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Es gibt noch Vermisste: Zahl der Opfer nach Erdbeben in Japan steigt weiter

Es ist ein Wettlauf mit der Zeit. Im Norden Japans sinkt nach dem schweren Erdbeben die Hoffnung, noch Überlebende in den Erdmassen und Trümmern zu finden. Derweil gehen die Aufräumarbeiten weiter.

Die Zahl der Erdbebenopfer in ist weiter gestiegen. Mindestens 23 Menschen kamen ums Leben, wie der japanische Fernsehsender NHK am Samstag berichtete.

Die Zahl könnte sich jedoch noch weiter erhöhen, da bei 12 weiteren Menschen Herzstillstand diagnostiziert worden sei. Der der Menschen muss aber erst amtlich bestätigt werden. NHK berichtete von noch fünf Vermissten.

Die 40.000 Einsatzkräfte von , Polizei und Militär arbeiteten rund um die Uhr, sagte ein Regierungssprecher. Es ist ein Wettlauf mit der Zeit: bei der Suche nach Überlebenden nach einem Beben gelten die ersten 72 Stunden als äußerst kritischer Zeitraum.

Ministerpräsident Shinzo Abe, der sich gerade im Wahlkampf befindet, will sich an diesem Sonntag vor Ort ein Bild von der Lage in der Katastrophenregion verschaffen. Abe will sich in Kürze für eine weitere Amtszeit als Chef seiner Partei LDP wählen lassen und könnte damit am längsten amtierender Regierungschef werden.

Unterdessen ist die Stromversorgung in der nördlichsten Provinz des Landes nahezu vollständig wiederhergestellt, wie der japanische Fernsehsender NHK berichtete. Das Beben der Stärke 6,7 hatte die Menschen am Donnerstagmorgen um kurz nach 3.00 Uhr (Ortszeit) im Schlaf überrascht. In drei Millionen Haushalten fiel der Strom aus.

Aus Sorge vor möglicherweise erneuten Stromausfällen wurde die Bevölkerung aufgerufen, sparsam mit der Elektrizität umzugehen. Die Region wird von andauernden Nachbeben in Atem gehalten. Derweil gehen die Bergungsarbeiten weiter. Der zwischenzeitlich geschlossene wichtigste Flughafen auf Hokkaido nahm am Samstag wieder den internationalen Flugverkehr auf, wie örtliche Medien weiter meldeten.

Die meisten Opfer des Erdbebens, darunter auch die fast 400 Verletzten, stammen aus der Stadt Atsuma. Dort hatten massive Erdrutsche in Folge des Erdbebens zahlreiche Häuser verschüttert.

dpa