukunft, weil den Besitzenden der Biss und den Bissigen der Besitz fehlt.

Und das wird an einigen Stellen bereits erkannt: Bill Gates stiftet meines Wissens nach seinem Tod etwa 90% seinen Vermögens, Warren Buffet sogar 99%.
Ihre Kinder werden trotzdem mehr Millionen haben, als sie in einem Leben legal ausgeben können.

100% Erbschaftssteuer ab dem ersten Euro ist Unsinn. Es würde jede weitere Entwicklung lähmen, wenn ich nicht beeinflussen könnte, dass es meine Kinder einmal besser haben.
Aber 100% Erbschaftssteuer oberhalb eines Freibetrages von -sagen wir- 10 Millionen, meinetwegen auch 50 Millionen oder auch nur 80% - da würde ich zumindest in Überlegungen einsteigen.
ing793
... und an die Clowns, die einen erzählen von "Steuern auf versteuertes Einkommen, uiuiuiui, das ist Kommunismus pur":
Wir alle zahlen klaglos Mehrwertsteuer auf unseren Konsum, und das aus versteuertem Einkommen.
Wir zahlen sogar Steuern auf Steuern aus versteuertem Einkommen (siehe Sprit, Kaffee, Alkohol).
Ok, das "klaglos" ziehe ich zurück. Aber erstaunlicherweise kommt das Argument nur bei der Erbschaftssteuer.
rayer
Siehe oben in der Frage:
Bei Vermögen jenseits der 100 Millionengrenze wäre eine Umverteilung, zumindest in Teilen wohl eher sozial gerecht.
Martina
ing, der größte Clown bist doch Du!

Jahrelang sprudeln die Steuereinnahmen des Staates -und zwar zu Lasten der Unternehmen, der Freiberufler und der Arbeitnehmer.
Besonders die Arbeitnehmer, die sich mehr anstrengen und mehr Leisten als andere, - ich möchte sie wie Du Die / Den Besten nennen-, werden am stärksten belastet.

Die Zeit der sprudelnden Einnahmen und die Spielraum wurde nicht genutzt, um ein international wettbewerbsfähiges und gegenüber den Leistungserbringern (den Besten) faires Steuersystem zu schaffen. Stattdessen wurden von den linken Sozialpolitikern eine Soziallleistung nach der anderen ersonnen.

Die wahren Steuerprobleme, der Abbau der kalten Progression (bei einer Gehaltserhöhung für den Besten), der schnelle komplette Wegfall des Solidaritätszuschlags, die Angleichung an internationale Standards bei Krankenkassenbeiträge und Sozialabgaben und Steuersätzen wurden versäumt.

Die Mitte der Gesellschaft hat unter der Abgabenlast zu leiden und der Mittelstand rutscht nach unten ab.

Jetzt wo die Konjunktur eintrübt und die Mitte „ausgeblutet“ ist bleibt laut Scholz kein Spielraum.

Gleichzeitig wird aber Wohnen, Mobilität und die Energiewende teurer und ist ein dringendes finanzielles Projekt der Gegenwart.
Nun kommen die wahren CLOWNS wieder aus der linken Ecke und sprechen von Eineignung und Umverteilung um ihre Sozialromantik zu finanzieren.
Wenn man die Mittelschicht „kahl gefressen hat“ dann sollten solche Clowns wie Du, nicht den Sozialneid schüren und die Schuld dem Klassenfeind geben sondern einmal nachdenken über die Folgen.
pale-rider
Ich denke wir sollten nicht mehr Steuern fordern sondern weniger!

Die fünf Wirtschaftsweisen (ing wird sie Clowns nennen) weisen in Ihrem jüngsten Jahresgutachten zur Beurteilung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ungewohnt deutlich darauf hin:
Die Bundesregierung sollte die sich abzeichnende relative Verschlechterung der steuerlichen Standortbedingungen nicht abwartend hinnehmen, sondern auf die veränderte Wettbewerbslage rechtzeitig reagieren.

Die Ökonomen haben in Ihrer Analyse festgestellt daß die aktuellen Rahmenbedingungen ungenügend sind und der Standort Deutschland nicht zukunftsfest aufgestellt ist.

