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Drohung gegen Oberbürgermeister: Mann kassiert Geldstrafe für Hasskommentar auf Facebook

Aufgrund eines Hass-Postings auf Facebook wurde ein Mann zu einer Geldstrafe verurteilt. Hintergrund ist ein Post auf der Facebook-Seite des ehemaligen Wormser Oberbürgermeisters Michael Kissel (SPD), zu dem der Beschuldigte sich mit einem Bild einer Pistole und einem eindeutigen Spruch äußerte. 

Facebook Hasspost

Der Beschuldigte zeigte sich vor Gericht einsichtig, sein Hass-Posting auf Facebook kam ihm teuer zu stehen.

Wegen eines Hass-Postings auf der Facebook-Seite des ehemaligen Wormser Oberbürgermeisters Michael Kissel (SPD) muss ein Mann 500 Euro Strafe bezahlen. Der Wormser habe in einer Diskussion über angeblich von Zuwanderern begangene Straftaten ein Bild mit einer Pistole und dem Text "Walther erledige das mal..." gepostet, teilte die Staatsanwaltschaft in Mainz am Mittwoch mit. Die Wormser Zeitung" hatte zuvor darüber berichtet. Das Ermittlungsverfahren gegen den geständigen und einsichtigen Beschuldigten sei gegen die Zahlung der Geldauflage vorläufig eingestellt worden, erklärte die Staatsanwaltschaft.

Bürgermeister erhielt sogar Morddrohungen

Einen konkreten Adressaten habe der Mann in seinem Posting nicht genannt. In Worms war Anfang März eine 21 Jahre alte Frau mutmaßlich von ihrem 22 Jahre alten Freund erstochen worden - einem Tunesier, dessen Asylantrag zuvor abgelehnt worden war. Kissel hatte als Oberbürgermeister auf Facebook an das Mitgefühl und die Anteilnahme der Wormser appelliert und darum gebeten, von undifferenzierter, pauschaler Verurteilung abzusehen. Dafür war er in zahlreichen Kommentaren massiv angegriffen worden und hatte auch eine Morddrohung erhalten.

fk / DPA