HOME

Noch Fragen?

Frage Nummer 3000049783 Amos

Warum wird der 100. katholische Kirchentag in einer Stadt mit lediglich 4,3% Katholiken, 11,8% Protestanten und 83,9% Nicht-Christen in der Bevölkerung veranstaltet?

Sollen die Leipziger missioniert werden?
Antworten (11)
Cordelier
Die Ossis kann man/wir oder auch jeder andere weder missionieren noch resozialisieren noch anders helfen.
Die Ossis sind halt keine Wessis. Doof vers. Gut. Da kann auch kein "Preiset den Herrn" mehr helfen.
Matthew
Bist Du mal auf einem Katholiken- oder Kirchentag gewesen? Ist natürlich 'ne rhetorische Frage!

Eigentlich wird da wenig missioniert. Und die paar, die es versuchen, gehören nicht zum offiziellen Programm. Das sind dann so 150%ige, die dem Katholiken-/Kirchentag vorwerfen, viel zu weltlich zu sein und sie versuchen die Teilnehmer zu missionieren.

Natürlich gibts im offiziellen Programm eine Menge religiöse Angebote (da würde ich halt nicht hin gehen).
Es gibt aber sehr interessante Diskussionen zu einer Menge weltlicher Themen.
Man muss sonst lange suchen, um das in dieser Konzentration zu finden.

Und eine Bibelarbeit von Gregor Gysi gehalten ...
... dass ist schon einsame Spitze!
Kann ich Dir sehr empfehlen.

Also, ich mache mir da nicht so viel Sorgen um die Leipziger.
Amos
In der Tat habe ich bisher weder einen evangelischen noch einen katholischen Kirchentag erlebt. Mich überrascht nur, daß die Veranstaltung in der Diaspora stattfindet.
StechusKaktus
Viele der genannten 84% sind nach christlicher Weltanschauung erzogen worden. Sind das dann keine Christen? Im übrigen finde ich auch, dass Diskussionen um grundsätzliche gesellschaftliche Fragen im Vordergrund stehen, die weitgehend unabhängig gefüht werden. Und immer nur diese WC ist ja auch etwas einseitig...
Dorfdepp
Wenn das eine ernst gemeinte Frage ist, also eine, die nicht aus Langeweile gestellt wurde, sondern dich wirklich interessiert, könntest du in diesem Artikel eine Antwort finden.
Das Lesen dieses Textes kann ich dir leider nicht abnehmen, dessen Inhalt kann man nicht auf eine Schlagzeile reduzieren.
Amos
Da 96% der Leipziger keine Katholiken sind, ist der Artikel nicht sehr überzeugend. Es gibt wahrscheinlich mehr Moslems als Christen in Leipzig. Die Leserbriefe zu dem Artikel sprechen für sich.

Übrigens stelle ich keine Fragen aus Langeweile, sondern aus Interesse an bestimmten Fragestellungen und den kontroversen Antworten.
Dorfdepp
@ Amos
Ich habe bewusst und mit voller Absicht formuliert, dass man in diesem Artikel eine Antwort finden kann, nicht dass dieser Artikel eine Antwort gibt. Ein Ansatz wäre, dass die Kirche nicht sagt, wir treffen uns nur in unseren schwarzen Hochburgen, sondern sagt, die 4% Katholiken in Leipzig sind engagiert, die gehören zu uns, die unterstützen wir, da gehen wir hin.
Wie oben erwähnt, ist das nur ein Interpretationsansatz von mehreren möglichen, das bitte ich eventuelle Schmalspurhirnis, die sich hier einschießen wollen, zu berücksichtigen.
primusinterpares
Angesichts dieser besorgniserregenden Zahl von 4% und der zu erwartenden Katholeninvasion gibt es nächsten Montag eine Großkundgebung der Pegkale (Patriotische Europäer gegen die Katholisierung von Leipzig) Wehret den Anfängen! Die Stadt Leipzig ist bereits eingeknickt und gibt Millionen Steuergelder von braven, unbescholtenen Nichtgläubigen für den Kirchentag aus.
Gerdd
Ich finde, der verlinkte Artikel bestätigt meinen Verdacht ganz gut. "Missionieren" ist sicher nicht der treffendste Ausdruck, aber man spürt schon ganz deutlich ein gewisses Sendungsbewußtsein der katholischen "Kader."

Warum auch nicht - wenn Mercedes den Umsatz seiner Autos erhöhen will, werden sie auch nicht gerade in Sindelfingen eine Kampagne starten.

Und ebenso interessant: Es geht, wenn man dem Tenor des Artikels folgt, weniger darum, potenzielle Sünder vor dem Fegefeuer zu bewahren, als um den (politischen, gesellschaftlichen - wie auch immer) Einfluss in der Gesellschaft vor Ort - man geht also lieber dahin, wo man sich mehr Einfluß erhofft, als da, wo man den schon längst hat - also lieber Leipzig als Regensburg.

Und schließlich: Dank der medialen Versorgung strahlt so ein Ereignis natürlich auch weit über die Region hinaus - was man ja auch bei den "Urbi et Orbi" Veranstaltungen sieht, die der Papst ja ganz locker vom Vatikan aus betreiben kann in dem Wissen, daß das so ziemlich weltweit verbreitet wird.
Cordelier
Warum veranstalten die einen Katholikentag nicht mal in Nordirland????
Dorfdepp
Im Sinne einer faktenorientierten Wissencommunity weise ich darauf hin, dass es kein Fegefeuer gibt. Das ist eine Erfindung der Ablasshändler und ist nirgendwo belegt.