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5 Fragen an Franz Müntefering: "Neugierig bleiben"

Fünf Fragen, fünf Antworten: Franz Müntefering über den greisen Kant, das kalendarische Alter und sein Vertrauen auf palliative Medizin.

1. Wir alle beschäftigen uns mit dem Älterwerden. Ab wann beginnt für Sie das Alter?
Es gibt keine objektiven Kriterien, außer – vielleicht – die individuelle Gewissheit. Aber die habe ich persönlich nicht. Generell steigt die Volksmeinung zum Alter (was Verbindlicheres gibt es nicht) mit dem Älterwerden vieler. Ich schätze, dass in diesen Jahren die meisten, die generell vom Alter sprechen, an 85 oder eine ähnliche Zahl denken. Das war auch schon 75 oder ähnlich. Kant, als er 50 wurde, wurde begrüßt mit: "Verehrungswürdiger Greis".

2. Wenn Sie es sich aussuchen könnten, wie alt wären Sie dann gerne? Mit anderen Worten: Was ist Ihr persönliches Lieblingsalter? Warum?
Ich habe mir nie ein anderes Alter als das Kalenderalter gewünscht. Und dabei bleibe ich auch. Jedes Alter ist wichtig, denn jeder Tag ist wichtig.

Welcher ältere Mensch begeistert Sie? Und ist sogar vielleicht Ihr Vorbild? Warum?
Ich kenne ganz Junge, Junge, Erwachsene, Ältere, Alte und Hochbetagte, die ich sehr schätze. Begeisterung ist mir aber ein zu sentimentaler Begriff, Vorbild sowieso. Warum ich die Genannten schätze? Sie sind interessant (für mich auf jeden Fall), weil sie sind, wie sie sind. Mit Berühmtheit hat das nichts zu tun.

Was ist Ihr Traum fürs Alter? Und was Ihr Alptraum?
Ich träume nicht davon. Ich hoffe, dass ich Hände und Beine bewegen kann und dass der Kopf klar ist. Ansonsten – wie es kommt. Albtraum? Lange mit großen Schmerzen leben, - aber da verlasse ich mich auf die medizinische Kunst und auf palliativ-hospizliche Hilfe.

Bereiten Sie sich auf Ihr Alter vor?
Mich über heute freuen, diesen Tag gut bestehen, neugierig bleiben und mich bewegen.

kst
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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(