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Algarve "Grüner Goldrausch": Anwohner und Avocado-Bauern kämpfen um den letzten Tropfen Wasser

Sehen Sie im Video: Anwohner und Avocado-Bauern kämpfen an der Algarve um den letzten Tropfen Wasser.




Wem gehört das Wasser und wer darf es nutzen? Diese Frage sorgt derzeit in der portugiesischen Region Algarve für Streit. In den vergangenen Jahren wurden dort etwa 1600 Hektar an Avocado-Plantagen angelegt. Für die Bewässerung werden jeden Tag 12 Millionen Liter Wasser verbraucht - und das in einer Region, die schon jetzt extrem unter der Trockenheit leidet. Viele Anwohner sorgen sich, auch dieser Brite. O-TON RICHARD ALAN, BAUER: "Das Grundwasser ist weg, es wurde verwendet, um die Avocados zu bewässern oder ist verdunstet, eines von beiden. Es ist nicht mehr verfügbar für uns, obwohl wir erwartet haben, dass es für unseren täglichen Bedarf verwenden können." Früher wurden in der Region Mandeln, Oliven, Orangen und Feigen angebaut. Für ein Kilo Orangen bekommt ein Bauer 50 Cent. Ein Kilo Avocados bringt hingegen 2,20 Euro. Ein lohnendes Geschäft. Auch dieser Mann baut nun Avocados an. O-TON JOSE CAMPOS, AVOCADO-PRODUZENT: "Es ist beliebt, es ist „Grünes Gold". Es gibt aber auch Probleme hier, die schon lange bekannt sind, das Wasser zum Beispiel." Wie lange der grüne Goldrausch anhält ist jedoch ungewiss. Dieser Wasserspeicher ist nur fast leer , auch der Grundwasserspiegel ist deutlich abgesunken. Die Anwohner haben nun eine Initiative gegründet, um sich gegen die durstigen Plantagen zu wehren. Sie wollen den Anbau zu stoppen, bevor sich ihre Heimat in eine Wüste verwandelt.
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In den vergangenen Jahren wurden an der portugiesischen Algarve etwa 1600 Hektar an Avocado-Plantagen angelegt. Für die Bewässerung werden jeden Tag 12 Millionen Liter Wasser verbraucht. Das sorgt für Streit in einer Region, die schon jetzt extrem unter Trockenheit leidet.

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