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Amos

Wieso sind Blutgefäße unter der Haut immer blau, obwohl das Blut rot ist?

Frage Nummer 3000057791

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Antworten (76)
bh_roth
Na, wenn du das nicht weißt! Ich glaube, das ist Stoff aus dem 1. Semester Medizinstudium.
Amos
Mein lieber bh: Deine Kenntnisse über den Ablauf eines Medizinstudiums sind eher rudimentär.
Amos
In den vergangenen Tagen wurde mir oftmals mangelndes Wissen unterstellt. Um es klarzustellen: ich bin nicht Dr. Allwissend und stamme nicht aus Grimms Märchen.
umjo
Hat da jemand etwa gestern 'Wer weiß denn sowas?' geschaut?
Hier (ab Minute 29:20).
Für Eilige: Antwort C!
Amos
Aber den Unterschied zwischen arteriellen und venösen Gefäßen wird kein Arzt durch Inspektion feststellen können.
Panther
bh_roth,
selbst nach 6 Jahren Medizinstudium und nach erfolgreichem Ablegen des Staatsexamens und jahrelanger Praxis weiß ein deutscher Arzt nicht, weshalb Blutgefäße von oberhalb der Haut blau erscheinen.

Das solltest du doch wissen!

💉
Panther
Deutsche Ärzte wissen, wo man fette Weiber und dicke Autos kaufen kann ... hihihi ...
Jelena
Es liegt an der Zeitverschiebung des Lichtes, welches auf die Haut fäält undreflektiert wird und welches auf das Blutgefäß fällt und refelktiert wird. Der entstehende Interferenzstrom und die einhergehende Phasenverschiebung bedingt bei der Geschwindigkeit der Photonen eineBlauverschiebung, die mit zunehmenden Alter noch verstärkt wird. Im Luftleeren raum kann man dies experimentell sehr gut nachbilden, denn hier ist eine sehr schnelle Blauverschiebung an den Lippen und später am ganzen Kopf zu erkennen, die freilich nur vom Betrachter wahrgenommen wird, nicht jedoch von der Person im luftleeren Raum. Photonen bewegen sich bekanntlich im Luftleeren Raum mit Lichtgeschwindigkeit, wodurch es zu diesem Phänomen kommt
Panther
Hallo Jelena,
willkommen in unserer Gemeinschaft der besten und klügsten Wissenschaftler Deutschlands, deren Bewunderer und deren Zweifler.
Und Laien.

Dass die Protonen im luftleeren Raum mit Lichtgeschwindigkeit umher sausen, ist bekannt.

Was ist jedoch, wenn man in diesem luftleeren Raum das Licht ausknipst? Erscheinen dann die Blutgefäße von oberhalb – oder gar unterhalb – der Haut in der roten Farbe?
Matthew
Vorab: Ich weiß es nicht. Hypothese:
Mit Sauerstoff gesättigtes Blut ist hellrot. Mit Kohlendioxid gesättigtes Blut etwa Aubergin-Farben.
Wenn in der Haut die Rot-Anteile weggefiltert werden, bleiben die Blautöne übrig.
Kann sein, muss nicht.
Panther
Matthew,
du kommst der Antwort dieser Frage schon ziemlich nahe, denke ich.

Bei einer subtraktiven Farbmischung (der Erdfarben, im Gegensatz zu der additiven Farbmischung der Lichtfarben) gehen wir davon aus, dass wir weißes Licht haben, das auf eine Fläche trifft, dieses Licht dann von der Fläche (Gegenstand) ganz oder zu einem Teil absorbiert und der Rest reflektiert wird.

Wird nichts absorbiert, sondern alles reflektiert, erscheint der Gegenstand für unser Auge als weiß. Alle anderen Farben, die wir in weißem Licht sehen, sind jene, die nicht absorbiert wurden.
Also, wenn wir etwas als grün ansehen, dann nur, weil die anderen Farben des Spektrums von dem Gegenstand absorbiert wurden.

