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News von heute Bremer Amtsgericht eröffnet Insolvenzverfahren gegen Greensill Bank

News von heute: Bremer Amtsgericht eröffnet Insolvenzverfahren gegen Greensill Bank
Die News von heute im stern-Ticker.

Inhaltsverzeichnis

Die News von heute im stern-Ticker: 

21.15 Uhr: Trotz Kritik: Britisches Unterhaus stimmt für umstrittenes Polizeigesetz

Trotz Protesten und heftiger Kritik aus der Opposition hat das britische Unterhaus in London in zweiter Lesung mehrheitlich für das neue Polizeigesetz (Police, Crime, Sentencing and Courts Bill) der Regierung gestimmt. Der Gesetzentwurf sieht unter anderem vor, dass auch friedliche Demonstrationen künftig von der Polizei stärker als bisher eingeschränkt werden dürfen, wenn sie wegen Lärms oder aus anderen Gründen beispielsweise "die Öffentlichkeit einschüchtern" oder "schweres Missbehagen" auslösen. Oppositionsabgeordnete hatten das Gesetz als Ausdruck eines "Hangs zum Autoritarismus" der Regierung kritisiert. Hunderte Menschen hatten am Montagabend dagegen vor dem Parlamentsgebäude in London demonstriert. Das Gesetzesvorhaben kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Polizei wegen ihres harten Einsatzes bei einer Mahnwache am Wochenende schwer in der Kritik steht.

21.10 Uhr: Kleinflugzeug stürzt ab - Pilot stirbt

Beim Absturz eines Kleinflugzeuges auf dem Gelände eines Kindergartens in Bayern ist der Pilot ums Leben gekommen. Der 64-Jährige sei im komplett zerstörten Wrack gestorben, teilte die Polizei mit. Das einmotorige Kleinflugzeug sei am Nachmittag im Außenbereich des Kindergartens von Burg Feuerstein in Ebermannstadt abgestürzt. Warum, war zunächst unklar - Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft Bamberg ermitteln. Die Unfallaufnahme und Bergung des Wracks dauerten am Abend an. Ein Polizeihubschrauber unterstützte aus der Luft, hieß es. Auch ein Sachverständiger der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung sollte hinzugezogen werden.

20.53 Uhr: Belgische Clubs für gemeinsame Liga mit den Niederlanden

Die belgischen Fußball-Clubs haben sich für eine BeNeLeague mit den Niederlanden ausgesprochen. Das teilte die ProLeague mit. Im Gespräch ist eine gemeinsame Liga mit den zehn besten niederländischen Vereinen und den acht Top-Clubs aus Belgien. Hintergrund der Überlegungen ist, für mehr wirtschaftliche Stabilität zu sorgen. So wäre eine Liga mit Clubs wie Ajax Amsterdam, PSV Eindhoven und Feyenoord Rotterdam sowie RSC Anderlecht, FC Brügge und Standard Lüttich auch international attraktiver.

20.45 Uhr: Antilopenkuh büxt aus Zirkus aus - und wird wieder eingefangen

Eine 160 Kilogramm schwere Antilope ist aus einem Zirkus in Darmstadt ausgebüxt. Verkehrsteilnehmer beobachteten das Tier erstmals gegen 18.30 Uhr im Bereich des Rhönrings, wie das Polizeipräsidium Südhessen mitteilte. Später tauchte die Antilopenkuh auf Bahngleisen auf - die Bundespolizei musste die Strecke vorübergehend komplett sperren. "Das Tier ist eingefangen", berichtete ein Polizeisprecher wenig später. Es sollte noch am selben Abend zum Zirkus zurückgebracht werden.

20.27 Uhr: Ein Toter und zwei Verletzte bei Hubschrauberabsturz in Schweden

Bei einem Hubschrauberabsturz in Schweden ist ein Mann ums Leben gekommen. Zwei weitere Personen seien nach dem Unglück mit Verletzungen ins Krankenhaus gebracht worden, teilte die zuständige Polizei mit. Wie schwer sie verletzt wurden, sei bislang unklar. Augenzeugen hatten am Vormittag gesehen, wie der Hubschrauber in der Gemeinde Leksand rund 250 Kilometer nordwestlich von Stockholm in einen Wald stürzte. Die Rettungskräfte hätten den Unglücksort relativ schnell gefunden. Wie es zu dem Unglück kam, war am Abend noch nicht bekannt.

19.28 Uhr: US-Regierung rechnet mit Verschärfung der Lage an der Südgrenze

Die US-Regierung bereitet sich auf weiter deutlich steigende Zahlen von Migranten vor allem aus Zentralamerika an der Grenze der Vereinigten Staaten zu Mexiko vor. Die Zahlen entwickelten sich dahingehend, dass sie die der vergangenen 20 Jahre übertreffen könnten, teilte US-Heimatschutzminister Alejandro Mayorkas mit. Die Lage an der Südgrenze sei "schwierig". US-Präsident Joe Biden sagte, er habe bislang keine Pläne, die Grenzregion zu besuchen. Die Republikaner werfen dem demokratischen Präsidenten vor, mit seiner liberaleren Migrationspolitik eine Krise an der Südgrenze der USA ausgelöst zu haben.

19.26 Uhr: Europäischer Gerichtshof entscheidet über Leimrutenjagd auf Vögel in Südfrankreich

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg entscheidet am Mittwoch über die Leimrutenjagd in Südfrankreich. Diese Praxis, bei der Vögel mithilfe von mit Kleber bestrichenen Zweigen gefangen werden, ist in der Europäischen Union verboten - außer in Teilen Frankreichs. Dagegen klagen zwei Tierschutzvereinigungen. Der französische Staatsrat fragte den EuGH, ob die Regelung mit dem europäischen Vogelschutz vereinbar sei. In ihren Schlussanträgen argumentierte die zuständige Generalwanwältin, dass die traditionelle Jagdmethode erlaubt bleiben könnte, wenn sie "erhebliches kulturelles Gewicht" habe. Das Gericht muss ihr in seinem Urteil nicht folgen, tut dies aber oft.

