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Inflation Argentinien stoppt Ausfuhr von Rindfleisch für 30 Tage

Rinder auf einer Weide.
Rindfleisch ist in Argentinien sehr beliebt: Im Durchschnitt verspeist jeder Bürger 38 Kilogramm Rind im Jahr (Symbolbild).
© Andreas Franke / Picture Alliance
Aufgrund hoher Inflationsraten stoppt Argentinien die Ausfuhr seines weltweit berühmten Rindfleisches. Durch den Exportstopp soll der rasante Preisanstieg auf dem eigenen Markt abgeschwächt werden. 

Die Ausfuhr von Argentiniens berühmten Rindfleisch wird für einen Monat gestoppt. Die Regierung verfolgt damit das Ziel, den Preisanstieg für das Fleisch im eigenen Land zu bremsen. Argentinien hat aktuell eine der höchsten Inflationsraten der Welt, die Preise stiegen im April im Vorjahresvergleich um 46,3 Prozent. 

Rindfleischindustrie protestiert gegen den Exportstopp

Präsident Alberto Fernández äußerte sich am Sonntagabend im Fernsehen besorgt: Der Preisanstieg sei "nicht erklärbar", es gebe keinen wirklichen Grund dafür, "außer den Anstieg des Konsums im März und April". Die Fleischindustrie protestierte gegen die "verheerende Maßnahme" des Exportstopps. Vom 20. bis 28. Mai soll überhaupt kein Rindfleisch mehr verkauft werden, kündigte der Agrarverband CRA am Dienstag an. Durch die Proteste droht eine Verknappung, die Preise in der Folge weiter steigen lassen würde. 

Die Argentinier sind Rindfleischliebhaber: Ihr Konsum lag 2019 laut der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) bei 38 Kilogramm pro Kopf und Jahr. Damit lagen sie an erster Stelle weltweit, weit vor den US-Bürgern mit 26 Kilogramm pro Kopf auf Platz zwei. Gleichzeitig ist das Land einer der größten Exporteure von Rindfleisch weltweit. Im vergangenen Jahr führte Argentinien Rindfleisch und Rindsleder im Wert von umgerechnet 2,8 Milliarden Euro aus, vor allem nach China, Deutschland und Israel. 

Sehen Sie in diesem Video: Normale Pizza kann jeder. Aber diese leckere Rindfleisch-Pizza wird mit Sweet-Chili- und Hoisinsauce zubereitet und hat somit einen herrlichen asiatischen Touch. Unbedingt ausprobieren!

jus AFP

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