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Noch Fragen?

Frage Nummer 3000120487 rayer

Warum spricht man bei Kriegsopfern unter Soldaten von im Krieg geblieben, statt im Krieg gefallen oder getötet? Pietät?

Warum spricht man bei Kriegsopfern unter Soldaten von im Krieg geblieben, statt im Krieg gefallen oder getötet? Pietät?
Antworten (17)
StechusKaktus
Da können dich wahrscheinlich dein Nazifreunde besser beraten.
rayer
Bist Du betrunken Stechus? Ich bin so weit weg von Nazis wie die Sonne von der Erde. Vielleicht solltest Du meine Kommentare besser lesen. Im Gegensatz zu den Meisten bin ich für die USE, akzeptiere jeden Kriegsflüchtling oder politisch Verfolgten, gewähre Asyl und hab auch keine Probleme mit dem Sozialstaat. Was hast Du zu bieten?
Musca
Ameisensäure in Verbindung mit Stickoxyden scheint keine gute Mischung zu sein.
Nun zur Frage: wenige hundert Meter von mir steht ein Kriegerdenkmal, mit der Inschrift " Unsere gefallenen Söhne". Darunter die Namen sämtlicher gefallenen Soldaten.
StechusKaktus
@Rayer: Ich halte es mit Oskar Lafontaine: Mit deinen Tugenden könntest du auch ein Konzentrationslager führen.
StechusKaktus
Und falls du denkst, nur du kannst aggessiv und unter der Gürtellinie:
Bist du eher zurück-Geblieben oder auf den Kopf gefallen?
Was für eine dämliche Frage zu den Soldaten. Frag mal deren Mütter, was ihnen lieber ist. Du bist unerträglich!
rayer
Tut mir leid Stechus, Alkohol bekommt Dir nicht. Leider kann ich die Mütter nicht mehr fragen, es leben nur noch ein paar Brüder, Schwestern, Enkel und Urenkel. Ich hatte natürlich vergessen Dir ausdrücklich zu erklären das sich die Frage stellte bei einem Gespräch über Weltkrieg 1+2 und die Kriegsdenkmäler des 1. Weltkriegs. Der Gedanke an die aktuellen Kriege ist mir nicht gekommen.
StechusKaktus
Dann hoffe ich für dich, dass du bei den Gedanken an die Weltkriege bald zum Höhepunkt kommst. Nachdem dein Hormonstau dann abgebaut ist, lies dir noch einmal den Schwachsinn durch, den du am laufenden Band fabrizierst.
ing793
Ich denke, das ist absolut wörtlich zu verstehen;
“20 Schüler fuhren in die Schweiz, nach zwei Wochen sind zehn zurück gekommen, der Rest ist bis zum Ende der Ferien in der Schweiz geblieben "
analog zu
"500 Männer zogen aus in den Krieg, 100 sind zurück gekommen. Die anderen sind dort geblieben"
Eine Formulierung die weit zurück in die Vergangenheit reicht.
Weniger Pietät, mehr Tradition.
rayer
Gute Nacht Stechus, danke für den Tipp.
StechusKaktus
Lass gut sein, ing. Der Typ ist viel zu blöde, um dir zu folgen. Wie ich sagte: Zurückgeblieben eben.

(Wenn ich mir viel Mühe gebe, schaffe ich es auch, mich weiterhin auf sein Diskussionsniveau zu begeben)
rayer
Das scheint schlüssig ing. Eine Variante, die in dem Gespräch noch fiel, aufgrund der Tatsache, dass von vielen Soldaten im 1. Weltkrieg der Verbleib nicht geklärt werden konnte, habe man sich auf diese Redewendung verlegt.
ing793
Als kleine Ergänzung : sprachgeschichtlich reicht das sehr viel weiter zurück als die beiden Weltkriege. Die Formulierung ist älter als der Begriff "gefallen" und schon der geht mindestens in die Zeit zurück, in der man aufrecht Mann gegen Mann gekämpft hat.
elfigy
Als ich noch ein Kind war, hörte ich von Verwandten sogar die Formulierung: "Mein Bruder ist im Feld geblieben". Oder, "der Rudolf ist in Russland geblieben und der Josef in Frankreich".
Sogar den Begriff Krieg vermied man.
Die Habseligkeiten der toten Soldaten wurden blutbefleckt an die Angehörigen geschickt. Die vergruben die Gegenstände nach dem ersten Schock tief unten im Schrank und holten sie erst nach Jahrzehnten wieder hervor.
Ich kann mir vorstellen, dass, wenn das Grauen diese Ausmaße annimmt und sich so ausbreitet, man es als gegeben akzeptieren muß, damit man nicht vollkommen verzweifelt. Die Hinterbliebenen müssen irgendwie damit weiterleben. Das führt vielleicht später zu einer sprachlichen Verdrängung. Man stellt wenigstens sprachlich ein Stück Normalität her. So in dem Sinn, es war so entsetzlich, laßt unsere Wunden heilen, wir blicken nach vorne.
So könnte ich mir die Entstehung dieser Redewendung, die ich oft gehört habe, vorstellen.
Wein
Liebe Elfi,
außer dass wir beide Alkoholiker sind haben wir ja nicht viel gemeinsam.
So auch in dieser Frage nicht.

Die Redewendung »Er ist im Krieg geblieben« hört sich einfach besser an, als was wirklich stattfand.
Welcher Deutsche will schon sagen »Mein Bruder wurde in Russland von einem Freiheitskämpfer in Notwehr erschossen, nachdem er hunderte wehrlose Russen ermordet hatte«?
Weln
Oder - noch schöner - einem blöden Australier den Duden auf den Kopf gehauen!
Wein
Ne, ne, Weln, den Duden hat jetzt rayer.
Da kann er schön rayern.
DerDoofe
Bei den Euphemismen handelt es sich um Kanzelworte. In früheren Zeiten haben die Pfaffen in ihren Predigten der getöteten Soldaten aus den Gemeinden gedacht und dabei die übliche Schönrederei benutzt.