19.25 Uhr: Bundesverwaltungsgericht verhandelt über Neuerteilung von Führerschein nach Alkoholfahrt

Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig verhandelt am Mittwoch über die Neuerteilung eines Führerscheins nach einer Trunkenheitsfahrt. Der Kläger fuhr 2016 betrunken Auto, weshalb ihm die Fahrerlaubnis zunächst entzogen wurde. Als er nach der Sperrfrist die Neuerteilung beantragte, forderte die Stadt Kassel ein medizinisch-psychologisches Gutachten (MPU), das der Mann nicht vorlegte. Gegen die daraus folgende Ablehnung seines Antrags zog er vor Gericht. Das Verwaltungsgericht wies seine Klage unter anderem deswegen ab, weil er bei seiner Trunkenheitsfahrt trotz 1,3 Promille keine Ausfallerscheinungen gezeigt hatte. Der hessische Verwaltungsgerichtshof änderte dieses Urteil ab und verpflichtete die Stadt Kassel, die Fahrerlaubnis ohne MPU zu erteilen, wenn die sonstigen Voraussetzungen erfüllt seien. Dagegen legte die Stadt Revision ein.

19.16 Uhr: Elliot Page als erster Transgender-Mann auf dem "Time"-Titelbild

Der kanadische Schauspieler Elliot Page ist als erster Transgender-Mann auf dem Titel des "Time"-Magazins abgebildet. Das Magazin werde ab Freitag verkauft, teilten die Herausgeber des US-Magazins mit. "Ich bin komplett der, der ich bin", wird Page auf dem Cover zitiert. Vor einigen Jahren war bereits die Schauspielerin Laverne Cox als erste Transgender-Frau auf dem "Time"-Titelbild zu sehen. Page, 2007 mit dem Film "Juno" berühmt geworden, hatte im Dezember verkündet, von nun an mit dem Namen Elliot leben zu wollen. Im "Time"-Interview sprach Page von einem "Gefühl von wahrer Aufregung und tiefer Dankbarkeit, es zu diesem Punkt in meinem Leben geschafft zu haben, gemischt mit viel Angst und Sorge".

17.36 Uhr: Nach Wahldesaster: CDU-Spitzenkandidatin zieht sich zurück

Die bei der baden-württembergischen Landtagswahl unterlegene CDU-Spitzenkandidatin Susanne Eisenmann will sich zum Ende der Legislaturperiode aus der Politik zurückziehen. Das bestätigte ihr Sprecher am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatte die "Stuttgarter Zeitung" berichtet, dass sie für kein Regierungsamt mehr zur Verfügung stehe, sollte die CDU erneut mit den Grünen in Baden-Württemberg koalieren.

Eisenmann sprach bereits am Wahlabend von einem "enttäuschenden und desaströses Wahlergebnis". Die 56-jährige betonte am Sonntagabend, dass sie Verantwortung übernehmen werde und keine führende Rolle in der Partei mehr anstreben wolle.

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17.26 Uhr: Joachim Löw: Spielverlegung wegen Corona "entbehrt jeglicher Logik"

Eine Verlegung von Fußball-Länderspielen wegen der Reisebeschränkungen durch die Corona-Pandemie kommt für Bundestrainer Joachim Löw und den Deutschen Fußball-Bund (DFB) nicht in Frage. "Wir haben gesagt, die Länderspiele verlegen wir nicht irgendwo hin, nach Budapest oder so etwas, weil das macht für uns jetzt auch wenig Sinn", sagte der 61-Jährige der RTL/ntv-Redaktion. Zuletzt fanden acht Spiele der Champions League an neutralen Orten statt.

16.28 Uhr: Amtsgericht eröffnet Insolvenzverfahren gegen Greensill Bank

Das Amtsgericht Bremen hat auf Antrag der deutschen Finanzaufsicht Bafin das Insolvenzverfahren für die in Turbulenzen geratene Greensill Bank AG eröffnet. Ein entsprechender Beschluss sei am Dienstag ergangen, teilte das Gericht mit. Zum Insolvenzverwalter sei Rechtsanwalt Michael C. Frege in Hamburg bestellt worden. Der Insolvenzantrag war am Montagabend gestellt worden. Die Bafin hatte die Bremer Tochter des britisch-australischen Finanzkonglomerats Greensill Anfang März bereits für den Kundenverkehr geschlossen.

16.13 Uhr: Schülerinnen ertappen Voyeur in Schultoilette

Mehrere Schülerinnen einer Aachener Berufsschule haben einen 21 Jahre alten Mann dabei erwischt, wie er sie auf ihrer Schultoilette beobachtete und mit dem Handy fotografierte. Als die jungen Frauen ihn zur Rede stellten, wollte der Voyeur flüchten. Doch die Schülerinnen konnten ihn bis zum Eintreffen der Beamten festhalten, wie die Polizei mitteilte. Der Mann aus Würselen hatte sich den Angaben zufolge am Montagmorgen in einer Toilettenkabine eingeschlossen, um die Frauen von dort abzulichten, sich aber laut der Zeuginnen durch "nicht damentypisches Schuhwerk" verraten. Sein Handy wurde sichergestellt und seine Wohnung durchsucht. Er muss sich nun wegen mehrfacher Verletzung von Persönlichkeitsrechten durch Bildaufnahmen strafrechtlich verantworten.