Das passiert aber nur, wenn weißes Licht auf eine Fläche trifft. Wenn du z.B. rotes Licht – wie in einer orthochromatischen Dunkelkammer – benutzt, sind fast alle Gegenstände schwarz.

Wie erreicht man nun dieses rote Licht? Richtig, indem man ein Filter vor das weiße Licht stellt. Du merkst schon, wohin mein Argument führt.

Die Haut mag – wie von dir vermutet – ein Filter sein, der rotes Blut oberhalb der Haut blau erscheinen lässt.
hphersel
Amos, willst Du mir wirklich erzählen, dass *kein* Arzt
beim Betrachten einer Arterie und einer Vene den Unterschied erkennen kann? Hast Du vergessen, dass Arterien und Venen einen gänzlich unterschiedlichen Wandabaufbau haben? Dass Venen in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen Verdickungen aufweisen, dort, wo sich die Gefäßklappen befinden, während bei einigen Arterien sogar die Pulsdruckwelle zu sehen ist? (beim lebenden Menschen) bzw beim toten Menschen die Venen mehr oder weniger in sich zusammenfallen, während die Arterien nach wie vor als mehr oder weniger dicke Rohre erkennbar bleiben?
Panther
Wie gut, dass es Panther gibt, der das alles schon erklärt hatte.
Panther
Es war mir eine Freude.
Good night. See you at sunrise.

Paul
Dorfdepp
@ Panther
Einbildung ist auch eine Bildung.
elfigy
Das ist so, wenn einer regelmäßig Aral säuft
DerDoofe
bh_roth, du bist Mediziner, übst den Beruf aber nicht aus. Kannst du kein Blut sehen?
hphersel
Pssst - ganz im Vertrauen: Amos und Bh_roth sind zwei verschiedene Personen. Aber sag's nicht weiter; ich tu's auch nicht!
Panther
Dorfdepp,
deine Plattitüden sind ergötzlich und fast so schwachsinnig wie wie jene geschrieben von machine *grunzkicher*
Dorfdepp
Panther,
die Ehre, das Fänomen richtig beschrieben zu haben, gehört eindeutig Jelena. Du hast nur abgeschrieben, wobei dir dabei sogar noch einige Fehler unerlaufen sind.
DerDoofe
hyphersel, das ist mir durchaus bekannt. Aber ich wusste nicht, dass bh_roth Medizin studiert hat. Laut Amos verfügt bh_roth jedoch über rudimentäre medizinische Kenntnisse ...
Amos
Rudimentäre Kenntnisse des Medizinstudiums. So genau sollte man beim Zitieren schon sein.
Amos
Lieber hp: wenn Du Venen und Arterien so gut unterscheiden kannst, solltest Du mal eine Anatomievorlesung besuchen. Und Deine Kenntnisse dort offenbaren. Ich hatte zumindest bei der Blutgasanalyse der A. iliaca com. öfter Probleme.
BTW: ich kenne den Unterschied zwischen Arterien und Venen.
Panther
Dorfdepp,
das Phänomen nennt man in meinem Beruf Farbenlehre. Und sollte ich einige Fehler begangen haben, bin ich gern bereit, sie von dir berichtigen zu lassen.
Dorfdepp
Das hilflose Gelalle ist es nicht wert, sich damit zu befassen.
bh_roth
@derDoofe: Amos hat nicht behauptet, dass ich rudimentäre medizinische Kenntnisse habe, sondern dass mein Wissen über den Studiengang rudimentär wäre.
.
Darüber hinaus habe ich selbstverständlich medizinische Kenntnisse, die über den Erste-Hilfe-Kurs hinausgehen. Das bringt mein ehemaliger Beruf so mit sich, durch den im Einsatz mit schlimmen und schlimmsten Verletzungen zu rechnen war, und dort die Stabilisierung der Verletzten nötig wird, bis kompetentere Hilfe eintrifft. Also alles, was mit Blutungen, Verbrennungen, Abrissen von Extremitäten, Schockzuständen zu tun hat. Da ist das Anlegen eines Zuganges oder einer Salzlösung noch das Geringste.
Panther
Dorfdepp,
Du bist doch nur ein Gehilfe von Amos. Genau so wie machine und Zombijaeger. Nur Phrasen dreschen, nichts dahinter.
Und wie die anderen drei *ignore* ... hihihi ...

