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"One Billion Rising": Tanzen für die Frauenrechte

Am Valentinstag haben in der ganzen Welt Menschen gegen die Unterdrückung von Frauen protestiert. Im Rahmen der Kampagne "One Billion Rising" schwangen auch in Berlin Hunderte das Tanzbein.

Gegen Gewalt und Unterdrückung von Frauen: Hunderte Menschen haben am Donnerstag an mehreren Plätzen in Berlin die weltweite Kampagne "One Billion Rising" unterstützt. Die Frauenrechtler tanzten unter anderem vor dem Brandenburger Tor und am Alexanderplatz. Wie viele Menschen genau dabei waren, konnte die Polizei am Abend noch nicht sagen. Es sei aber alles friedlich geblieben. Weltweit, unter anderem auch in Neu Delhi, wurde zum offiziellen Lied der Kampagne "Break the chain" (Zerbrich die Ketten) getanzt.

Die New Yorker Künstlerin und Feministin Eve Ensler, die das Buch "Vagina-Monologe" verfasste, hatte die Bewegung im September 2012 initiiert. Der Titel "One Billion Rising" (in etwa: Eine Milliarde erhebt sich) wurde in Anlehnung an eine UN-Studie gewählt, die davon ausgeht, dass weltweit eine Milliarde Frauen im Laufe ihres Lebens geschlagen oder vergewaltigt werden. Die Veranstaltung wurde auf den Valentinstag verlegt, an dem in vielen Ländern die romantische Liebe gefeiert wird.

Zwei Monate nach der mörderischen Vergewaltigung einer 23-Jährigen in Indien versammelten sich tausende Frauen in dem Land zu Tanz-Demonstrationen. Allein am Parlament in der Hauptstadt Neu Delhi tanzten 2000 Menschen zusammen eine Choreografie. Zum Programm gehörte eine symbolische Beisetzung des Patriarchats und der Frauenverachtung in einer Trabantenstadt von Neu Delhi, Gurgaon. In Australien gab es Flash Mobs, in Singapur liefen Aktivistinnen mit schwarzen Ballons durch ein Kaufhaus, um auf ihre Anliegen aufmerksam zu machen.

vim/DPA/AFP / DPA