16.09 Uhr: Urteil zu Bund-Gesundheitsportal: Google legt Berufung ein

Der US-Konzern Google wehrt sich in Deutschland gegen das vorläufige Verbot einer Zusammenarbeit mit der Bundesregierung bei einem Online-Gesundheitsportal. Das Oberlandesgericht München bestätigte am Dienstag auf Anfrage der "Deutschen Presse-Agentur", dass Google gegen ein entsprechendes Urteil Berufung eingelegt habe. Das Unternehmen selbst war trotz mehrmaliger Anfrage für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Kern des Rechtsstreits: Bei Google-Suchanfragen zu Krankheiten oder Beschwerden wurde bei den Ergebnissen eine Infobox des Portals "gesund.bund.de" prominent angezeigt, das vom Gesundheitsministerium unter Ressortchef Jens Spahn (CDU) verantwortet wird. Medienhäuser befürchten dadurch Nachteile, weil sie im Internet ebenfalls Gesundheitsportale betreiben.

15.46: Todeserklärung für verschwundenen Tengelmann-Chef rückt näher

Der seit April 2018 verschollene Tengelmann-Chef Karl-Erivan Haub könnte im Mai für tot erklärt werden. Das Amtsgericht Köln erließ auf Antrag von Ehefrau und Kindern des verschwundenen Milliardärs, seines Bruders Christian und zweier Familienunternehmen das Aufgebot im sogenannten Todeserklärungsverfahren, wie eine Justizsprecherin mitteilte.

Karl-Erivan Haub, einer der reichsten Deutschen, war am 7. April 2018 in den Schweizer Alpen allein zu einer Skitour aufgebrochen und nicht zurückgekehrt. Die Familie geht davon aus, dass er am Klein Matterhorn bei Zermatt tödlich verunglückte. In der Unternehmensgruppe Tengelmann hatte daraufhin sein jüngerer Bruder Christian die alleinige Geschäftsführung übernommen. Er, sein Bruder Georg und die Familienunternehmen hatten bereits im Oktober beantragt, den Verschollenen für tot erklären zu lassen. Georg Haub hatte seinen Antrag allerdings Mitte Januar zurückgezogen.

15.21 Uhr: Moskau fordert Twitter dazu auf "illegale" Inhalte zu löschen

Die russischen Behörden haben dem US-Kurzbotschaftendienst Twitter eine Frist zur Löschung von Inhalten gesetzt, die sie als "illegal" bezeichnen. Bislang habe das US-Unternehmen "nicht in entsprechender Weise auf unsere Forderungen reagiert", sagte der stellvertretende Leiter der russischen Medienaufsichtsbehörde Roskomnadsor, Wadim Subbotin, der Nachrichtenagentur "Tass". "Wenn das so weitergeht, wird es in einem Monat blockiert."

Moskau hatte Twitter bereits in der vergangenen Woche verwarnt und die Geschwindigkeit bei der Nutzung des Onlinedienstes in Russland verringert. Begründet wurde dies damit, dass Twitter Aufrufe zum Suizid für Minderjährige, zur Pädophilie und zum Drogengebrauch verbreitet habe. Die russischen Behörden forderten Twitter zum Löschen von 3100 Beiträgen auf - und erhielten darauf nach eigenen Angaben keine Antwort.

14.13 Uhr: Fünf Frauen und ein Kind bei Anschlag auf Bus in Afghanistan getötet 

Bei einem Bombenanschlag auf einen Bus in Afghanistan sind fünf Frauen und ein Mädchen getötet worden. Der Bus mit Ministeriumsmitarbeitern sei am Montag im abendlichen Berufsverkehr in der Hauptstadt Kabul unterwegs gewesen, als der Sprengsatz explodierte, teilten Behördenvertreter mit. Es gab zunächst unterschiedliche Angaben zur Zahl der Opfer. Ein Sprecher des Telekommunikationsministeriums, für das die Frauen arbeiteten, sprach von fünf Toten und 17 Verletzten. Bisher bekannte sich niemand zu dem Anschlag.

14.06 Uhr: Laschet will künftige Bundesregierung hälftig mit Frauen besetzen 

CDU-Chef Armin Laschet will im Falle eines Wahlsieges bei der Bundestagswahl die Hälfte der Kabinettsposten mit Frauen besetzen. "Parität im nächsten Bundeskabinett – das ist mein Ziel", sagte Laschet am Montagabend bei einer Veranstaltung der Wochenzeitung "Die Zeit". Die CDU sei in der Pflicht, hierbei ihren Anteil zu leisten, sagte Laschet.

Prinzipiell halte er es für wichtig, dass sich auch Männer den Feminismus zum Thema machten und für "die Gleichstellung von Männern und Frauen, für Parität und für Frauen in machtvollen Positionen" kämpften, sagte Laschet. Der CDU-Chef hat sich bislang allerdings noch nicht dazu erklärt, ob er als Kanzlerkandidat in den Wahlkampf zieht. Als weiterer Anwärter in der Union gilt CSU-Chef Markus Söder.  

13.35 Uhr: Deutschland und Dänemark erklären sich gegenseitig die Freundschaft

Deutschland und sein nördlichster Nachbar Dänemark haben eine gemeinsame Freundschaftserklärung vereinbart. "Wir wollen unsere freundschaftlichen Beziehungen gemeinsam weiterentwickeln und künftig politisch, wirtschaftlich und kulturell noch enger zusammenarbeiten", erklärte Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) nach einem Online-Treffen mit dem dänischen Außenminister Jeppe Kofod sowie mehreren Schülerbotschafterinnen und -botschaftern aus der Grenzregion. Unter anderem wollen die beiden Nachbarn laut Maas ihre Kooperation bei den erneuerbaren Energien, beim Umweltschutz und in der Entwicklungsarbeit weiter ausbauen.