💥
hphersel
Amos, Du weisst genau, dass und wo ich was studiert habe.
Amos
Ich weiß nicht, wozu ich "Gehilfen" brauche. Bist Du eogentlich schon mal auf Paranoia untersucht worden?
DerDoofe
Rudiment: Rest, Überbleibsel, Bruckstück von ...

Es muss also etwas Größeres, Vollständiges vorhanden gewesen sein, um ein Rudiment zu hinterlassen.

Oder kurz: Fremdwörter sind Glückssache ...
Amos
Lieber hp, dann weißt Du auch genau, daß Dir niemand den optischen Unterschied zwischen Arterie und Vene an der Uni erklärt. Das lernst Du im Krankenpflegepraktikum oder spätestens als Famulus.
Amos
Fremdwörter sind für den Glückssache, der sie nicht kennt. Der kann sich aber bei Wiki schlau machen.
Zombijaeger
@Panther
Können halt nicht alle Nobelpreisträger sein wie du.

@hphersel
Wollte dich mal dafür anerkennen, dass du immer sachlich bleibst. Bist leider der einzige hier, von dem ich das sagen kann.
hphersel
Amos, ich kann nur für meinen Anatomieprof. während meines Semesters sprechen. Ich würde mich niemals erdreisten, das zu verallgemeinern. Ich weiß werder, ob der Prof in anderen (früheren oder späteren) Kursen etwas anders erzählt noch, was die anderen Profs im gleichen Kurs erzählt haben, und erst recht weiß ich nicht, was andere Profs an anderen Unis ihren Studenten beibringen.
Amos
Prof. Rollhäuser in Münster hat mir vieles beigebracht und hat mich mündlich über den Lymphabfluß der Mamma geprüft. Aber NIE über die Farbe von Venen und Arterien. Er wird es auch nicht wissen.
Panther
Ganz allgemein,
wenn ein deutscher Arzt nicht weiß, was eine Colonoscopy ist, und den Unterschied zwischen Vene und Arterie nicht sehen kann, wen wundert es dann, dass das deutsche Medizinstudium in verschiedenen Ländern außerhalb der EU nicht anerkannt wird?
Amos
Du kannst es also sehen. Dann erkläre es mir Unwissendem mal.
Amos
Du weißt ja alles, kannst alles und reißt immer Dein Maul weit auf, Pinocchio!
Amos
Und Deine Colonoscopy kannst Du Dir in den A***h schieben.
Amos
Ich habe Dir mehrmals erklärt, daß es Koloskopie heißt. Wenn Du das nicht verstehen kannst oder willst, ist das Dein Problem. Einem Eisverkäufer von der Ostsee dürfte das aber egal sein.
Amos
Da Du von Anatomie und Medizin keinen blassen Schimmer hast und immer von Biologie faselst, solltest Du Dich auf G-Cups konzentrieren.
Matthew
Seufz!
Ein Blick in ein Wörterbuch hilft:
colonoscopy (Englisch)
Matthew
Ergänzend:
Wie die folgenden Einträge zeigen, gibt es in der Wikipedia alternative Lemmas:
* Koloskopie
* Kolonoskopie
* Colonoskopie.
Man wird dann jeweils weiter geleitet auf die Schreibweise "Koloskopie".
Und nu?
DerDoofe
Amos, bei wikipedia wissenschaftlich korrekte Aussagen zu finden, ist ebenfalls Glückssache. Dort schreiben Laien für Laien. Mit der Folge, das Fehler sich wiederholen. Schon in Zeiten ohne wikipedia hieß es zutreffend: Fehler gewinnen nicht dadurch an Wahrheit, dass man sie beständig wiederholt.

