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Swingertreff am Baggersee: Schluss mit wildem Sex auf "Porno Island"

Seit Jahren ist ein Baggersee bei Ulm ein bundesweit bekannter Sextreff für Swinger und Schwule. Damit soll jetzt endgültig Schluss sein. Die zuständige Kommune hat ein FKK-Verbot erlassen.

Zwei FKK-Anhänger

Zur Zeit geht es ruhig und beschaulich zu am Waldsee im schwäbischen Senden. Die Natur erblüht zwar, aber die Temperaturen sind recht kühl, und Badegäste gibt es noch nicht. Das wird sich ändern, sobald es wärmer wird. Dann erwacht das Leben rund um den beliebten Badesee in der Nähe von Neu-Ulm. Naturliebhaber, Wasserfreunde und Familien werden sich in das kühle Nass stürzen. Aber es sind nicht die einzigen, die dort Abkühlung suchen. Zum Leidwesen von Anwohnern, Eltern und Fischern hat sich auf der Halbinsel im See ein Sextreff für Swinger und Schwule entwickelt, der schon seit Jahren mehr oder weniger stark frequentiert wird. Die Medien tauften die Halbinsel kurzerhand "Porno-Island".

Die Sexliebhaber nutzen den FKK-Bereich, um sich ungeniert in die Büsche zu schlagen. Um das wilde Treiben zu stoppen, ließ die Gemeinde zunächst Büsche und Schilf kappen, wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtete. Die Swinger sollten keine Möglichkeit mehr haben, sich zu verbergen. Doch wer glaubte, dass die Maßnahme zur Bekämpfung der Kopulationswütigen ausreichen würde, sah sich getäuscht. Auch ein offenes Gelände brachte keine Besserung - es wurde weiter öffentlich geknutscht, gefummelt und gestöhnt.

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Ob das FKK-Verbot hilft, ist vollkommen offen

Jetzt hat die Gemeinde Senden eine weitere Maßnahme beschlossen. Das Nacktbaden ist in Zukunft verboten. Ob das FKK-Verbot das Ende des beliebten Sextreffs bedeutet, wird sich erst bei wärmeren Temperaturen zeigen. Die Gemeinde hofft, dass die Nachbar-Kommune, die ebenfalls an den See grenzt, mitzieht in Sachen Verbot.

Polizeichef Thomas Merk sagte laut "Süddeutscher Zeitung", dass sich das Verbot nicht grundsätzlich gegen FFK-Anhänger oder  gegen Homosexuelle richte. Aber der Gedanke der Freikörperkultur werde missbraucht, und das sorge für Unfrieden.

Swinger sind auch an anderen Badeseen ein Problem

An anderen Badeseen in der Region ist der öffentliche Sex ebenfalls ein Problem. Der Gemeinderat von Asbach-Bäumenheim zum Beispiel überlegt noch, ob er für den See in Halmar ein Nacktbadeverbot erlässt. Mitglieder des ansässigen Fischervereins fordern es vehement. Sie berichteten, dass sich die Swinger nicht so einfach vertreiben ließen, wenn man sie entdecke. Vielmehr reagierten sie empfindlich auf Störungen und würden mitunter sogar aggressiv. Der Gemeinderat richtet erstmal einen Runden Tisch ein, um alle Aspekte eines Verbots zu diskutieren. Die genervten Fischer müssen sich noch ein wenig gedulden.

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