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"Dominion" ist Spiel des Jahres 2009: 500 Karten für ein Königreich

Ein Ringen um Macht, Schätze und Ländereien: Das im Mittelalter angesiedelte Kartenspiel "Dominion" ist das "Spiel des Jahres 2009". Ihre Entscheidung begründete die Jury mit einem neuartigen Reiz: Flexibles Denken und immer neue Strategien seien beim Kampf um den Sieg nötig.

Das Kartenspiel "Dominion" ist Spiel des Jahres 2009. Die Jury hob am Montag in Berlin hervor, dass Erfinder Donald X. Vaccarino dem Genre neue Dimensionen erschlossen habe. Beim Kampf um Punkte seien flexibles Denken und jeweils auf das aktuelle Spiel zugeschnittene Strategien erforderlich. "Es ist eine neue, originelle Art und Weise zu spielen. Die muss man probieren. Es gibt keinen anderen Weg", sagte Verlagsmanager Bernd Brunnhofer über seine aus den USA importierte Neuentdeckung.

Bei "Dominion" sollen zwei bis vier Spieler in einer mittelalterlichen Welt mit Hilfe einer abwechslungsreichen Strategie ihr eigenes Königreich (Dominion) aufbauen. Gewonnen hat am Ende, wer die meisten Provinzen und gefüllten Schatztruhen vorweisen kann. 500 Karten, die je nach Auswahl der Spieler immer nur in einer begrenzten Zahl zum Einsatz kommen, ermöglichen über viele Runden immer neue Varianten und Spielzüge.

Zum Kinderspiel des Jahres 2009 wurde "Das magische Labyrinth" von Dirk Baumann gekürt. Die Jury überzeugte hier die raffiniert ausgetüftelte Spieltechnik, bei der mit Hilfe von Magneten "Zauberlehrlinge" auf der Suche nach magischen Zeichen über einen Spielplan gezogen werden.

Beim Spiel "Das magische Labyrinth" sind bis zu vier "Zauberlehrlinge" ab sechs Jahren in einem dreidimensionalen Irrgarten des Spielplans auf der Suche nach magischen Zeichen unterwegs. Doch der Clou ist unsichtbar unter dem Spielboden versteckt. Wer mit seiner Spielfigur an die unterirdischen Mauern stößt, verliert die magnetisch unter seiner Figur befestigte Kugel und muss von vorn anfangen. Gefragt ist also ein gutes Gedächtnis.

Beide Auszeichnungen sind in diesem Jahr zum letzten Mal gemeinsam verliehen worden, kündigte die aus Fachjournalisten bestehende Jury an. Von 2010 soll das Kinderspiel des Jahres an einem neuen Ort und zu neuem Zeitpunkt verkündet werden, hieß es.

Sonderpreise für "Space Alert" und "Gift Trap"

Zwei Sonderpreise erhielt der Verlag Heidelberger Spiele. Mit dem Preis "Neue Spielewelten", wurde "Space Alert" ausgezeichnet. Bis zu fünf "Spielonauten" müssen hier gemeinsam unter Zeitdruck verschiedene Aufgaben im Weltall bewältigen. Als "Partyspiel 2009" wurde "Gift Trap" gewürdigt. Die Idee: Bis zu acht Spieler machen sich gegenseitig Geschenke. Es gewinnt derjenige, der am häufigsten die Wunschgeschenke seiner Mitspieler trifft. Das "Spiel des Jahres" wird seit 1979 gekürt. Es gilt als begehrteste Auszeichnung der Branche.

Die ausgezeichneten Spiele:
- Dominion, Verlag Hans im Glück, etwa 30 Euro
- Das magische Labyrinth, Verlag Drei Magier Spiele, etwa 35 Euro
- Space Alert, Heidelberger Spieleverlag, etwa 40 Euro
- Gift Trap, Heidelberger Spieleverlag, etwa 30 Euro

DPA/AP / AP / DPA
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