Ich verlasse mich auf meine Bibliothek!
DerDoofe
Matthew, wie heißt denn die Darmspiegelung auf chinesisch?

Der deutsche Terminus lautet Koloskopie. Und mir ist nicht nur geläufig, wie man das schreibt - mir ist zudem hinlänglich bekannt, wie sich das anfühlt.
Dorfdepp
Ich bin zwar nicht der Matthew, aber ich komme ihm zuvor. Darmspiegelung heißt auf chinesisch 肠反射.
Quelle
Matthew
@DerDoofe
Natürlich steht es Dir völlig frei, Dich zu verlassen, auf was immer Du willst. Dass "Koloskopie" einer der gängigen Termini ist, war unbestritten, daneben sind aber weitere in Gebrauch, wie sich z.B. auch hier zeigt: http://www.gastroenterologie-wettingen.ch/index.php?id=13. Aber das wird Dich im Zweifelsfall auch nicht überzeugen. Leider habe ich meinen Pschyrembel irgendwo verkramt. Dort wird sicher Koloskopie drin stehen, interessant wäre, ob auch die alternativen Formen drin stehen.

Was die Wikipedia angeht, ist der eine oder andere Artikel in der Tat von mäßiger Qualität. Verallgemeinern lässt sich das aber nicht.
Aber, guckst Du hier:
* http://www.spiegel.de/netzwelt/web/vergleichstest-wikipedia-schlaegt-die-profis-a-521457.html
Da sich zahlreiche weitere Artikel jedoch auf die gleiche Studie beziehen, ist es relativ witzlos, hier die weiteren Links anzugeben.

Und spätestens die Aussage, in Wikipedia würden Laien für Laien schreiben, ist kompletter Unfug. Viele Artikel haben im Gegenteil das Problem, dass sie in ziemlichem Fachchinesisch geschrieben sind, und für einen Laien völlig unverständlich. Was ich persönlich für eine deutliche Schwäche eines Lexikons halte.
Von den Autoren, die ich persönlich kenne, sind die meisten im Ruhestand und schreiben jeweils zu ihrem Fachgebiet, daneben gibt es ein paar wissenschaftliche Mitarbeiter, die jeweils zu ihren jeweiligen Promotionsthemen schreiben. Aktive Professoren sind allerdings eher selten, die haben andere Prioritäten. Emeritierte und pensionierte Profs dagegen kommen da deutlich häufiger vor.
Dann gibts natürlich noch eine größere Gruppe von Studenten eines Faches, von denen einige beim Sichten eher unangenehm auffallen. Was vermutlich zur schlechten Reputation der Wikipedia beiträgt. Auf die tatsächliche Qualität der Wikipedia haben sie aber weniger Einfluss, als ihre starke Sichtbarkeit und ihr Nerv-Faktor vermuten lassen würde.
Generell ist mir aufgefallen, dass die Qualität in den Geistes- und Politik-Wissenschaften spürbar schlechter zu sein scheint, als in den Naturwissenschaften, was vielleicht damit zusammenhängt, dass dort Fakten schwieriger zu überprüfen sind und Literatur-Quellen widersprüchlicher.
Matthew
Im übrigen findet sich das mittlerweile häufig, dass Begriffe von der englischen Schreibweise auch in anderen Sprachen beeinflusst sind:
So heißt z.B. "Formale Begriffsanalyse" auf Englisch "Formal Concept Analysis", weshalb man im deutschen alternativ auch die Bezeichnung "Formale Konzeptanalyse" findet.
Sprache ist halt immer etwas lebendiges und im Fluss. Da machen Fachtermini keine Ausnahme.
Matthew
Aber wo Du schon nach Übersetzungen in anderen Sprachen fragst:
- Grichisch: Κολονοσκόπηση (Kolonoskopese)
- Finnisch: Kolonoskopia
- Türkisch: Kolonoskopi
- Spanisch: Colonoscopia
- Französich: Coloscopie
- Afrikaans: Kolonoskopie
- Niederländisch: Colonoscopie
- Bosnisch: Kolonoskopija
- Russisch: Колоноскопия (Kolonoskopija)
- Koreanisch: 대장내시경 (Dae Jang Naesi Kyeong)

