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Noch Fragen?

Frage Nummer 45399 Amos

Wie groß ist eigentlich bei Kleidung die Preisspanne zwischen EK und VK?

Bei diesem Sauwetter werden bereits jetzt die Preise für Sommersachen in den Geschäften heruntergesetzt, um die Lager für die Herbst- und Winterkollektion frei zu machen. Wieviel Preisnachlaß ist für den Händler eigentlich noch tragbar? Wie hoch ist die Spanne zwischen EK und VK?
Antworten (3)
bh_roth
Guten Morgen, Amos. Meine Erfahrung ist, dass zum Ende eines Schlussverkaufes (den es ja nicht mehr gibt, heißt heute Sale) Preisnachlässe von 50 % und mehr zum Originalpreis nicht selten sind. Und ich setze voraus, dass selbst an diesen Artikeln noch verdient wird.
Aber du weißt selbst doch auch (Achtung: Suggestivfrage!), dass zu den Schlussverkäufen häufig spezielle Schlussverkaufsware eingekauft wurde und angeboten wird?
roth_BH
Hi Amos,
ich war 2004 mit der BW bei einem Logistic Summit in Zaragossa.
Dort hat man die Logistikstrategien verschiedener Bereiche vorgestellt u.a. auch von Saisonware (Massenware) der Modeindustrie.
Diese wird mit fast einem Jahr Vorlauf produziert und unterliegt wie du sagst dem Wetter, dem Geschmack und anderen Faktoren. Was sich nicht zum Renner entwickelt, ist in der Saison nicht mehr verkaufbar und unterliegt dem Ramschstatus (Herstellpreis ~25%) von dem Verkaufspreis. Die Renner müssen dann die Luschen kompensieren und Marge einfahren.
Aber, es wird auch speziell Billigware für den Schlussverkauf (Sale) produziert. Diese ist billig in der Herstellung und wird kostendeckend verkauft!
ing793
während des Studiums habe ich mal für ein größeres Modehaus Klamotten vom Großhändler abgeholt. VK war dabei ungefähr EK mal zwei (sprich 100% Aufschlag).
Bei kleineren Einzelhändlern (die ihre Fixkosten nicht über die Masse holen) dürfte die Marge bei bis zu 200% liegen.