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"Ich habe Angst" Zehnjähriger allein in der Wüste an US-Grenze gefunden – Flüchtlingssituation unter Biden eskaliert

Sehen Sie im Video: US-Grenzpolizei findet Zehnjährigen allein in Wüste – Flüchtlingssituation unter Biden eskaliert.




"Kannst du mir helfen?", fragt dieser 10-jährige Junge unter Tränen einen US-Grenzpolizisten. Ein Farmer hatte den Minderjährigen allein auf einem Feld in der Nähe der US-Grenze zu Mexiko im Süden von Texas gefunden und daraufhin die Behörden verständigt.


"Ich bin mit einer Gruppe unterwegs gewesen. Sie haben mich zurückgelassen und jetzt weiß ich nicht, wo sie sind."


"Du weißt nicht, wo sie sind? Sie haben dich allein gelassen?"


"Ja, sie haben mich verstoßen."


Sie haben dich ganz allein gelassen? Du bist ohne deine Mutter und deinen Vater oder jemand anderen unterwegs?


"Nein, niemand. Ich war mit der Gruppe allein unterwegs, um mich euch ausliefern zu lassen. Sie haben mich verstoßen. Ich bin hergekommen, um Hilfe zu suchen."


"Sie haben dich zurückgelassen und dir gesagt, dass du Hilfe suchen sollst?"


"Nein, ich bin hierhergekommen, weil ich nicht wusste, wo ich sonst hinsoll. Jemand könnte mich entführen. Ich habe Angst."


"Du hast Angst? Ok, wir gehen jetzt, ok?“


Laut US-Grenzpolizei ist der unbegleitete Minderjährige über Nacht mit einer Flüchtlingsgruppe über die US-Grenze gekommen. Die Gruppe soll ihn im Schlaf allein gelassen haben. Wie genau und warum er in die USA gekommen ist, sei unklar.


In den vergangenen Monaten hat sich die Situation vor allem für Kinder an der Grenze zu Mexiko zunehmend verschärft. Seit US-Präsident Joe Biden eine humanere Flüchtlingspolitik versprochen hat, strömen immer mehr Menschen aus Zentralamerika an oder über die Grenze. Sie fliehen vor Gewalt, Hunger und Naturkatastrophen in ihren Heimatländern. Allein im Februar 2021 hat die Grenzschutzbehörde mehr als 100.000 Migranten beim versuchten Grenzübertritt aufgegriffen. Das sind fast dreimal so viele wie im Februar des Vorjahres. Viele wollen aufgrund falscher Gerüchte in die USA. Zwar hat Biden viele Restriktionen nach Trumps-Amtszeit erlassen. Jedoch nimmt das Land nur unbegleitete, minderjährige Flüchtlinge auf. Alle anderen werden abgeschoben.


Viele Familien schicken daher nur ihre Kinder in der Hoffnung auf ein besseres Leben in die USA. Im März 2021 erreichte die Zahl von unbegleiteten Minderjährigen an der US-Grenze eine Rekordzahl von 19.000. Mit dem gewaltigen Ansturm sind die US-Behörden nun scheinbar überfordert. Laut Gesetz dürfen die Jugendlichen maximal 72 Stunden in den gefängnisartigen Auffanglagern an der Grenze bleiben. Danach sollten sie in ein Übergangslager im Land oder zu Familienangehörigen in den USA gebracht werden. Das ist aber aufgrund der Pandemie nur schwer möglich. Eigentlich müssten die Kinder in Quarantäne und wegen der hohen Zahlen können Hygiene-und Abstandsregeln nur bedingt eingehalten werden. Mehr als 15.000 geflüchtete Kinder und Jugendliche befinden sich in staatlicher Obhut. Mindestens 3000 sitzen mehr als die erlaubten drei Tage in den Grenzlagern fest. Die Situation ist mit den Bildern, die unter Trump vor zwei Jahren entstanden sind und verwahrloste Kinder zeigen, die gewaltsam von ihren Eltern getrennt und in Käfige gesteckt wurden, jedoch nicht zu vergleichen. Die US-Regierung hat angekündigt, den Bau von weiteren Notunterkünften schnell voranzutreiben und nahegelegene Hotels angemietet, um die Minderjährigen unterzubringen.
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An der US-Grenze zu Mexiko hat ein Grenzpolizist einen zehnjährigen Flüchtling allein und völlig aufgelöst in der Wüste entdeckt. Allein im März kamen 19.000 unbegleitete Minderjährige zur US-Grenze – Rekord! Schuld daran ist auch die Politik von US-Präsident Joe Biden.

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