So, dass muss jetzt reichen!
Matthew
Leo übersetzt Darmspiegelung übrigens ähnlich, aber nicht exakt, wie die Fundstelle von Dorfdepp:
肠镜 [腸鏡] chángjìng [医]. Zum Vergleich:
肠反射
Vielleicht ist der Unterschied dort auch so ähnlich wie "Koloskopie" und Kolonoskopie" ;-)
Panther
Hi Matthew,
du hörst dich ja an wie ein Prof.
Büst du etwa einen? Dann kannste Amos ja noch bannig was lernen. Ober der will ja nich. Denkt dat he allet wissen tut.
Panther
DerDoofe,
wie fühlt sich eine Colonoscopy denn an?

Ich habe dabei nichts gefühlt, weil unter Anästhesie.
Matthew
@panter
Nein, zum Prof hat's bei mir nicht gereicht.
Ich bin Elektroingenieur, habe in der Entwicklung gearbeitet, unter anderem in den Bereichen medizinische Technik und CAM (Computer Aided Manufacturing).
Seit ich im Ruhestand bin, führe ich die Geschäfte eines Vereins, in dem ziemlich viele Profs Mitglied sind. Daher meine Kontakte.
Panther
Danke für die Erklärung. Interessant.

Und danke für "- Afrikaans: Kolonoskopie", es brachte die Erinnerung an wilde Zeiten zurück. Nein, nicht die Kolonoskopie *oh je* sondern die Sprache.

Paul
Matthew
Paul, gerne!
Deine Schilderungen wecken auch immer wieder Erinnerungen an alte Zeiten. Ich bin zwar kein Drucker, aber mein Vater war gelernter Repro-Fotograf (Für die, die mitlesen und nicht vom Fach sind: "Repro" steht für "Reproduktion" und es geht darum, aus einem Dia oder Negativ eine Druckplatte herzustellen bzw. den Bereich einer Druckplatte, mit dem ein Bild gedruckt soll.
In meiner Schul und Studentenzeit habe ich öfter mal in Druckereien ein paar Groschen verdient. Hauptsächlich allerdings Offset und Siebdruck.
Im Beruf habe ich später dann Software für die Seitenmontage entwickelt. Zum Einen text-orientiert für den Zeitungssatz, später bild-orientiert für das Erstellen von Katalogseien.
Panther
*seufz* Matthew,
Den Repro-Fotografen gibt es heute noch genau so wenig wie den Schriftsetzer.
Mit der Erfindung des AppleMac wurde die Druckindustrie revolutioniert zu einem Punkt, dass sie heute nur noch in Fragmenten existiert.

Welche Software hast du denn entwickelt?
Ich habe mit Adobe Pagemaker angefangen, danach bin ich auf QuarkXPress mit Photoshop und Illustrator umgestiegen und heute arbeite ich schon seit einigen Jahren mit Adobe InDesign.

MS Word mag ich nicht, habe es jedoch, weil Kunden mir damit ihre Kunstwerke rüberschicken.
Allerdings ist es unglaublich, was 14-jährige Schüler mit dem Programm anfangen können.
Ich stand in meiner Lehrzeit noch am Schriftkasten mit Bleibuchstaben.

Bei Axel Springer habe ich Buchdrucker gelernt, den Offsetdruck habe ich mir selbst beigebracht.
Und Siebdruck hat viel Spaß gemacht. Man sah nach einigen Stunden aus wie Sau. 🐖
Matthew
@Paul
Das Zeitungssatzprojekt war ein Auftragsprojekt für die Neue Züricher Zeitung.
Ich wüsste nicht, dass das auf dem Markt verfügbar gewesen wäre.
Das müsste so 1986/87 gewesen sein.

