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500 Jahre Reformation: Käßmann will Katholiken ins Reformationsjubiläum einbinden

Bis zum Jubiläum 2017 müssen Kirchen einen Weg des gemeinsamen Feierns gefunden haben. Theologin Margot Käßmann blickt auf eine Ökumene, deren Kirchen sich immer weiter annähern.

Das Jubiläum "500 Jahre Reformation", das 2017 ansteht, stößt nach Einschätzung der Theologin Margot Käßmann auch außerhalb der Kirche auf großes Interesse. Gerade im Kernland der Reformation, in Ostdeutschland, räumten Politik und Kultur dem Ereignis große Bedeutung ein, sagte die Botschafterin der evangelischen Kirche.

Mit der katholischen Kirche werde nach einer Form der gemeinsamen Würdigung der Reformation gesucht, auf die nach 400 Jahren Spaltung eine ökumenische Annäherung gefolgt sei. "Das ist mir wichtig - dann können wir auch feiern, dass wir nicht bei der Spaltung stehengeblieben sind und uns mehr verbindet, als uns trennt", sagte Käßmann.

Die frühere Bischöfin von Hannover hatte im April das Amt als Botschafterin der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) für das Reformationsjubiläum übernommen. "Ich habe den Eindruck, dass ganz viel in Gang kommt inzwischen, auch weil die Gemeinden die Einführung der Reformation bei sich vor Ort feiern." Touristisches und Kulturelles werde dabei mit den theologischen Inhalten verbunden.

Jubiläum soll Protestanten und Katholiken vereinen

Sehr positiv laufe die Konzeption der Themenjahre im Anlauf auf das Jubiläum, in diesem Jahr mit dem Schwerpunkt Reformation und Musik. "Ich konnte als Botschafterin da Brücken bauen, beispielsweise zu den Händelfestspielen in Halle, wo mit meiner Schirmherrschaft deutlich wurde, wie sich Reformationsjubiläum und andere Themen im säkularen Umfeld verbinden lassen."

Es sei ihr "wichtig, dass gerade auch Thüringen, Sachsen-Anhalt und Sachsen auch als Bundesländer sehr interessiert sind", sagte Käßmann. "Da gibt es ein großes Interesse auch von Seiten der Politik und der Kultur, das Jubiläum zu nutzen. Das fügt sich gut mit dem kirchlichen Anliegen zusammen, ist mein Eindruck."

Wie in fünf Jahren Protestanten und Katholiken gemeinsam der Reformation gedenken, ist noch nicht entschieden. "Zuallererst werden das die Bischofskonferenz und die EKD beraten, wie da eine symbolische Geste oder Ähnliches aussehen kann." Die bevorstehende Jahrestagung der EKD-Synode in Timmendorfer Strand (4. bis 7. November) diene auch der Klärung der Frage, was die evangelische Kirche ins Zentrum der Feierlichkeiten im Jahr 2017 stellen wolle.

Im Vorfeld der Synoden-Tagung werde auch der Ökumene-Kardinal des Vatikans, Kurt Koch, in Timmendorfer Strand erwartet, so Käßmann. Er hatte statt einer Feier für ein beidseitiges Schuldbekenntnis der Kirchen anlässlich der Reformation plädiert und damit auf evangelischer Seite für Ernüchterung gesorgt. Käßmann: "Es wird sehr wichtig sein, mit ihm darüber zu reden. Wir müssen mehr nach vorne blicken als zurück."

Michael Evers/DPA / DPA
Kindesunterhalt für volljähriges Kind ohne Zielstrebigkeit
Mein Kind ist 19 Jahre alt und lebt im Haushalt der Mutter. Es hat im Juli 2017 seine Schule nach der 10. Klasse dann mit Hauptschulabschluss verlassen. Danach wollte es auf einer Berfsfachschule Einzelhandel seinen Realschulabschluss nachholen (2 Jahre). Es besuchte die Schule im ersten Halbjahr nicht wirklich regelmäßig und im zweiten Halbjahr dann so gut wie gar nicht mehr. (zum Ende hin, ist es gar nicht mehr zur Schule gegangen) Das notwendige zweite Jahr ging es dann gar nicht mehr an. Stattdessen hat es sich für ein freiwilliges Soziales Jahr beworben und geht hier mehr oder weniger regelmäßig hin. Nun möchte es das FSJ abbrechen und wieder seinen Realschulabschluss nachholen. Dies soll in Vollzeit an der Volkshochschule geschehen. Zwischendurch ist immer wieder die Rede von verschiedenen Ausbildungen. Ein wirkliches Konzept, oder Interesse ist aber auch hier nicht erkennbar. Mal kommt es mit dem Berufswunsch Tierarzthelfer/In, mal mit Immobilienkaufmann/-Frau, oder Ähnlichem. Informationen über freie Stellen, oder Inhalte des Berufs und der Ausbildung können nicht genannt werden. Bei laufenden Bewerbungen am Ball zu bleiben liegt ihm auch nicht wirklich. Hab die Bewerbung ja hingeschickt, damit soll es dann auch gut sein. Langsam drängt sich mir der Verdacht auf, es sucht sich den bequemsten Weg heraus und verlässt sich auf meine nicht unerheblichen Unterhaltszahlungen. Frei nach dem Motto: Was soll ich mich kümmern, Väterchen muss ja zahlen, solange ich Schule oder Ausbildung mache. Um meinem Kind Anreize zu geben, endlich Zielstrebigkeit zu entwickeln, habe ich schon über die Kürzung bzw. Einstellung des Unterhals nachgedacht. Wie verhält sich das rechtlich, bzw. was kann ich tun?