In den USA haben die Steuern auf Arbeits- und Kapitaleinkommen deutlich gesenkt.
Mit Belgien, Frankreich und Italien haben sogar Staaten ihre Steuersätze gesenkt, die bislang höhere Steuern als Deutschland erhoben.

Unser Steuerecht ist nicht wettbewerbsfähig und Deutschland wird in den kommenden Jahren ohne mutige Entscheidungen zum Hoch- und Höchststeuerland mutieren.

Wichtige Weichenstellungen für die Zukunft unserer Jobs in einer digitalen Welt werden nicht durch Enteignung (100% Steuer) und Neiddebatten gestellt.

Das Aufsagen der kommunistischen Manifests aus dem Januar 1848 hilft im Frühjahr 2019 wenig.
StechusKaktus
Bitte seid nicht so hart zu Ing. Er bemüht sich ja, bringt aber leider alles durcheinander.

Die USA sind durch ein System der Eigenverantwortung geprägt. Der Staat macht nur das Notwendigste und überlässt vieles von dem, was in Deutschland der «demokratischen Kontrolle» unterliegt (Sozialstaat), dem Einzelnen. Und so gibt es eben Stiftungen und Wohlfahrtsveranstaltungen, die sich jeweils ein Thema heraussuchen, Spenden einwerben und verteilen.

Vorteil: Kein bürokratischer Wasserkopf.
Nachteil: Keine demokratische Kontrolle (unpopuläre Themen können leer ausgehen)

In so einem System ist es doch logisch, dass Erbschaften anders gesehen werden als in Deutschland, wo der Staat dem Arbeitnehmer schon im Arbeitsleben ca. 50% seiner Einkünfte aus der Tasche nimmt um das Geld umzuverteilen.

Merke: Ein Steuersystem eines Landes muss in seiner Gesamtheit betrachtet werden.

Im Übrigen hege ich grosse Sympathie dafür, die Menschen in ihrer Erwerbsphase niedriger und bei Erbschaften (und sogar bei Vermögen) höher zu besteuern. Die Linken neigen leider aber immer dazu, den bürokratischen Apparat aufzublähen und ALLE Steuern und Abgaben erhöhen zu wollen.

Wahrscheinlich glauben viele von ihnen tatsächlich daran, dass die Verteilungsmasse für Sozialausgaben konstant bleibt, unabhängig von der Steuerbelastung.
So auch der Kevin im Kapuzenpulli.
Aber er ist nun auch schon 30 Jahre alt und könnte es besser wissen.
pale-rider
Das Wort Eigenverantwortung triggert wieder was!

Ja man sollte mehr Eigenverantwortung fordern.
rayer
Man könnte auch sagen: Er war stets bemüht.
Martina
Stechus,
ing verdient eigentlich mehr Härte bei den Dingen die er verwechselt, besonders wenn er unsachlich wird.
Schauen wir mal auf:
„Aber ein immer größer werdendes Potential wird schlicht nicht genutzt, weil "den Besten" aus dieser Gruppe keine eigenen Ressourcen zur Verfügung stehen. Wir verschenken, nein verschwenden, einen Teil unserer Zukunft, weil den Besitzenden der Biss und den Bissigen der Besitz fehlt.“

Ich denke er hält sich für einen der Besten deren Potential und Biss nicht genutzt, wird.
Der von Ihm zitierte Bill Gates ist nicht als Milliardär auf die Welt gekommen, ebensowenig wie Steve Wozniak, Steve Jobs und Ron Wayne.
Anstatt „ing“ in seiner Garage seine Genialität und Zeit in zukunftsfähige Produkte einbringt und dafür Investoren gewinnt lebt er hier seine Bissigkeit aus.
Schade dass sein Arbeitsumfeld Ihn nicht so sieht wie er sich selbst, anders kann ich mir nicht erklären warum ein Universalgenie wie er keine Ressourcen und bekommt.
Martina
keine Ressourcen und Unterstützung bekommt.
Martina
@pale-rider,
Ja man sollte mehr Eigenverantwortung fordern

UND die Konsequenzen aus seinem eigenverantwortlichen Handeln tragen müssen.
StechusKaktus
@Martina: Er entspricht aber damit dem linken Zeitgeist! Gestern sah ich bei hartaberfair, den Oskar Lafontaine. Er behauptete, dass jeder (und damit eben auch ein Kollektiv, bestehend aus gewerblich Tätigen) in der Lage sei, einen Konzern wie BMW zu führen und leitete daraus ab, dass Gehaltsunterschiede nicht zu rechtfertigen seien.