Für die Katalogseiten, da lief die Software auf einer speziell dafür entwickelten Hardware und pSOS als Betriebssystem. Man konnte also nur das Gesamtpaket Hardware/Software kaufen. Insgesamt war alles auf Geschwindigkeit gezüchtet und das System hat schneller gebootet, als der (damals noch Röhrenbildschirm) gebraucht hat, bis er ein Bild angezeigt hat.
Das System nannte sich "SMS" (für: Seiten-Montage-System). Entwickelt wurde es von der Firma "Projekt Team Elektronik". Der "Geldgeber" hatte sich "juristisch abgesichert", indem er sich für den Fall eines Konkurses die Rechte am Code hatte zusichern lassen. Er hat das Projekt dann bis zur Marktreife unterstützt und dann mit betrügerischen Schachzügen den Konkurs herbeigeführt und dabei Fakten geschaffen, um sich die Rechte alleine zu sichern. Der Konkursverwalter hat ihn dann nachträglich auf Schadenersatz verklagt und den Prozess auch gewonnen, woraufhin dann auch der "Geldgeber" Konkurs anmelden musste.
Das Produkt ist dadurch kurz nach seinem Erscheinen wieder weg vom Fenster gewesen.
Es wäre sehr überraschend, wenn Du es kennst.
Ca. ein halbes Jahr nach uns kam dann Linotype mit ihrem Produkt auf den Markt, dass eine ähnliche Funktionalität bot, allerdings viel langsamer war.

An die Sauerei beim Siebdruck erinnere ich mich auch noch gut. Wir haben Plastikfolien bedruckt, die sich elektrostatisch aufgeladen haben. Bei normalen Temperaturen ging das halbwegs mit der Farbe, aber bei hohen Temperaturen im Sommer …
Wenn man das Sieb abgehoben hat, hat die Farbe zwischen Sieb und bedruckter Folie spinnweben-feine Fäden gezogen. Aufgrund der statischen Aufladung, wurden die dann irgendwohin angezogen und wenn sich die Ladung ausgeglichen hatte, wieder abgestoßen und die Fäden flogen dann woanders hin. Immer, wo man sie am wenigsten brauchen konnte und haben alles eingesaut
bh_roth
Mit der Erfindung des AppleMac wurde die Druckindustrie revolutioniert?
Paul, ich kenne zwar deine Vorliebe für Apple, aber das erklär mir mal. ich lerne gerne dazu. Wo war da noch gleich die Revolution?
Dorfdepp
@ bh_roth
Es tut mir sehr leid, und ich mache es wirklich ungern, aber bei allen Ressentiments bleibe ich fair und muss Panther Recht geben. DTB (Desktop Publishing) wurde von Apple mit dem Macintosh eingeführt, der als erster PC die graphische Oberfläche dafür hatte. Die IBM-PCs mit DOS/Windows konnten das erst später.
bh_roth
Ich bleibe eigentlich immer fair. Der erste DTP-Rechner war m.M. nach der Atari st 1000, der erste mit grafischer Oberfläche. Aber ich kann mich täuschen. Es geht da um ein paar Monate. Möglich, dass der Atari nach dem Mac kam.
Zombijaeger
bh_roth