13.24 Uhr: Belgier verklagen ihr Land wegen Untätigkeit gegen Klimawandel

In Belgien muss sich der Staat infolge einer Klage von rund 60.000 Bürgern vor Gericht für seine Klimapolitik rechtfertigen. Die Kläger werfen den belgischen Behörden in dem in Brüssel eröffneten Verfahren vor, ihre Klimaziele im Rahmen des Pariser Klimaschutzabkommens verfehlt zu haben. Sie wollen so gerichtlich durchsetzen, dass "die nötigen Maßnahmen" für den Klimaschutz getroffen werden.

12.55 Uhr: Großbritannien will Atomwaffenarsenal vergrößern

Im Rahmen einer strategischen Neuausrichtung der Außen- und Verteidigungspolitik will die britische Regierung das  Atomwaffen-Arsenals des Landes deutlich ausbauen. Die Zahl der nuklearen Sprengköpfe soll von 180 auf  260 erhöht werden, wie aus einem in London vorgelegten Bericht zu einer umfassenden Neuausrichtung der Sicherheits-, Verteidigungs- und Außenpolitik hervorgeht. 

Die Kampagne zur nuklearen Abrüstung (CND) nannte einen Ausbau des britischen Atomarsenals "schockierend", besonders angesichts der drängenden Probleme durch die Corona- und die Klimakrise. "Wir wollen nicht mehr Nuklearwaffen. Wir wollen gar keine", erklärte die Organisation, nachdem Einzelheiten aus dem Bericht bereits zuvor in Medien durchgesickert waren. Die Geschäftsführerin der Internationalen Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (Ican), Beatrice Fihn, warf der Regierung in London vor, ein "neues atomares Wettrüsten" zu befeuern.

12.54 Uhr: US-Rechtspopulist Bannon darf keine Akademie in Italien betreiben

Der frühere Chefstratege von Ex-US-Präsident Donald Trump, Steve Bannon, ist mit seinem Plan gescheitert, ein altes Kloster unweit von Rom in eine Akademie für Rechtspopulisten zu verwandeln. Der 67-Jährige verlor einen entscheidenden Rechtsstreit, wie italienische Medien berichteten. Demnach hob der Staatsrat ein Urteil in dem seit Jahren dauernden Verfahren auf. Als Folge können Bannon und seine Partner nicht wie geplant in das Kloster rund 100 Kilometer südöstlich von Rom einziehen.

Bannon bezeichnete das Urteil in einer Erklärung als Witz, wie US-Medien berichteten. Es bringe weitere Schande über Italiens Justiz. Er habe die Absicht, das Urteil anzufechten, und zu gewinnen.

12.24 Uhr: Acht Festnahmen in Londoner Prostitutions-Szene

Bei Durchsuchungen in der Londoner Prostitutions-Szene sind acht Verdächtige festgenommen worden. Die sechs Männer und zwei Frauen würden der illegalen gewerbsmäßigen Prostitution sowie des Menschenschmuggels verdächtigt, wie die Metropolitan Police mitteilte. Die Durchsuchungen seien Teil einer Ermittlung gewesen, die sich um die Verschleppung chinesischer Frauen nach Großbritannien drehe, die dort sexuell ausgebeutet würden. Die Ermittler würden nun Beweismittel auswerten, hieß es.

12.19 Uhr: Nachts mehr Licht für Frauen

Die Vorsitzende des Vereins "Heimwegtelefon", Conny Vogt, hat für die Nacht mehr Licht auf den Straßen für den Schutz von Frauen gefordert. "Was uns tatsächlich fehlt, ist Licht in der Nacht", sagte Vogt der "Deutschen Presse-Agentur". Es gebe zwei Möglichkeiten, "eine ganz simple Methode wäre, die Straßenlaternen entweder nicht nachts auszuschalten". Oder "man könnte die Lampen natürlich auch mit Bewegungsmeldern ausstatten, sodass wenn Frauen dort lang gehen, (sie) eben im Licht gehen und eben auch merken würden wenn jemand käme. Dann würde dort nämlich auch das Licht angehen."

12.14 Uhr: Katholisches Homosexuellenkommitee greift Vatikan scharf an

Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender (LSBT) in der katholischen Kirche haben mit Empörung auf das Nein des Vatikans zur Segnung gleichgeschlechtlicher Paare reagiert. Die entsprechende Note der Glaubenskongregation "rückt gleichgeschlechtliche Liebesbeziehungen in den Kontext von Sünde und fordert homosexuelle Menschen auf, ihre sexuelle Orientierung zu unterdrücken", kritisierte das katholische LSBT-Komitee.

"Die Glaubenskongregation verspielt damit die vermutlich letzte Chance, weltweit menschenfreundlich und ethisch anschlussfähig zu bleiben", erklärte das Komitee. Dabei zeigten die Erfahrungen der vergangenen Jahre, dass Mitglieder der katholischen Kirche "vielerorts nicht mehr dazu bereit sind, gleichgeschlechtliche Beziehungen als Sünde zu diffamieren, dass Segensfeiern bereits Teil 'inoffizieller' kirchlicher Praxis sind und dass die immer wieder beschworene biblische Verurteilung homosexueller Beziehungen theologisch nicht mehr haltbar ist".