(Mit Grauen erinnere ich mich an Diskussionen in verschiedenen Unternehmen mit Betriebsräten, die einfach keine Zusammenhänge verstehen konnten und sich dann stur auf die vorgegebenen Gewerkschaftspositionen zurückzogen)

Es gibt Menschen, die die Meinung von solchen "Vorturnern" kritiklos annehmen. Mehr als man denkt.
Es klingt im ersten Moment ja auch immer so menschenfreundlich.
Martina
Stechus,
ich habe die Sendung auch gesehen und teile deine Ansicht.

Oskar trägt die Thesen von Marx aus dem Jahr 1848 vor und hat nichts dazu gelernt.
Hubertus Heil sagte, "Linkspopulismus á la Lafontaine" sei nicht der Weg der Sozialdemokraten.

Vielleicht sollte der süße Kevin mal zuhören anstatt Linkspopulismus zu verbreiten.
pale-rider
Der Kevin hat leider keine eigenen Erfahrungen im Feld der Werktätigen gesammelt.

Seine Erleuchtungen kommen aus veralteten, linken, politischen Abhandlungen. Sie helfen und greifen nicht mal bei den jüngsten Wahlumfragen im Osten.

Es gibt ja Leute die dem Kaputzenbubi anrechnen die richtige Frage gestellt zu haben, aber auch sie bemängeln, dass seine Antwort falsch ist und keine zukunftsfähige Idee von Ihm vorliegt.

Also nur Provokation und Links-Populismus.
ing793
@Martina, Pale-Rider

Ähem, dürfte ich kurz zurückverweisen auf die hier einzig gefragte Höhe der Erbschaftssteuer?

Dazu, und nur dazu, habe ich mich geäußert.
Ich habe auch klar gesagt, dass ich nichts davon halte, den Mittelstand mit Erbschaftssteuer zu belasten (es sei denn natürlich, ihr zählt Multimillionäre noch dazu). Wenn man zu dem Schluss käme, die ganz großen Vermögen zu belasten, dann könnte man parallel darüber nachdenken, wofür man diese Einnahmen verwendet.
Man könnte mehr ausgeben ODER den Mittelstand entlasten ODER wasauchimmer. Dazu hatte ich nichts, aber auch gar nichts, in meiner Antwort gesagt. Daher fühle ich mich von diesbezüglicher Kritik nicht getroffen.

Ich stimme übrigens mit meinen Vorrednern überein, dass der obere Mittelstand zu viele Steuern zahlt.
Er zahlt sie hauptsächlich deswegen, weil sich die Elite (und die Unternehmen) aus dem Solidarsystem so weit wie möglich zurückgezogen hat.
Umso erstaunlicher, dass sich die Multimillionäre und Milliardäre ganz fest darauf verlassen können, dass die mit sechsstelligem Vermögen vehement gegen jede Besteuerung hoher Vermögen agitieren, wahrscheinlich in dem Glauben, sechstellig wäre schon hoch.

Als grobe Richtung könnte ich mir vorstellen:
- Erbschafts- und Vermögenssteuer erst ab ca. 10Mio, darunter keine, darüber aber durchaus in Bereiche von 1-2% Vermögens- und 15-25% Erbschaftssteuer
- mit dem Mehreinnahmen Steuern runter für den Mittelstand
Meines Erachtens dürften wir da eigentlich nicht allzu weit voneinander sein.
ing793
@Stechus:

Ich habe da nichts "durcheinandergeworfen".
Die unterschiedliche Handhabung bei der Finanzierung öffentlicher Aufgaben durch Steuern oder Spenden zwischen uns und den angelsächsischen Ländern ist mir durchaus klar.
Ich habe die beiden aufgegriffen, weil dort das Thema aus der Frage (sinngemäß: was passiert mit meinem Vermögen nach meinem Tod? Bekommen es meine Erben oder die Gesellschaft) im Sinne der Forderung aus der Frage aufgegriffen und umgesetzt wurde, bezeichnenderweise durch eine private Initiative.
Ein deutsches Beispiel (außer Bosch und Krupp und die sind ja schon eine Weile her) wäre mir derzeit nicht präsent.