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Germanwings-Absturz: Wie Vater Lubitz seinen Sohn verteidigt - und was die Staatsanwaltschaft dazu sagt

Zwei Jahre nach dem Germanwings-Absturz mit 150 Toten meldet sich der Vater des Co-Piloten Andreas Lubitz zu Wort. In einem Interview bezweifelt er das Ergebnis des offiziellen Untersuchungsberichts. Die Staatsanwaltschaft wehrt sich.

Animation des Germanwings-Absturzes

Am Freitag will Günter Lubitz in Berlin auf einer Pressekonferenz seine Zweifel an dem offiziellen Ermittlungsbericht zum Germanwings-Absturz äußern - auf den Tag genau zwei Jahre, nachdem das Flugzeug in den französischen Alpen zerschellt ist. Als "geschmacklos" bezeichnet Opferanwalt Elmar Giemulla den Termin in der "Rheinischen Post". Er vermutet, dass "Herr Lubitz eine Theorie verbreiten möchte, die seinen Sohn freispricht von jeglicher Schuld".

Einem Bericht der Wochenzeitung "Die Zeit" zufolge geht es Lubitz um Gewissheit. Der Untersuchungsbericht bietet diese Gewissheit aus seiner Sicht nicht. Lubitz nennt Ungereimtheiten und viele offene Fragen, die ihn an der Arbeit der Ermittlungsbehörden und der Schuld seines Sohnes zweifeln lassen. Die Staatsanwaltschaft hat seinen Anschuldigungen bereits vehement widersprochen. 

Vor allem das zentrale Ergebnis, sein Sohn habe den Airbus in suizidaler Absicht in den französischen Alpen zum Absturz gebracht, glaubt der 63-Jährige nicht. Er habe Heirats- und Kinderpläne gehabt: "Er war ein sehr verantwortungsvoller Mensch. Er hatte keinen Anlass, einen Selbstmord zu planen. [...] Ein solches Verhalten passt einfach nicht zu ihm und seiner Persönlichkeit", sagte er der "Zeit".

Dies sei "menschlich nachvollziehbar", sagte Staatsanwalt Kumpa. Für die Staatsanwaltschaft steht dennoch fest: "Es gibt keine Anhaltspunkte für eine Absturzursache, die nicht auf absichtliches - mutmaßlich suizidales - Verhalten zurückzuführen ist", sagte Kumpa.

Germanwings-Absturz: Lubitz' Ansichten zum Massenmord-Vorwurf

Lubitz kommt zu dem Schluss, dass es "ganz offensichtlich Dinge gab, die man gar nicht erst ermittelt hat, vielleicht weil man sie nicht ermitteln wollte." Unterstützung hat sich der Vater des Co-Piloten von einem Experten geholt: Tim van Beveren, Pilot und Luftfahrtjournalist aus Berlin. Auch er glaubt nach dem Studium der 16.000 Seiten starken Ermittlungsakte der Düsseldorfer Staatsanwaltschaft: "Die These eines vorsätzlichen Massenmordes ist nicht haltbar."

Die Beiden zählen in der "Zeit" eine Reihe von vermeintlichen Ermittlungsfehlern auf: Die Patientenakten von Andreas Lubitz hätten wegen der ärztlichen Schweigepflicht nie beschlagnahmt werden dürfen, angeblich getroffene Aussagen von Lubitz' Freundin fänden sich nicht in den Vernehmungsprotokollen der Polizei oder die angenommene Depression des Co-Piloten lasse sich nicht belegen.

So wehrt sich die Staatsanwaltschaft 

Gegen den Vorwurf, die Staatsanwaltschaft hätte die Patientenakten nicht beschlagnahmen dürfen, weil ein Beschlagnahmeverbot vorgelegen habe, wehrte sich Staatsanwalt Christoph Kumpa: "Es gibt einen entsprechenden richterlichen Beschluss. Im Rahmen von Todesermittlungsverfahren werden in Deutschland vermutlich täglich Patientenakten beschlagnahmt." Die Ansicht, dies sei nicht erlaubt, sei daher aus seiner Sicht abwegig.

Der Vorwurf, die Ermittler seien von einer durchgängigen depressiven Erkrankung und Behandlung des Kopiloten seit 2008/2009 ausgegangen, sei schlicht falsch. "Das haben wir nie behauptet", sagte Kumpa. Die Zweifel am Vorgehen und den Ergebnissen der Ermittler sollen an diesem Freitag Inhalt einer Pressekonferenz in Berlin sein.

Germanwings-Absturz: Ermittler identifizieren DNA-Spuren von 78 Opfern

Lubitz treibt vor allem die Untersuchung der Geschehnisse im Cockpit in den letzten Minuten vor dem Crash um, sie sei seiner Ansicht nach mangelhaft: So sollen die Atemgeräusche auf dem Stimmrekorder zwar zeigen, dass der Co-Pilot vor dem Aufprall gelebt hat, "wobei nicht nachzuweisen war, ob er auch bei Bewusstsein war", so Günter Lubitz. Ein weiterer Vorwurf: Der Stimmrekorder sei nicht von sogenannten Human-Factor-Spezialisten abgehört worden, die entsprechend psychologisch geschult sind, sondern lediglich von Ingenieuren. Auch seien die Angehörigen nicht ausreichend in die Untersuchung des Stimmrekorders eingebunden gewesen: "Es ist aber doch entscheidend, wie - mit welchem Tonfall, welcher Tonfärbung - jemand etwas sagt." Dies könnten neben ausgebildeten Experten die Menschen, die eine Person gekannt hätten, am besten beurteilen.

Mit seinem eigenen Gutachten und der Pressekonferenz will Günter Lubitz jetzt erreichen, dass die Ermittlungen neu aufgenommen werden, mit welchem Ergebnis auch immer. Das sei man den Toten schuldig und auch ihren Angehörigen. Viele von ihnen werden am Freitag nicht in Berlin sein, sondern rund 1000 Kilometer entfernt, bei der Trauerfeier in den französischen Alpen. 

mit DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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