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Weil sie sich nicht benehmen konnten: Florida: Polizist nimmt zwei Sechsjährige fest

In Florida hat ein Polizist zwei Kinder im Alter von sechs und acht Jahren verhaftet und in Handschellen aus der Schule begleitet. Er sei nun suspendiert worden, berichten amerikanische Medien. 

Florida: Verhaftung von zwei Kindern

Ein Polizist hat am Donnerstag in Florida Kinder in einer Schule verhaftet. Eine Genehmigung hatte er dafür nicht. Nun steht er vor einer internen Untersuchung (Symbolbild)

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Im US-Bundesstaat Florida ist ein Polizist vom Dienst suspendiert worden, nachdem er in einer Schule zwei Sechsjährige festgenommen hatte. Der Fall werde untersucht, teilte die Polizei mit. Die Festnahme der beiden Kinder löste in den USA eine neue Debatte über die massive Polizeipräsenz an US-Schulen aus.  

Die beiden Festnahmen ereigneten sich nach Angaben der Polizei bereits am vergangenen Donnerstag. In einem Fall nahm der Polizist demnach eine sechsjährige Schülerin fest, nachdem diese in der Schule jemanden mit den Füßen getreten hatte. Den Angaben zufolge wurde die Schülerin jedoch nach ihrer vorübergehenden Festnahme wieder zurück zur Schule gebracht, da der Polizist keine Genehmigung zur Überstellung des Mädchens in ein Jugendgefängnis erhielt.     

Polizei brachte Kind in Gefängnis in Florida

Das andere sechsjährige Kind hingegen wurde nach Polizeiangaben vorübergehend in ein Jugendgefängnis gebracht. Der Fahrer soll nicht gewusst haben, dass keine Genehmigung zur Überstellung des Kindes in die Einrichtung vorlag.     

Die Großmutter des vorübergehend festgenommenen Mädchens sagte dem örtlichen Fernsehsender WKMG-TV, ihre Enkelin Kaia leide an Schlafapnoe und habe wegen Schlafmangels einen Wutanfall bekommen. Ein Mitarbeiter der Schule habe die Schülerin an den Handgelenken gepackt, daraufhin habe sie ihn getreten.     

Die Großmutter Maralyn Kirkland schilderte, sie sei von der Schule kontaktiert worden und habe vergeblich versucht, den Polizisten von der Festnahme des kleinen Mädchens abzubringen. "Kein sechsjähriges Kind sollte erzählen können, dass es Handschellen anhatte und auf dem Rücksitz eines Polizeiautos gefahren ist und in ein Jugendgefängnis gebracht wurde, wo seine Fingerabdrücke genommen wurden und es fotografiert wurde", kritisierte Kirkland.    

Polizeichef zeigte sich betroffen

Auch Polizeichef Orlando Rolon zeigte sich gegenüber dem Sender betroffen. "Als Großvater von drei Kindern unter elf Jahren ist das sehr beunruhigend für mich", sagte er. Wie die Zeitung "New York Times" berichtete, arbeitete der nun suspendierte Beamte 23 Jahre lang als Polizist. Vergangenes Jahr ging er demnach in den Ruhestand und schloss sich dem Schulpolizisten-Programm an.    

Der Zeitung "Orlando Sentinel" zufolge wurde er 1998 festgenommen, weil er angeblich gegenüber seinem siebenjährigen Sohn wegen eines "schlechten Zeugnisses" handgreiflich geworden war. Zudem soll er 2015 schriftlich verwarnt worden sein, weil er fünf Mal mit einer Elektroschockpistole gegen einen Verdächtigen vorgegangen war.     

Angesichts des Falls wird in den USA wieder über die starke Polizeipräsenz an Schulen diskutiert. Wegen mehrerer tödlicher Schusswaffenangriffe an US-Schulen ist die Zahl der Polizisten, die Schüler beschützen und gegen Gewalt sowie Drogenmissbrauch auf dem Schulgelände vorgehen sollen, in den vergangenen Jahren stark gestiegen. An 46 Prozent aller staatlichen Schulen in den USA ist an mindestens einem Tag in der Woche ein Polizeibeamter im Einsatz.

deb / AFP
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