Erstens erschien der Atari ST später als der Macintosh. Zum Zweiten war der ST in erster Linie eine Spielekiste. Sicher gab es auch welche, die den für DTP verwendet haben aber kein Vergleich mit dem Macintosh.
Matthew
Sowohl Atari, als auch der Mac basieren auf dem Motorola 68000 Prozessor (zumindest ab etwa Mitte der 80er) und hatten eine grafische Oberfläche.
Ich kenne den Atari fast nur dem Namen nach. Vielleicht hätte er das Zeug gehabt, die Rolle des Mac einzunehmen.
Vielleicht gab es auch auf dem Atari schon vor dem Mac eine Desktop-Publishing Software.
Aber das "Arbeitspferd" als Plattform für Software in den Bereichen Architektur, Druckvorbereitung und ähnlichem wurde dann doch eher der Mac.
Den Atari würde ich jetzt eher mit Sound in Verbindung bringen. Und natürlich mit Spielen.
Ich meine mich zu erinnern, dass Synthesizer-Software häufiger für den Atari entwickelt wurde.
Ich erinnere mich aber, dass auf dem Atari auch Simulationen programmiert wurden.
Ich kann da mit meinen Erinnerungen aber auch schief liegen.
Aber wie gesagt, leistungsfähige Software im grafischen Umfeld, das war vielleicht nicht ausschließlich, aber deutlich ausgeprägter der Mac.
Ich selbst habe bis Mitte der 80er auf PDP-11 und RSX-11 entwickelt und danach auf Hardware auf Grundlage des Motorola 68000 und den Betriebssystemen OS-9, pSOS und Unix, habe das mit Atarai und Mac damals also nicht so hautnah verfolgt.
Matthew
Mit der ursprünglich gestellten Frage Blutgefäßen und deren Farbe, hat der Thread jetzt alllerdings wirklich nichts mehr zu tun ;-)
Panther
bh_roth,
meine Vorliebe für Apple Geräte stammen eben von dem AppleMac her.
Während am PC die Programme Pagemaker und Paint, oder wie das hieß – Programme für Kinder – verfügbar waren, konnte man am AppleMac die Programme QuarkXPress, Photoshop und Illustrator verwenden.
Das sind Programme, die für Menschen außerhalb der Grafischen Industrie vollkommen uninteressant sind, weil ein Laie überhaupt nicht weiß, was er damit anfangen sollte.

Nachdem Adobe mit InDesign QuarkXPress abgelöst hatte, und sowieso schon Photoshop und Illustrator besaß, machten sie diese Programme ebenfalls für PCs verfügbar.

Ich würde dir nicht raten, eines dieser Programme zu kaufen, da du kein professioneller Grafiker bist. Für dich wäre ein iMac ebenfalls rausgeschmissenes Geld, da du keine grafischen Produkte darauf herstellst, die du verkaufen könntest.
Aber das weißt du ja selbst.

Für den Hausgebrauch genügt MS Word vollkommen. Und das gibts auf Macs und PCs.

Und nun zurück zu dem Unvermögen, dass ein Arzt den Unterschied zwischen Arterie und Vene nicht sehen kann.
Panther
Matthew,
sowohl mein iMac als auch mein MacBook Pro haben folgendes: Processor 3.4 GHz intel Core i5.
Kein Motorola.
Von Atari habe ich noch nie gehört.

Dafür weiß ich aber was ein Drop Bear ist.
Matthew
Richtig, Apple verbaut mittlerweile Intel-Prozessoren. Da hat Intel im Verlauf der Jahrzehnte doch ein wenig aufgeholt.
Paul, Deine Rechner sind da aber neueren Datums und stammen nicht mehr aus der Zeit, der Digitalisierung der Druckindustrie.
Damals war die schnörkellose Konstruktion des MC68000 wesentliche Grundlage dafür, leistungsfähige Software zu schreiben. Der wurde im Mac verbaut, allerdings auch im Atari.
Dazu kam, zumindest beim Mac, ein Multitasking-Betriebssystem. Wie das beim Atari war, weiß ich nicht; bei einem Spiele-Computer würde ich es aber vermuten.

Atari ist für die "Atari-Spiele" legendär geworden. Gewissermaßen die erste Spiele-Konsole. Hat aber wegen seiner einfachen Programmierbarkeit (im Vergleich zu damals Intel) und seinem Preis-Leistungsverhältnis, auch Verbreitung überall dort gefunden, wo Software selbst gestrickt wurde. Zudem war seine Sound-Hardware wohl für damalige Verhältnisse bahnbrechend.

