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Allerseelen und Allerheiligen: Zollitsch ruft zum Gedenken an die Verstorbenen auf

Auf einer Ansprache in Freiburg sagte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz Zollitsch, dass das Andenken an Verstorbene zu oft in Vergessenheit gerate. Das Erinnern müsse immer wieder wachgerufen werden. Dazu bedarf es nicht unbedingt einem Feiertag wie Allerheiligen.

Zu den Gedenktagen Allerheiligen und Allerseelen hat die katholische Kirche in Deutschland die Gläubigen zum Erinnern an die Toten aufgerufen. Verstorbenen zu gedenken, müsse in der Gesellschaft einen festen Platz haben, sagte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, am Dienstag in Freiburg. Dies gelte vor allem mit Blick auf die älter werdende Gesellschaft. "Wie wir mit dem Andenken an die Verstorbenen umgehen, sagt viel aus über die Bedeutung, die dem Menschen in einer Gesellschaft beigemessen wird", sagte der Freiburger Erzbischof.

Jeder sei daher aufgerufen, Tote nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. "Das Andenken an die Verstorbenen können wir vor allem dann bewahren, wenn wir von dem investieren, was uns allen kostbar ist: von unserer Zeit", sagte Zollitsch. Dies gerate zu oft in Vergessenheit. Das Erinnern müsse daher immer wieder wach gerufen werden. Die katholischen Totengedenktage Allerheiligen und Allerseelen seien hierfür ein geeignetes Mittel.

Allerheiligen am 1. November und Allerseelen am 2. November sind die zentralen Totengedenktage in der katholischen Kirche. Vielerorts beten Gläubige für die Toten, schmücken Gräber, segnen sie mit geweihtem Wasser und stellen Kerzen auf. Allerheiligen ist in einigen deutschen Bundesländern ein gesetzlicher Feiertag.

kgi/DPA / DPA