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Proteste gegen Lukaschenko Belarussische Polizei setzt Journalisten fest

In Belarus dauern die Proteste gegen Machthaber Alexander Lukaschenko an. In der Hauptstadt Minsk haben am Donnerstag Hunderte Regierungsgegner protestiert. Dabei hat die Polizei einem Augenzeugenbericht zufolge rund 20 Journalisten festgenommen, die über die Demonstration berichten wollten. Das Innenministerium teilte mit, man habe die Presse-Akkreditierungen überprüft und alle Journalisten mit offizieller Anmeldung gehen lassen. Die Behörde bestritt, dass die Journalisten verhaftet worden seien. Unterdessen hat Bundeskanzlerin Angela Merkel Russland aufgefordert, die Souveränität von Belarus zu respektieren. Die Menschen dort müssten ihren eigenen Weg gehen können, sagte Merkel am Freitag bei ihrer Sommer-Pressekonferenz in Berlin. "Kräfte, die jetzt mutig auf die Straße gegangen sind, die Menschen, die Missstände benannt haben, dass sie das an Freiheitsmöglichkeiten haben, was wir für uns als selbstverständlich annehmen können: Demonstrationsfreiheit, Meinungsfreiheit, für all das muss gekämpft werden in Weißrussland, und das ist das Anliegen der Menschen. Und das sollen sie eigenständig, ohne Einmischung von außen - aus jeder Richtung - auch realisieren können. Das ist unser Wunsch." Hintergrund der Proteste in Belarus sind die Wahlen vom 9. August, bei denen sich Lukaschenko zum klaren Sieger erklärt hatte. Die Opposition wirft dem seit 1994 autoritär regierenden Präsidenten Wahlbetrug vor.
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Bundeskanzlerin Merkel hat Russland zur Nichteinmischung in Belarus aufgefordert.

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