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Alkoholverbot: Magdeburg legt City trocken

Tagsüber Touristenattraktion, nachts ein Scherbenhaufen: Der Magdeburger Hasselbachplatz wird zur alkoholfreien Zone, weil immer häufiger betrunkene Jugendliche unangenehm auffallen. Die Stadt ist nicht die erste und wohl auch nicht die letzte, die ihre City trockenlegt.

Der Platz mit sanierten Gebäuden aus dem 19. Jahrhundert soll Magdeburgs Schmuckstück sein. Tagsüber staunen Touristen am Hasselbachplatz über die prächtigen Fassaden in der sonst im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigten Landeshauptstadt. Doch abends ist es mit der Idylle oft schnell vorbei. Jugendliche ziehen mit Bierflaschen umher, verursachen Krach, Müll und Scherben. Damit nicht genug: Das Kneipenviertel hat sich nach Polizeiangaben zum Kriminalitätsschwerpunkt entwickelt. Vom 1. Februar an will die Stadt diesem Trend mit einem drastischem Schritt entgegenwirken: Rund um den Platz darf kein Alkohol mehr getrunken werden. Auch in anderen deutschen Städten gilt dieser Schritt inzwischen als letztes Mittel, um auch nachts Ordnung und Sicherheit zu gewährleisten.

Alkoholmissbrauch und Vandalismus haben sich in vielen deutschen Großstädten zum Problem entwickelt. Immer wieder entdecken Polizisten Jugendliche, die nach einer durchzechten Nacht auf einer Parkbank liegen und nicht ansprechbar sind. Ob ein Alkoholverbot das Problem aus der Welt schaffen kann, ist strittig. Kritiker verweisen darauf, dass auch Aufklärung über schädliche Folgen des Alkohols und Kontrollen an der Einkaufskasse verbessert werden müssten.

Marburg und Hamburg haben es vorgemacht

Magdeburg steht mit der neuen Regelung nicht allein, in einigen Städten gilt ein Alkoholverbot auf bestimmten öffentlichen Plätzen schon länger - beispielsweise seit Dezember in Marburg in Hessen. Auf dem Kiez in St. Pauli haben die Hamburger Behörden ein Alkoholverbot angedroht. Häufig wird Bier und Schnaps zunächst auf Spielplätzen verboten, dies wird in Berlin in mehreren Bezirken befürwortet. Der Deutsche Städte- und Gemeindebund spricht von einem "zunehmenden Interesse" der Kommunen an dem Thema. "Wir sehen solche Verbote grundsätzlich positiv. Konsequenterweise muss dann aber auch der Verkauf von Alkohol an Jugendliche stärker kontrolliert werden", sagt Uwe Lübking von dem kommunalen Spitzenverband.

In Magdeburg brachten Auseinandersetzungen in der Neujahrsnacht das Fass zum Überlaufen: Während in den Kneipen ausgelassen das neue Jahr begrüßt wurde, geriet draußen ein Polizeiwagen unter Beschuss. Aus einer Gruppe von 20 bis 25 Jugendlichen wurden Feuerwerkskörper auf den Streifenwagen geschossen, die traurige Bilanz: zwei verletzte Polizisten. Der gravierende Einzelfall bestätigte den Trend zu mehr Gewalt. Rund um den Hasselbachplatz hatte es 2007 eine deutliche Zunahme bei Körperverletzungen und Sachbeschädigungen gegeben.

Die Kommune handelte: Zwischen 18 und 6 Uhr darf nun im öffentlichen Raum auf dem Platz im Zentrum Magdeburgs zunächst bis zum 31. März kein Alkohol getrunken werden. Das klingt nach einer einfachen Regelung, tatsächlich aber gibt es viele offene Fragen: Ziehen die Jugendlichen womöglich nur einige Straßen weiter, um dort abends Bier und Schnaps zu trinken? Anwohner fragen sich, welche Konsequenzen es hat, wenn sie abends über den Hasselbachplatz gehen und einige Flaschen Bier für einen gemütlichen Fernsehabend bei sich haben. Stadt und Polizei beruhigen - das angedrohte Zwangsgeld von bis zu 2000 Euro soll in solchen Fällen nicht verhängt werden.

Thomas Struk/DPA / DPA
Kindesunterhalt für volljähriges Kind ohne Zielstrebigkeit
Mein Kind ist 19 Jahre alt und lebt im Haushalt der Mutter. Es hat im Juli 2017 seine Schule nach der 10. Klasse dann mit Hauptschulabschluss verlassen. Danach wollte es auf einer Berfsfachschule Einzelhandel seinen Realschulabschluss nachholen (2 Jahre). Es besuchte die Schule im ersten Halbjahr nicht wirklich regelmäßig und im zweiten Halbjahr dann so gut wie gar nicht mehr. (zum Ende hin, ist es gar nicht mehr zur Schule gegangen) Das notwendige zweite Jahr ging es dann gar nicht mehr an. Stattdessen hat es sich für ein freiwilliges Soziales Jahr beworben und geht hier mehr oder weniger regelmäßig hin. Nun möchte es das FSJ abbrechen und wieder seinen Realschulabschluss nachholen. Dies soll in Vollzeit an der Volkshochschule geschehen. Zwischendurch ist immer wieder die Rede von verschiedenen Ausbildungen. Ein wirkliches Konzept, oder Interesse ist aber auch hier nicht erkennbar. Mal kommt es mit dem Berufswunsch Tierarzthelfer/In, mal mit Immobilienkaufmann/-Frau, oder Ähnlichem. Informationen über freie Stellen, oder Inhalte des Berufs und der Ausbildung können nicht genannt werden. Bei laufenden Bewerbungen am Ball zu bleiben liegt ihm auch nicht wirklich. Hab die Bewerbung ja hingeschickt, damit soll es dann auch gut sein. Langsam drängt sich mir der Verdacht auf, es sucht sich den bequemsten Weg heraus und verlässt sich auf meine nicht unerheblichen Unterhaltszahlungen. Frei nach dem Motto: Was soll ich mich kümmern, Väterchen muss ja zahlen, solange ich Schule oder Ausbildung mache. Um meinem Kind Anreize zu geben, endlich Zielstrebigkeit zu entwickeln, habe ich schon über die Kürzung bzw. Einstellung des Unterhals nachgedacht. Wie verhält sich das rechtlich, bzw. was kann ich tun?