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Nach Rücktritt beim BVB Arsenal-Coach Wenger: "Zirkus um Klopp ist zum Lachen"


Den Medien-Rummel um Jürgen Klopp kann Arsène Wenger nicht verstehen. Dass der BVB-Trainer als sein Nachfolger beim FC Arsenal gehandelt wird, beschäftigt den Franzosen nicht.

Arsenal-Coach Arsène Wenger hat den Medien-Rummel um Jürgen Klopp als "lächerlich" bezeichnet und genervt auf Spekulationen um den Bundesliga-Coach von Borussia Dortmund reagiert. "Ehrlich gesagt, finde ich diesen Zirkus ein bisschen zum Lachen", sagte der Franzose am Donnerstag vor Journalisten. Auf die Frage, ob Klopp ein möglicher Nachfolger von ihm bei den Gunners sein könnte, sagte Wenger: "Ich bin kein Agent, der Trainern einen Job besorgt."

Wenger ist seit 1996 Trainer der Nord-Londoner. Sein Vertrag läuft bis 2017. Der Name von Klopp war in der Vergangenheit immer wieder aufgetaucht, wenn Wenger in die Kritik geraten war. Vor dem FA-Cup-Halbfinale am Samstag gegen Zweitligist FC Reading und nach einem Lauf von neun Siegen nacheinander in der Liga gibt es für die Gunners derzeit keinen Grund, über einen vorzeitigen Trainerwechsel nachzudenken.

Geht Klopp auf die Insel?

Klopp hat sich zu seiner Zukunft noch nicht geäußert. Nach der "Echten Liebe" in Dortmund gibt es für Klopp in Deutschland praktisch nur noch zwei Optionen, die seinen sportlichen Ansprüchen genügen können. Der Trainerposten beim FC Bayern oder der Bundestrainer-Job. In München hat Pep Guardiola einen Vertrag bis 2016 - Fortsetzung ungewiss. Aber Sportdirektor Matthias Sammer dürfte kein größeres Interesse an einer Verpflichtung seines Verbal-Feindes verspüren, der ihn einst sinngemäß als Frühstücksdirektor verspottete. Beim DFB hat Joachim Löw gerade erst bis 2018 verlängert. Auf einen Abschied des Weltmeister-Trainers nach der EM 2016 zu setzen, wäre echtes Vabanquespiel von Klopp.

Auf der Insel gilt Klopp schon lange als heißester Trainer des Kontinents. Beim FC Chelsea (José Mourinho) und bei Manchester United (Louis van Gaal) und Arsenal (Wenger) sind die Posten allerdings belegt. Aber bei Manchester City steht Manuel Pellegrini nach einer enttäuschenden Saison vor der Ablösung. Das wäre für Klopp eine Option, obwohl das in Dortmund kultivierte Pöhler-Image wenig mit dem von Scheichs alimentierten Neu-Reichen-Club vereinbar wäre. Bei den Skyblues werden zudem auch der argentinische Ex-Nationalcoach Alex Sabella sowie Real-Trainer Carlo Ancelotti gehandelt.

tob/DPA DPA

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