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Fernbus-Unternehmen: Wegen "Mein Kampf"-Tattoo: FlixBus suspendiert italienischen Busfahrer

Ein Foto sorgt bei Twitter für Aufregung: Es soll einen italienischen Busfahrer an Bord eines FlixBus-Busses zeigen, der "Mein Kampf" auf seinen Arm tätowiert hat. Das Unternehmen zog daraufhin Konsequenzen.

Ein FlixBus unterwegs auf der Straße

Ein FlixBus unterwegs auf der Straße

DPA

"Wie kommt es, dass einer Ihrer Fahrer (…) so ein Tattoo tragen kann? Ist es mit den Werten Ihres Unternehmens vereinbar?" Diese Fragen stellt der Twitter-User "un certain Leonard" FlixBus Frankreich in dem sozialen Netzwerk. Ein Freund habe ihm dieses Bild geschickt, so der Tweet. Es soll den Busfahrer eines Flix-Busses zeigen. Auf seinem Arm ist deutlich "Mein Kampf" tätowiert, eine ideologische Kampf- und Propagandaschrift Adolf Hitlers.

"un certain Leonard" hat seinen Account mittlerweile in den Privat-Modus gestellt, weshalb der Tweet nicht mehr öffentlich zu sehen ist. Dennoch macht das Bild dort die Runde, wie mehrere französische und italienische Medien berichten, darunter "Il Messaggero" und "Le Figaro".

FlixBus-Fahrer wohl von Subunternehmen

Laut "Il Messaggero" war der Bus auf der Strecke zwischen Toulouse und Mailand unterwegs. Wie die französische Zeitung "Le Figaro" berichtet, habe man FlixBus um eine Stellungnahme gebeten. Das Unternehmen gab laut der Zeitung demnach an, dass der betreffende Fahrer suspendiert worden sei: "FlixBus verwendet lokale Subunternehmer für alle seine Reisen und es stellte sich heraus, dass der Fahrer - der in der Tat dieses Tattoo trägt - auch hinter dem Lenkrad einer unserer Busse am Freitag für eine Toulouse-Mailand Route war", bestätigte das Transportunternehmen laut dem Blatt. "In diesem Sinne haben wir unseren Partner kontaktiert und Maßnahmen ergriffen, um sicherzustellen, dass dieser Busfahrer gesperrt ist und nicht mehr mit uns fahren kann", fügt FlixBus laut "Figaro" hinzu. Auch dem Sender franceinfo wurde bestätigt, dass das Bild echt sei.

Die Zeitung "Le Figaro" zitiert die Nachrichtenagentur AFP, die angegeben habe, dass der Fahrer aus Italien stammt und bei einem italienischen Unternehmen beschäftigt sei. Die Zeitung "Libération" zitiert den Pressesprecher von FlixBus Frankreich, Raphaël Daniel, der mitgeteilt habe, dass der Fahrer schon direkt nach der Ankunft in Bergamo bei Mailand suspendiert wurde.

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FlixBus: "Lehnen jede Form der Diskriminierung ab"

FlixBus in Frankreich reagierte auf Twitter auch mehrfach auf Anfragen und Reaktionen von Usern dort – auch auf Englisch. So heißt es in einer Antwort an einen User namens Tom etwa: "Wir können Ihnen versichern, dass der Fall bearbeitet wird und Maßnahmen ergriffen werden. FlixBus lehnt jede Form der Diskriminierung bedingungslos ab. Infolgedessen wurde der betreffende Fahrer sofort gesperrt und kann nicht mehr für FlixBus eingesetzt werden." In anderen Antworten schreibt das Unternehmen: "Bitte beachten Sie, dass FlixBus stolz darauf ist, ein multinationales Unternehmen mit einem multinationalen Team zu sein und Fahrern aus allen Kulturbereichen, die für uns arbeiten." und "Wir akzeptieren daher keine Diskriminierung hinsichtlich Herkunft oder Religion gegenüber unsere Kunden oder unsere Mitarbeiter."

Gegenüber "Le Figaro" sagte das Transportunternehmen später, dass diese letzte Formulierung eine "ungeschickte Antwort" gewesen sei. "Wir haben falsch kommuniziert und uns entschuldigt. Wir wollten nur daran erinnern, dass FlixBus gegen alle Formen von Rassismus ist", so das Unternehmen laut der Zeitung. Der stern hat sowohl das französische, als auch das deutsche Pressebüro von FlixBus kontaktiert, allerdings niemanden erreicht (Stand 13. Juli, 21.00 Uhr).

Quellen: Twitter FlixBus Frankreich, "Il Messaggero", "Le Figaro", "Libération", "Agenzia Giornalistica Italia", franceinfo

rw