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Altersarmut in Deutschland: Eine halbe Million Rentner braucht Sozialhilfe

Irgendwie müssen sie ja über die Runden kommen: Im vergangenen Jahr beantragten knapp 500.000 Menschen über 65 Jahren hierzulande Sozialhilfe - ein deutlicher Anstieg im Vergleich zum Vorjahr.

Immer mehr alte Menschen in Deutschland sind auf Hilfe vom Staat angewiesen. Ende 2012 bekamen knapp 465.000 Menschen, die 65 Jahre und älter waren, Grundsicherung im Alter. Das waren 6,6 Prozent mehr als im Vorjahr. "Auf die Grundsicherung im Alter sind insbesondere westdeutsche Frauen angewiesen", berichtete das Statistische Bundesamt in Wiesbaden. Ebenso stark stieg die Zahl der kranken Menschen, die wegen dauerhafter Erwerbsminderung Sozialhilfe bekamen. Waren es Ende 2011 noch rund 408.000 Menschen, registrierten die Statistiker ein Jahr später etwa 435.000 Betroffene. Insgesamt empfingen etwa 900.000 Menschen Grundsicherung.

Den Angaben zufolge bezogen in den alten Bundesländern 30 von 1000 Einwohnern über 65 Jahren Grundsicherung im Alter, während es in den neuen Bundesländern einschließlich Berlin 20 von 1000 Einwohnern waren. Spitzenreiter seien die Stadtstaaten Hamburg (62 je 1000 Einwohner), Bremen (55 je 1000) und Berlin (53 je 1000) gewesen. Mit jeweils 10 Empfängern je 1000 Einwohnern über 65 Jahre nahm die Bevölkerung in Sachsen und Thüringen die Leistungen am seltensten in Anspruch.

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