11.46 Uhr: EuGH-Gutachten: Pilotenstreik kein Grund für Entschädigung

Wenn ein Flug wegen eines Streiks gestrichen wird oder deutlich zu spät ist, hat der Kunde unter Umständen keinen Anspruch auf Entschädigung. Eine Fluggesellschaft könne von einer Entschädigungspflicht befreit sein, wenn sie „alle zumutbaren Maßnahmen ergriffen habe, um die Annullierung oder große Verspätung eines Flugs zu verhindern“, argumentiert EuGH-Generalanwalt Priit Pikamäe in einem am Dienstag veröffentlichten Gutachten. Ein Streik, der nicht auf eine vorherige Entscheidung des Unternehmens, sondern auf Forderungen der Arbeitnehmer zurückzuführen sei, stelle einen „außergewöhnlichen Umstand“ dar. Ein EuGH-Gutachten ist für die Luxemburger Richter nicht bindend, häufig folgen sie ihm aber.

11.38 Uhr: Prinz Philip verlässt Krankenhaus nach Herz-OP

Der britische Prinz Philip hat nach etwa einmonatiger Behandlung seinen Krankenhausaufenthalt beendet. Der 99 Jahre alte Ehemann von Königin Elizabeth II. verließ am Dienstag die Klinik im Zentrum von London, wie ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Philip war am 16. Februar ins König-Edward-VII.-Krankenhaus eingeliefert und nach seiner Verlegung in die St.-Bartholomew's-Klinik Anfang März erfolgreich am Herzen operiert worden.

11.15 Uhr: Auto fährt in Leipzig in Menschenmenge - zwei Tote

Ein Autofahrer ist in Leipzig in eine Menschengruppe gefahren. Nach derzeitigem Stand gibt es zwei Tote und zwei Verletzte, wie die Polizei mitteilte. Es werde von einem Verkehrsunfall ausgegangen. Die Umstände, warum der 50 Jahre alte Fahrer in die Gruppe gefahren war, sind noch unklar. Der Fahrer befindet sich derzeit in polizeilicher Obhut. Die Identität der Opfer ist noch unklar.

11.00 Uhr: Tui verdoppelt Mallorca-Flüge zu Ostern

Trotz Aufrufen aus der Politik, auf nicht notwendige Reisen zu verzichten, ist die Nachfrage nach Osterurlauben auf Mallorca groß. Der Reisekonzern Tui hat in den vergangenen Tagen nach eigenen Angaben doppelt so viele Mallorca-Buchungen verzeichnet wie im gleichen Zeitraum 2019, vor der Corona-Pandemie. WWir haben uns daher entschieden, das Angebot für die Osterferien zu verdoppeln und bieten jetzt über 300 Hin- und Rückflüge an", teilte der Geschäftsführer von Tui Deutschland, Marek Andryszak, mit. Die ersten Tuifly-Flüge sollen am 21. März in Hannover, Düsseldorf, Frankfurt und neuerdings Stuttgart abheben. Vom 26. März an steuert Tuifly die Baleareninsel nun auch von München aus an. Der Reiseveranstalter weitet außerdem sein Hotelangebot auf Mallorca aus.

10.34 Uhr: Nokia plant bis zu 10.000 Stellen zu streichen

Der finnische Netzwerkausrüster Nokia will in den kommenden Jahren 5000 bis 10.000 Stellen streichen. Nokia wolle in diesem Zeitraum 600 Millionen Euro einsparen, wie Konzernchef Pekka Lundmark mitteilte. Die geplante Umstrukturierung soll demnach in 18 bis 24 Monaten zu einem "Unternehmen mit 80.000 bis 85.000 Beschäftigten" führen - derzeit hat Nokia etwa 90.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

10.33 Uhr: Tauber zieht sich aus gesundheitlichen Gründen aus der Politik zurück

Der CDU-Politiker Peter Tauber legt krankheitsbedingt zu Ostern seinen Staatssekretärsposten im Bundesverteidigungsministerium nieder und will "zeitnah" auch aus dem Bundestag ausscheiden. Nach seiner Ankündigung im vergangenen Oktober, nicht wieder für den Bundestag zu kandidieren, habe er sich nun entschieden, "konsequent zu sein und auf mich selbst zu hören".

Daher verlasse er die Berliner Politik nicht erst mit der Bundestagswahl im Herbst. Dass er zu Ostern sein Amt als Parlamentarischer Staatssekretär niederlege, habe er mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (beide CDU)  besprochen.

10.33 Uhr: Frankreich will Minderjährige besser gegen sexuellen Missbrauch schützen

In Frankreich sollen Minderjährige besser vor sexuellem Missbrauch und Inzest geschützt werden. Die Pariser Nationalversammlung stimmte in erster Lesung für eine Gesetzesnovelle, die bei einer Vergewaltigung eines Kindes oder Jugendlichen bis zu 20 Jahre Haft für Täter vorsieht.

Der von der Regierung unterstützte Gesetzentwurf sieht zudem ein allgemeines Schutzalter von 15 Jahren vor; bei Fällen von Inzest soll es bei 18 Jahren liegen. Unter diesem Alter kann es juristisch keinen einvernehmlichen Sex geben. Bereits im Februar hatte sich das Parlament für ein solches Schutzalter ausgesprochen.

10.00 Uhr: Deutschland hält Klimaziele 2020 ein

Deutschland hat sein Klimaschutzziel für das Jahr 2020 leicht übertroffen - auch infolge der Pandemie. Das geht aus den Emissionsdaten hervor, die das Umweltbundesamt (UBA) erstmals auf Grundlage des Klimaschutzgesetzes von 2019 präsentiert hat. Demnach emittierte Deutschland im vergangenen Jahr knapp 739 Millionen Tonnen Treibhausgase - und damit rund 70 Millionen Tonnen weniger als im Jahr 2019 (minus 8,7 Prozent). Im Vergleich zu 1990 sanken die Emissionen um 40,8 Prozent. Ziel war ein Gesamtrückgang um 40 Prozent. Nach UBA-Angaben handelt es sich um den größten jährlichen Rückgang seit dem Jahr der deutschen Einheit. Das Umweltbundesamt geht davon aus, dass gut ein Drittel der Minderungen auf die Folgen der Corona-Pandemie zurückzuführen sind.