Was ein "Drop Bear" ist, hätte ich in der Tat nicht gewusst, aber dank Wikipedia habe ich herausgefunden, dass es ein weitläufiger Verwandter des Wolpertingers ist.

Einen sonnigen Tag!
bh_roth
Danke, Paul, für die Erklärung. Ich hatte eben den Atari in Verdacht, vielleicht, weil ich dieses Teil mal hatte. Und es gab dafür ganz schnell DTP-Software, oder Vektor-orientierte Bildbearbeitungsprogramme. Ich hätte auch googeln können, aber ich verließ mich auf mein Erlebtes.
Panther
oh je, Matthew,
wenn ich mir Albrecht Dürers Wolperdinger Hasen ansehe, wünsche ich mich fast zurück in das Bett meiner Oma am Sonntagmorgen mit ihren Geschichten.
Drop Bears sehen doch viel schrecklicher aus, und einem Bunyip möchtest du schon gar nicht begegnen *grusel*
Panther
Hier noch einmal Dropbear
Panther
und ich danke dir, bh_roth.
Wenn wir uns unsere Erfahrungen austauschen, gefällt mir das tausendmal besser, als irgend ein aufgeblasenes Wissen eines Users, das er von google kopiert hat, und von der Materie keinen Schimmer hat.

Du bist mit PCs "aufgewachsen" ich mit Apple Macintosh.

Wie schön 🎆
bh_roth
Nee, aufgewachsen bin ich mit Texas Instruments TI99/4a, einem Rechner mit für damalige Verhältnisse faszinierendem Prozessor mit 16-Bit-Technologie. Danach C64 (natürlich), und als es IBM gefallen hat, einen neuen Computerbereich zu erfinden, mein erster PC (das war so um 1979), eben der IBM-PC, ohne Festplatte, mit 128kB Speicher, schon aufgerüstet, mit monochromem Monitor und Drucker für schlappe 10.000 DM bei der Metro.
Matthew
Kolonoskopie.
Jetzt habe ich den Pschyrembel wieder gefunden.
Also: "Pschyrembel - Klinisches Wörterbuch" 256. Auflage 1990,Walter de Gruyter, Berlin New York.

Der Hauptartikel steht unter "Koloskopie" auf Seite 877:
Koloskopie (Kol-*; -skopie*) f: syn. Kolonoskopie; endoskop. Untesuchung des Dickdarms ..."
Auf Seite 876 steht der Eintrag: "Kolonoskopie (-skopie*) f: syn. Koloskopie.

Grüße nach Down Under!
Panther
Ich freue mich, dass ich Ansporn war, dich noch einmal mit deinem alten medizinischen Wörterbuch zu befassen. Dort hast du sicher auch noch andere Ausdrücke wieder gefunden, lang vergessen. Mir geht das jedenfalls so.

Das deutsche Wort Kolonoskopie stammt also ab von:

- Afrikaans: Kolonoskopie. Ja, ja, die boere weet.

Hast du denn auch gefunden, was Cystoscopy auf Afrikaans (oder Deutsch) heißt?
Matthew
Auf deutsch heißt das Zystoskopie.
In der Wikipedia in Afrikaans scheint es da keinen Artikel zu zu geben, oder er ist nicht verlinkt.

Den Begriff einfach in der englischen Wikipedia suchen. Auf der linken Seite gibt es ein Menü. Ziemlich weit unten gibt es die Überschrift "In anderen Sprachen" bzw. "Other Languages" oder so ähnlich. Darunter stehen dann die Links zu den entsprechenden Wikipedia-Artikeln in anderen Sprachen.
Weil z.B. in der deutschen Wikipedia eher verwandte Themen in einem Artikel zusammen gefasst werden, in der Englischen aber eher als eigenständige Artikel geschrieben werden, funktioniert das nicht immer eins zu eins. Aber häufig findet man was.