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Schwerer Unfall auf A2: So macht die Polizei jetzt Jagd auf Gaffer auf den Autobahnen

Wer Fotos oder Filme von hilflosen Unfallopfern macht, begeht eine Straftat. Die Polizei hat auf der A2 gezeigt, wie sie gegen solche Gaffer vorgeht. 

Ein beschädigter Kleintransporter steht nach einem Auffahrunfall hinter einem Lkw auf der Autobahn A2

Ein beschädigter Kleintransporter steht nach einem Auffahrunfall hinter einem Lkw auf der Autobahn A2

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Ein Unfall auf der Autobahn. Auf der Gegenfahrbahn bremsen Schaulustige ab, fahren langsamer – und machen Bilder oder sogar Videos von dem Unglück. Jeder Smartphone-Benutzer wird zum potenziellen Gaffer. Der technische Fortschritt macht sich bemerkbar: Die Sensationslust scheint zuzunehmen. Nicht selten landen Bilder der Verkehrsopfer auch in den sozialen Netzwerken.

Die Polizei verstärkt den Kampf gegen Gaffer

Wer jedoch Fotos oder Filme von einem Unfall macht, begeht eine Straftat. Die Konsequenzen können eine Geldstrafe oder bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe sein. Um diese Bestrafungen durchsetzen und die Verkehrssünder strafrechtlich verfolgen zu können, fotografieren Beamte nun am Unfallort Schaulustige, die ihr Smartphone auf den Unfall richten.

Unfall auf A2: Sechs Schaulustige von Beamten fotografiert

Wie die "Neue Presse" online berichtet, haben Beamte der Autobahnpolizei nach einem Auffahrunfall auf der Autobahn A2 am Dienstagmorgen insgesamt sechs Gaffer fotografiert. Demnach war gegen 8 Uhr ein Autofahrer ins Heck eines Lastwagens geprallt. Der Wagen wurde unter der Lkw-Ladefläche eingeklemmt, der Fahrer lebensgefährlich verletzt. 

Strafbar mache sich laut dem örtlichen Polizeisprecher beispielsweise, wer ein hilfloses Opfer filme. Unter gewissen Umständen drohe den filmenden Auto- und Lkw-Fahrern bis zu zwei Jahre Haft.

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