9.39 Uhr: Hohe Geldstrafen für feiernde Erasmus-Studenten

Sie versteckten sich in Schränken und unter Betten: Für eine verbotene Party während des Corona-Lockdowns in der griechischen Hafenstadt Thessaloniki müssen 14 französische Erasmus-Studenten insgesamt 6900 Euro Strafe zahlen. Zuvor hatten Anwohner in der Nacht zum Dienstag wegen Partylärms in einem Haus im Zentrum der Stadt die Polizei verständigt, wie das Online-Portal "Thestival" berichtete.

9.34 Uhr: Messanger-Dienst "Signal" funktioniert in China nicht mehr

Die App, die als alternative zu Whatsapp bekannt ist, konnte am Dienstag von China aus nicht mehr aufgerufen werden. Nur mit einem speziellen VPN-Tunnel, mit dem Chinas "Große Firewall" umgangen werden kann, war es noch möglich, über "Signal" Nachrichten zu empfangen. Ein Grund für die Sperrung war nicht bekannt. "Signal" teilt damit das Schicksal von Google, Twitter, Youtube, Facebook, Whatsapp und anderen Internet-Plattformen, die in China nicht erreicht werden können. Auch sind zahlreiche ausländische Medien wie die "New York Times" oder chinakritische Webseiten geblockt. 

Ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums sagte, dass ihm die erwähnte Angelegenheit nicht bekannt sei. Grundsätzlich sei "Chinas Internet offen". Die chinesische Regierung regele das Netz gemäß geltender Gesetze und Vorschriften.

9.20 Uhr: Seegüterumschlag gesunken - Hamburg besonders betroffen

Der Güterumschlag der deutschen Seehäfen ist im Corona-Jahr 2020 im Vergleich zu 2019 um 6,4 Prozent gesunken. Insgesamt seien 275,7 Millionen Tonnen Waren umgeschlagen worden, teilte das Statistische Bundesamt mit. Während der Export ins Ausland nur um 1,4 Prozent zurückgegangen sei, sei der Import um 9,2 Prozent gefallen. Auch der für den Seeverkehr besonders wichtige Containerumschlag verzeichnete im Corona-Jahr Rückgänge. Insgesamt seien 14 Millionen Standardcontainer (TEU) über die Kaikanten gegangen, 6,9 Prozent weniger als 2019.

Besonders stark war der Hamburger Hafen von den Rückgängen betroffen. Er verlor im Vergleich zu allen anderen deutschen Seehäfen am meisten, schlug aber immer noch mehr Ware um als alle anderen Häfen zusammen. 

8.46 Uhr: Finanzaufsicht stellt Insolvenzantrag für Greensill Bank

Die deutsche Finanzaufsicht Bafin hat am Montagabend für die in Turbulenzen geratene Greensill Bank einen Insolvenzantrag gestellt. Das teilte eine Sprecherin des Amtsgerichts Bremen auf Anfrage mit. Der Antrag werde nun geprüft. Ob es noch am Dienstag eine Entscheidung geben wird, blieb zunächst unklar. Das Gericht will über den weiteren Verlauf informieren.

8.15 Uhr: Polizei-Notruf 110 in ganz Thüringen ausgefallen

Der Polizei-Notruf 110 ist am Morgen aufgrund technischer Probleme in ganz Thüringen ausgefallen. Wie ein Sprecher der Polizei mitteilte, sollen Anrufe, die unter der 110 ankommen, umgeleitet werden. Die Umleitung werde momentan eingerichtet, hieß es am Morgen. Bürger wurden zunächst gebeten, sich in Notfällen an die 112 oder die örtlich zuständigen Polizeidienststellen zu wenden. Das für den Notruf zuständige Unternehmen sei bereits informiert und beauftragt, den Fehler zu beheben. Wie lange die Störung andauern wird, könne nicht gesagt werden.

8.00 Uhr: Deutschland verteidigt zweiten Platz bei Patenten

Zum ersten Mal seit Jahren ist die Zahl der Patentanmeldungen wieder gesunken. 180.250 Anmeldungen zählte das Europäische Patentamt (EPA) im vergangenen Jahr, das sind 0,7 Prozent weniger als 2019, wie es mitteilte. Deutschland verteidigte mit 25 954 Anmeldungen seinen zweiten Platz hinter den USA, die mit 44.293 unangefochtener Spitzenreiter bleiben. Dahinter folgen Japan und China. Allerdings zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen einzelnen Ländern. Während das Patentaufkommen aus den USA, Deutschland und Japan sank, legte China fast zehn Prozent zu.

7.25 Uhr: Einwohner von Yangon fliehen vor Gewalt durch Militärjunta

Angesichts des zunehmend gewaltsamen Vorgehens der Militärjunta gegen die Proteste in Myanmar haben zahlreiche Bewohner Yangons die Stadt verlassen. Die Zeitung "The Irrawaddy" veröffentlichte Fotos von Einwohnern, die auf Pritschenwagen und Tuk-Tuks aus dem verarmten Arbeiterviertel Hlaing Tharyar flohen. Der "Democratic Voice of Burma" zufolge handelte es sich vor allem um Wanderarbeiter, die in ihre Heimatregionen zurückkehrten. Die Militärjunta hatte vor kurzem für Hlaing Tharyar und fünf weitere Viertel Yangons das Kriegsrecht verhängt.

