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"Doodle" zum Ehrentag: Auch Google feiert den Muttertag

In vielen Ländern werden heute die Mütter gefeiert. Google widmet dem Muttertag ein eigenes "Doodle" und hat sein Logo für einen Tag verändert. Die Geschichte des Muttertags reicht bereits weit zurück.

In vielen Ländern ist der zweite Sonntag im Mai den Müttern gewidmet. Bereits im 13. Jahrhundert soll in Großbritannien der "Mothering Sunday" begangen worden sein. Gläubige dankten damals neben der "Mutter Kirche" auch ihren leiblichen Müttern. Die Tradition des heutigen Muttertag-Brauchs geht auf eine Initiative der US-Frauenrechtlerin Anna Jarvis zurück. Sie wollte ihre 1905 gestorbene Mutter ehren. Und sie wollte zugleich auch auf die Probleme vieler Frauen aufmerksam machen. Sie setzte sich deshalb später für einen Festtag für alle Mütter ein. Floristik- Organisationen brachten den Muttertag nach Europa. In Deutschland wurde die Idee 1923 aufgegriffen - dabei hatte der Verband Deutscher Blumengeschäftsinhaber eine wichtige Rolle.

Der Muttertag ist in Deutschland inzwischen eine feste Größe. Nur wenige wollen ihn abschaffen. Die meisten Kinder und Erwachsenen sind mit ihren Müttern heute sehr zufrieden wie Umfragen belegen. Nach der jüngsten Shell-Jugendstudie sind 90 Prozent der Mädchen und Jungen vollauf zufrieden mit Mama und bleiben gern lange bei ihr wohnen. Frauenzeitschriften schreiben, dass auch Erwachsene große Stücke auf ihre Mütter halten: 62 Prozent der Frauen und sogar 72 Prozent der Männer seien überzeugt davon, dass ihre Mütter gute Menschen aus ihnen gemacht hätten. Für fast die Hälfte der erwachsenen Töchter und ein gutes Drittel der erwachsenen Söhne sei Mutter noch immer "die beste Freundin". Nur 16 Prozent der Frauen und 10 Prozent der Männer hofften dagegen, nie so zu werden wie ihre Mutter.

Nach den jüngsten Zahlen des Statistischen Bundesamtes können heute in Deutschland insgesamt 11,5 Millionen Frauen Muttertag feiern. Dazu zählen sowohl junge Mütter als auch Seniorinnen mit erwachsenen Kindern. 1991 errechneten die Statistiker noch 13,2 Millionen Mütter - ein Anzeichen für die negative demografische Entwicklung in Deutschland.

DPA / DPA