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Alkohol am Steuer: Käßmann tritt als EKD-Ratsvorsitzende zurück

Als Konsequenz aus ihrer Trunkenheitsfahrt tritt Margot Käßmann nach Informationen der Nachrichtenagentur DAPD von ihrem Amt als EKD-Ratsvorsitzende zurück.

Als Konsequenz aus ihrer Trunkenheitsfahrt tritt Margot Käßmann nach Informationen der Nachrichtenagentur DAPD von ihrem Amt als EKD-Ratsvorsitzende zurück. Käßmann wollte am Mittwoch (16.00 Uhr) im Rahmen einer Pressekonferenz in Hannover eine Erklärung abgeben.

Der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) hatte seiner Vorsitzenden am Dienstagabend in einer Telefonkonferenz noch das Vertrauen ausgesprochen, dabei aber keine abschließende Bewertung ihres Verhaltens vorgenommen. Die Entscheidung über den Verbleib der Bischöfin an der EKD-Spitze legte der Rat ausdrücklich in Käßmanns eigene Hände. Man überlasse der Vorsitzenden die Entscheidung über den Weg, der gemeinsam eingeschlagen werden solle, erklärte er.

Käßmann war am späten Samstagabend auf der Rückfahrt von einem privaten Termin stark betrunken am Steuer ihres Dienstwagens gestoppt worden. Die Polizei hielt sie in der Innenstadt von Hannover an, nachdem Käßmann mit ihrem Dienstwagen eine rote Ampel ignoriert hatte. Eine Blutprobe ergab 1,54 Promille, wie die Staatsanwaltschaft Hannover erklärte. Ab 1,1 Promille liegt in Deutschland absolute Fahruntüchtigkeit und eine Straftat vor. Käßmanns Führerschein wurde eingezogen, ein Strafverfahren eingeleitet.

APN / APN