6.46 Uhr: Umfrage: Drei Viertel der Deutschen halten Laschet nicht für richtigen Kanzlerkandidaten

Die Mehrheit der Deutschen sieht CDU-Chef Armin Laschet laut einer Umfrage nicht als geeigneten Kanzlerkandidaten der Unionsparteien. 73,1 Prozent der Befragten halten Laschet in Anbetracht der CDU-Wahlergebnisse bei den Landtagswahlen nicht für den richtigen Kandidaten, wie nach Angaben des Nachrichtenportals t-online.de aus einer Umfrage des Instituts Civey hervorgeht. Nur 14,7 Prozent der Befragten sprachen sich für den nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten aus. 

Auch bei den CDU-Anhängern hat Laschet demnach wenig Rückhalt. Unter den Befragten, die bei der nächsten Wahl für die CDU stimmen wollen, seien 72,5 Prozent der Meinung, der 60-Jährige sei nicht der richtige Kanzlerkandidat der Union. Nur 16,4 Prozent halten Laschet für den richtigen Mann. Für die Umfrage wurden 5080 bevölkerungsrepräsentativ ausgewählte Teilnehmer zwischen dem 14. und 15. März befragt.

6.12 Uhr: Asteroid soll am Sonntag relativ nah an der Erde vorbeifliegen

Der wohl größte Asteroid, der der Erde nach Einschätzung von Wissenschaftlern in diesem Jahr nahe kommen wird, soll am Sonntag (21. März) an unserem Planeten vorbeifliegen. Der Himmelskörper mit dem Namen "2001 FO32" und einem Durchmesser von mehreren Hundert Metern werde sich der Erde dann bis auf etwa zwei Millionen Kilometer nähern, teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa mit. Das sei mehr als fünfmal so weit wie die Entfernung von der Erde bis zum Mond.

5.58 Uhr: Grüne und Greenpeace fordern mehr Ehrgeiz beim Klimaschutz

Anlässlich der Vorstellung der deutschen Klimabilanz für 2020 dringen die Grünen und die Umweltschutzorganisation Greenpeace auf mehr Ehrgeiz bei der Verringerung des CO2-Ausstoßes. "Wir brauchen jetzt einen massiven Ausbau von Ökostrom, eine klimaneutrale Industrie und E-Autos auf allen Straßen", verlangte die Grünen-Klimaexpertin Lisa Badum. Bisher gebe es beim Klimaschutz nur "winzige Trippelschritte, dabei müssten wir schon längst Marathon laufen".

"Sollte Deutschland seine viel zu niedrigen Klimaziele nur mit Ach und Krach erreichen, weil gleichzeitig eine Pandemie und ein historisch warmer Winter wüteten, ist das kein Erfolg", mahnte Badum gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Die deutschen Ziele selbst seien "veraltet und weder mit dem EU-Klimaziel noch dem Pariser Klimaabkommen vereinbar". Das Klimaschutzgesetz müsse daher dringend nachgebessert werden.

5.27 Uhr: Guterres mahnt zu Kampf gegen Gewalt an Frauen

UN-Generalsekretär António Guterres hat zum weltweiten Kampf gegen Gewalt an Frauen aufgerufen. Die Corona-Pandemie treffe Frauen deutlich härter als Männer, sagte Guterres zur Eröffnung der 65. Sitzung der UN-Frauenrechtskommission. Er verwies unter anderem auf den Verlust der Arbeit, sexuelle Übergriffe und Kinderhochzeiten in der Krise. Angesichts dieser Entwicklungen rief Guterres die 193 UN-Mitgliedsstaaten dazu auf, einen Notfallplan gegen Gewalt an Frauen und Mädchen zu beschließen.

Zugleich kritisierte Guterres, dass derzeit nur 22 Länder weltweit von Frauen regiert werden. Steige deren Anteil so langsam wie bisher, sei Parität nicht vor dem Jahr 2150 erreicht. Dabei könne die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen "die Änderungen herbeiführen, die wir benötigen".

5.00 Uhr: CDU-Abgeordnete fordern Abschaffung der Diesel-Subventionen für mehr Klimaschutz

Um die deutschen Klimaziele erreichen zu können, schlägt eine Gruppe von 29 CDU-Bundestagsabgeordneten ein Ende der Subventionen für Diesel und Kerosin sowie eine Erhöhung des CO2-Preises vor. Das geht aus einem gemeinsamen Papier mit der Überschrift "Politik für eine grüne Null" hervor, über die der Sender n-tv berichtete. Anlass ist die Veröffentlichung der deutschen Klimabilanz für 2020.

"Unseren Klima-Zielen sind wir ein großes Stück näher gekommen, gerade beim Abbau von CO2 in der Industrie und im Energiesektor", heißt es laut n-tv in dem Papier der Gruppe um die CDU-Bundestagsabgeordneten Thomas Heilmann und Kai Whittaker sowie den früheren Bundesumweltminister Norbert Röttgen. "Bei aller berechtigten Freude ist klar, dass wir insgesamt mit dem bisherigen Tempo die höher ambitionierten Ziele der EU nicht werden erreichen können", warnen die Abgeordneten jedoch weiter. Daher seien zusätzliche Maßnahmen erforderlich.

5.00 Uhr: Landwirtschafts-Kommission tagt mit Merkel – und stellt sich vor

Mitten im scharfen Streit um Neuregelungen bei den EU-Agrarmilliarden berät eine Regierungskommission über die generelle Zukunft der Landwirtschaft in Deutschland. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) will sich um 14 Uhr in einer Sitzung des Gremiums über den Stand der Arbeiten informieren. Nach der nicht öffentlichen Runde veranstaltet die Kommission eine Online-Diskussion. Das vom Kabinett eingesetzte Gremium soll einen Konsens über die Ausrichtung der Landwirtschaft suchen und bis zum Sommer Empfehlungen vorlegen. Bis zur Bundestagswahl am 26. September ist aber nicht viel Zeit.

