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"Conflict Kitchen": Imbiss serviert nur Essen von US-Feinden

Kuba, Iran oder Nordkorea - ein kleines Restaurant in Pittsburgh serviert nur Essen aus Ländern, die mit den USA verfeindet sind. Ob es bald auch russische Blinis und Bortsch geben wird?

Von Ellen Ivits

Aktuell widmet sich das Restaurant "Conflict Kitchen" der afghanischen Küche

Aktuell widmet sich das Restaurant "Conflict Kitchen" der afghanischen Küche

Während Promi-Köche und Avantgarde-Gastronomen scheinbar jedes kulinarische Konzept erschöpft haben, macht ein Imbiss in Pittsburgh mit einem einzigartigen Menü Furore. Das "Conflict Kitchen" serviert nur Gerichte aus Ländern, mit denen die Vereinigten Staaten im Clinch liegen. Und da stehen bekanntlich einige zur Auswahl.

Jede paar Monate widmet sich der Laden einer anderen Küche. Aktuell werden afghanische Gerichte serviert. Auf dem Menü stehen Spezialitäten wie Bolani, pikante Rouladen mit Spinat, roten Linsen oder Kartoffeln. Doch die Restauarant-Betreiber wollen nicht nur den kulinarischen Horizont ihrer Gäste erweitern, sondern auch auf diesem Weg Diskussionen über Länder, Kulturen und Politik anregen. Begleitend zum Essen gibt es Ausstellungen, Vorträge und Kunstprojekte.

2010 gründete der Künstler Dawn Weleski und der Kunstprofessor Jon Rubin das "Conflict Kitchen". Vor der aktuellen Afghanistan-Ausgabe gab es schon syrische, iranische, kubanische, venezolanische und nordkoreanische Küche. Im Herbst soll palästinisch gekocht werden.

Diplomatie aus der Küche

Als sich die Welt über das iranische Atomprogramm Sorgen machte, wurde in Pittsburgh Kubideh serviert (Fladenbrot mit gewürztem Hackfleisch). Für das persische Thema arrangierte das Restaurant ein Abendessen, während dem die Gäste mit Menschen im Iran, die die gleichen Speisen aßen, skypen konnten.

Für das Thema Kuba, das seit 1960 einem US-Handelsembargo unterliegt, reiste das Küchenpersonal extra in die Karibik, um Rezepte zu sammeln. Zu jedem Gericht wurde anschließend eine Broschüre mit Interviews serviert, wo Kubaner über ihr Leben mit dem Embargo berichteten. Während der Nordkorea-Version verteilten die Betreiber die gleichen Süßigkeiten, die der nordkoreanische Diktator Kim Jong-Un an Kinder in Nordkorea verschenkt, um seinen Geburtstag zu feiern.

Angesichts der aktuellen Lage auf der internationalen Politikbühne scheint es unwahrscheinlich, dass den USA bald die Feinde ausgehen. Und solange können sich die Bewohner von Pittsburgh über exotische Gerichte und kulturelle Unterhaltung freuen.

Themen in diesem Artikel
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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