HOME

Arbeitsüberlastung: Burnout trifft auch Pfarrer

Sparmaßnahmen im Kirchenwesen führen dazu, dass immer weniger Pfarrer immer mehr Arbeit zu bewältigen haben - und das bei sinkendem Einkommen. Die veränderten Arbeitsbedingungen machen den Geistlichen das Leben schwer.

Die evangelischen Pfarrer in Deutschland klagen über Arbeitsüberlastung. "Viele arbeiten an der Grenze der Belastungsfähigkeit. Nicht wenige fühlen sich bereits ausgebrannt, suchen nach Auszeiten oder nehmen professionelle Hilfe in Anspruch", sagte der Vorstandsvorsitzende des Verbandes der Vereine evangelischer Pfarrerinnen und Pfarrer in Deutschland, Klaus Weber, laut Mitteilung am Dienstag auf der Mitgliederversammlung des Verbandes in Dessau-Roßlau. Der Stress sei auf die Kürzung von Pfarrerstellen und eine größere Aufgaben-Bandbreite zurückzuführen. Die Wochenarbeitszeit liege bei 55 bis 65 Stunden.

Zu viele Schafe für einen Hirten

"Wenn ich mit Pfarrerinnen und Pfarrern ins Gespräch komme, dann ist mehr von Problemen die Rede als von der Freude am schönsten Beruf, den es gibt", sagte Pfarrer Weber. In allen Landeskirchen wurden und werden ihm zufolge wegen der sinkenden Mitgliederzahlen Pfarrstellen abgebaut. "Einzelne zuvor selbstständige Pfarrstellen werden zu großflächigen Pfarreien zusammengeschlossen und müssen von einer Pfarrerin oder einem Pfarrer versorgt werden. Die täglichen Wege, die zu bewältigen sind, sind lang und zeitaufwendig, und die Gremien- und Verwaltungsarbeit nimmt dabei zu", sagte der Geistliche.

Sparmaßnahmen begünstigen Pfarrermangel

Die Arbeit sei "erdrückend und unüberschaubar" geworden - und zugleich sei das Einkommen gesunken. In einigen Kirchen würden nur noch mit 75 Prozent dotierte Stellen angeboten. Für die Zukunft befürchtet der Verband einen Mangel an Pfarrern, da sich immer weniger junge Menschen für ein Theologie-Studium entscheiden und bei den Pfarrern eine Ruhestandswelle bevorsteht. Derzeit bereiten sich laut Weber bundesweit 2180 Studenten auf den Pfarrerberuf vor. Mitte der 80er-jahre habe es hingegen 11.000 Theologie-Studenten gegeben.

DPA / DPA
Themen in diesem Artikel
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.