4.38 Uhr: Schwester von Nordkoreas Machthaber attackiert USA und Südkorea mit drastischen Worten

Die einflussreiche Schwester des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un hat die USA mit scharfen Worten angegriffen. Die Regierung des neuen US-Präsidenten Joe Biden wolle "den Geruch von Schießpulver über unserem Land verbreiten", sagte Kim Yo Jong nach Angaben der staatlichen nordkoreanischen Zeitung "Rodong Sinmun". "Wenn Sie die nächsten vier Jahre ruhig schlafen wollen, wäre es besser, nicht gleich zu Beginn für Arbeit zu sorgen, die Ihnen den Schlaf rauben wird."

Es handelte sich um die erste öffentliche Äußerung Nordkoreas zu Biden. Zugleich verurteilte Kim Yo Jong das vergangene Woche gestartete Militärmanöver der USA mit Südkorea. Sie warf der Regierung in Seoul vor, den "Marsch des Kriegs" zu spielen. Sollte Südkorea "noch provokativer" handeln, drohte Kim Yo Jong mit der Aufkündigung einer militärischen Übereinkunft zwischen den beiden Staaten.

4.30 Uhr: Scharfe Kritik am Nein des Vatikans zur Segnung homosexueller Paare

Nach dem Nein der vatikanischen Glaubenskongregation zur Segnung homosexueller Partnerschaften appellieren schwule und lesbische Katholiken an die deutschen Bischöfe, sich der Entscheidung aus Rom zu widersetzen. "Wir fordern alle unsere katholischen Bischöfe in Deutschland auf, dem römischen Versuch des Ausschließens entgegenzutreten", sagte das Vorstandsmitglied der ökumenischen Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche (HuK), Thomas Pöschl, der Deutschen Presse-Agentur in Nürnberg. Die Starrheit der römisch-katholischen Kirche habe diese "vor den Abgrund geführt, wo sie heute steht".

4.21 Uhr: Berichte: Externe Kanzlei soll Mobbingvorwürfe gegen Meghan aufklären

Der Buckingham Palast hat Berichten zufolge eine externe Anwaltskanzlei beauftragt, die Mobbingvorwürfe gegen Herzogin Meghan aufzuklären. Die Nachrichtenagentur PA und der Sender CNN berichteten, es heiße, dass die Kanzlei die Personalabteilung des Buckingham Palastes bei der Untersuchung der Vorwürfe unterstützen werde. Ein Sprecher des Buckingham Palastes sagte: "Wir treiben unsere Zusage voran, die Umstände rund um die Anschuldigungen von ehemaligen Mitarbeitern des Herzogs und der Herzogin von Sussex zu untersuchen, aber wir werden keinen öffentlichen Kommentar dazu abgeben."

2.52 Uhr: E-Scooter-Schwergewicht Bird expandiert in Europa

Der globale Platzhirsch im Geschäft mit Elektro-Tretrollern, die US-Firma Bird, nimmt 125 Millionen Euro für eine beschleunigte Expansion in Europa in die Hand. Die Präsenz in der Region solle im Frühjahr und Sommer mit dem Start in mehr als 50 neuen Städten verdoppelt werden, teilte Bird mit. Der Branchenpionier hatte Anfang vergangenen Jahres bereits den in vielen europäischen Städten aktiven Konkurrenten Circ geschluckt.

2.05 Uhr: Irakischer Luftstützpunkt mit US-Soldaten unter Beschuss

Im Irak sind Raketen auf einen von US-Soldaten genutzten Luftstützpunkt abgefeuert worden. Zwei Raketen seien auf dem Gelände des Stützpunkts Balad nördlich von Bagdad eingeschlagen, sagte ein Vertreter der Sicherheitskräfte der Nachrichtenagentur AFP. Fünf weitere Raketen seien in einem nahe gelegenen Dorf eingeschlagen. Es habe jedoch weder Verletzte noch Schäden gegeben. Die Raketen seien von einem Dorf in der Nachbarprovinz Dijala aus abgeschossen worden.

1.21 Uhr: FBI: Attentäter von Nashville glaubte an Verschwörungstheorien

Knapp drei Monate nach der verheerenden Explosion in der US-Stadt Nashville hat die US-Bundespolizei FBI Terrorismus als Motiv ausgeschlossen. Der Attentäter sei unter anderem von Paranoia und "mehreren exzentrischen Verschwörungstheorien" angetrieben gewesen und habe Selbstmord begehen wollen, erklärte das FBI in einer Pressemitteilung zu einem Untersuchungsbericht.

Die Analyse habe keine Hinweise auf ein breiteres ideologisches Motiv ergeben, hieß es. Der Attentäter habe Ort und Zeit der Explosion gezielt ausgesucht, um Aufmerksamkeit und Zerstörung zu erzielen und dabei trotzdem die Wahrscheinlichkeit zu reduzieren, dass Menschen verletzt würden, teilte das FBI mit. Der Mann habe die Sprengsätze alleine gebaut und zur Detonation gebracht.

00.18 Uhr: Ministerin Deb Haaland als erste Ureinwohnerin im US-Kabinett

Die Kongressabgeordnete Deb Haaland wird als erste amerikanische Ureinwohnerin einen Ministerposten im US-Kabinett bekleiden. Eine Mehrheit des Senats bestätigte ihre Nominierung als Innenministerin im Kabinett des demokratischen Präsidenten Joe Biden. Sie sollte in Kürze vereidigt werden. Die Demokratin Haaland (60) aus dem Bundesstaat New Mexico gehört zum Stamm der Pueblo of Laguna. Ihrer Webseite zufolge lebt ihre Familie seit mehr als 30 Generationen in dem südlichen Bundesstaat.

nik / les DPA AFP

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