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Freiburg Hunde "verteidigen" Radlerin und verhindern dadurch Rettungseinsatz – dann töten sie einen Artgenossen

In Freiburg kam es zu einem schrecklichen Vorfall mit einer Radfahrerin und drei Hunden. Selbst Rettungsdienst und Beamte konnten die Tiere nicht bändigen.

Zwei Hunde haben eine gestürzte und verletzte Radfahrerin in Freiburg derart verteidigt, dass Helfer erst nach dem Einsatz der Polizei zu der zeitweise bewusstlosen Frau konnten. Dabei bissen sie auch den Hund einer Frau zu Tode, die bei der 54-Jährigen Erste Hilfe leisten wollten. Eines der Tiere ist nach Angaben der Polizei vom Montag ein als Kampfhund einzustufender American Staffordshire Terrier. Dieser sei bei dem Vorfall am Samstag in Freiburg zwar angeleint gewesen, habe aber keinen Maulkorb getragen.

Nach dem Freiburger Vorfall kamen die Hunde ins Tierheim

Auch Rettungsdienst und Beamte der Verkehrspolizei konnten der Tiere nicht Herr werden. Sie riefen die Polizeihundestaffel, "da sie aufgrund der aggressiven Hunde keinerlei Möglichkeiten hatten, sich der schwer verletzten, dringend Hilfe benötigenden Radfahrerin zu nähern". Die Fachleute fingen die Hunde ein, fixierten sie und brachten sie ins Tierheim. Die verletzte Frau kam in eine Klinik.

Bestimmte Hunderassen dürfen eigentlich nicht nach Deutschland eingeführt werden. Das regelt das Hundeverbringungs- und Einfuhrbeschränkungsgesetz, kurz HundVerbrEinfG. Darunter sind unter anderem Pitbull-Terrier, American Staffordshire-Terrier, Staffordshire-Bullterrier, Bullterrier sowie deren Kreuzungen untereinander.

Freiburg: Hunde "verteidigen" Radlerin und verhindern dadurch Rettungseinsatz – dann töten sie einen Artgenossen

Welche Hunderassen jedoch als gefährlich eingestuft wird, regeln die einzelnen Bundesländer unterschiedlich. Damit einher gehen bestimmte Regelungen wie Maulkorb- oder Leinenzwang. Manche Bundesländer beziehen sich auf die Bundesliste, andere führen eigene Listen. Listenhunde können in den meisten Bundesländern von bestimmten Haltungsmaßnahmen befreit werden, wenn sie einen Wesenstest bestehen. Einige Bundesländer verzichten jedoch komplett auf eine Rasseliste.

Quellen:  HundVerbrEinfG, DPA

km

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