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Armutsbericht 2013: Fast jeder sechste Deutsche ist von Armut bedroht

13 Millionen Menschen leben in Deutschland am Existenzminimum. Der Armutsbericht 2013 des Statistischen Bundesamts offenbart: Die Lage hat sich seit 2012 nicht verbessert.

Jeder Sechste in Deutschland ist von Armut bedroht, auch viele Kinder leben in armen Verhältnissen

Jeder Sechste in Deutschland ist von Armut bedroht, auch viele Kinder leben in armen Verhältnissen

Trotz der guten Lage am Arbeitsmarkt droht etwa jedem Sechsten in Deutschland ein Leben in Armut.

Das sind rund 13 Millionen Menschen, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag für das Jahr 2013 mitteilte. Mit 16,1 Prozent war der Anteil der armutsgefährdeten Menschen an der Bevölkerung genauso hoch wie 2012.

Armut beginnt danach bei 979 Euro netto im Monat für einen Single und bei 2056 Euro Eltern mit zwei Kindern.

Die Zahlen basieren auf einer EU-Statistik (EU-SILC), nach der das Armutsrisiko bei weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens der gesamten Bevölkerung beginnt - inklusive staatlicher Sozialleistungen wie Kinder- oder Wohngeld. In Deutschland sei der Anteil dieser Menschen seit Einführung der EU-weiten Erhebung2008 "relativ stabil", so die Statistiker.

35,2 Prozent der Alleinerziehenden armutsgefährdet

In der Altersgruppe der 17- bis 64-Jährigen gelten fast 18 Prozent der Frauen als armutsgefährdet, aber nur 16 Prozent der Männer. Von den Alleinerziehenden laufen sogar 35,2 Prozent Gefahr, in Armut abzurutschen. "Bei den Alleinlebenden betrug der Anteil der armutsgefährdeten Personen 31,9 Prozent", erklärten die Statistiker. Wer einen Job hat, gerät vergleichsweise selten in Bedrängnis: Hier sind nur 8,6 Prozent gefährdet, bei den Arbeitslosen sind es dagegen 69,3 Prozent.

mia/DPA/Reuters / DPA / Reuters