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"Damit Ihr Hoffnung habt": 2. Ökumenischer Kirchentag im Mai

Der 2. Ökumenische Kirchentag in Deutschland im Mai steht unter dem Geleitwort "Damit Ihr Hoffnung habt". Wie die beiden Präsidenten, Alois Glück vom Zentralkomitee der deutschen Katholiken und Eckhard Nagel vom Deutschen Evangelischen Kirchentag, am Mittwoch in München ankündigten, werden mehr als 100 000 Besucher erwartet.

Der 2. Ökumenische Kirchentag in Deutschland im Mai steht unter dem Geleitwort "Damit Ihr Hoffnung habt". Wie die beiden Präsidenten, Alois Glück vom Zentralkomitee der deutschen Katholiken und Eckhard Nagel vom Deutschen Evangelischen Kirchentag, am Mittwoch in München ankündigten, werden mehr als 100 000 Besucher erwartet. Im Zentrum des Programms vom 12. bis 16. Mai stehe "das Christsein in der Gesellschaft und für die Gesellschaft" mit allen Herausforderungen zum eigenen Bekenntnis und sozialen Wirken.

Angebote zu spirituellen Erlebnissen seien ebenso geplant wie Diskussionsrunden zu Fragen der Gerechtigkeit, Globalisierung, Friedensethik oder dem Dialog mit den Wissenschaften. Vorgesehen ist auch eine orthodoxe Vesper an 1000 Tischen, bei der verschiedene christliche Konfessionen miteinander das Brot teilen. Neben Bundespräsident Horst Köhler hätten Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sowie mehrere weitere Politiker, internationale Prominente und Musiker wie Bob Geldof, Giora Feidman oder Nina Hagen zugesagt, an Veranstaltungen des Ökumenischen Kirchentages (OEKT) teilzunehmen.

Nagel betonte, dass der Kirchentag ein klares Zeichen dafür sein werde, "dass es keine Eiszeit in der Ökumene gibt". Gerade die gemeinsamen Glaubenserfahrungen seien wichtige Voraussetzungen, um die "Geschwisterlichkeit" der christlichen Kirchen voranzubringen. Ein gemeinsames Abendmahl werde es wie beim ersten Ökumenischen Kirchentag nicht geben. "Diesen Schmerz haben wir nach Berlin getragen und diesen Schmerz tragen wir nach München", sagte Nagel.

Den ersten Ökumenischen Kirchentag im Juni 2003 in Berlin hatten rund 200 000 Christen mitgefeiert. Damals gab es entgegen dem offiziellen Programm dennoch am Rande zwei Abendmahlsfeiern, an denen evangelische und katholische Christen teilnahmen. In der Folge waren ein katholische Priester und der katholische Hochschulprofessor Gotthold Hasenhüttl von seinem Priesteramt in Saarbrücken suspendiert worden. Sein damaliger direkter Vorgesetzter als Trierer Bischof war Reinhard Marx, heute Erzbischof in München und Freising. Alois Glück betonte, dass es bisher keinerlei Anzeichen für einen vergleichbaren Versuch gebe. Das schade der Ökumene auch eher, als dass es ihr nutze.

DPA / DPA