HOME

Atomausstieg: Der Dagegen-Spieler

Jochen Stay ist das Gesicht der Anti-AKW-Bewegung, er führt ein Leben im Protest. Jetzt hat die Bundesregierung beschlossen, wofür er seit Jahrzehnten kämpft: den Atomausstieg. Er könnte feiern.

Von Julia Prosinger

Es ist Donnerstag, der Tag, an dem Deutschland sich von der Atomenergie verabschiedet. Knapp 60 Aktivisten stehen am frühen Morgen im Nieselregen vor dem Reichstag, mit Fahnen und Ansteckpins. "Abschalten", rufen sie, "Atomkraft Stop!". Nur einer fehlt, der sonst immer dabei ist, ins Megafon spricht, seine weißen Locken schüttelt, scharf schießt mit Worten: Jochen Stay.

Ausgerechnet diesen Tag, an dem der Erfolg, auch sein Erfolg, sichtbar wird, verbringt Stay mit seiner Tochter daheim im Wendland. "Arbeitsteilung", sagt er stern.de kurz vor der Abstimmung über den Atomausstieg im Bundestag und lässt Bund, Campact und andere Organisationen allein demonstrieren.

Jochen Stay, 45, Vollbart, Lederarmband, sitzt in einem Hinterhaus in Hamburg-Wandsbek, der Schaltzentrale der kürzlich erstarkten Anti-AKW-Bewegung, zwischen gelben Kisten voller Banner und Plakate. Neben ihm stehen handgeschnitzte AKWs. Alle paar Minuten klingelt sein Telefon, erst ist das ZDF dran, dann ein Radiosender, dann wieder das ZDF.

„Mein Papa ist Castor-Gegner“

Der Bundestag beschließt den Atomausstieg; alle wollen wissen, was Jochen Stay dazu sagt. Schließlich gilt er als Cheflogistiker, als Organisator von Massenprotesten, als Vordenker. So verwurzelt im Protest, dass die Tochter in der Schule sagt: "Mein Papa ist Castor-Gegner", wenn es um die Berufe der Eltern geht. Ihn und seine Organisation "Ausgestrahlt" riefen die Menschen nach Fukushima an und fragten: Was können wir tun?

Fukushima, das war die größte Chance, die Stay bekommen konnte. "Ausgestrahlt" wuchs von 9 auf 23 Mitarbeiter, initiierte mehr als 700 Mahnwachen in Städten, die Spenden, die auch Stays Stelle als Sprecher finanzieren, stiegen drastisch an. 20 Stunden am Tag hat er da gearbeitet, mit dem Laptop aus Zügen Massen-E-Mails verschickt, im Büro steht ein Klappbett, für alle Fälle. "Ich habe das richtige Gespür für politische Stimmungen", sagt Stay. Und so ist "Ausgestrahlt" auch eine Organisation neuen Typs: keine langen Mitgliedschaften, sondern kurzfristige Projekte und Aktionen, zu denen Stay auf sozialen Netzwerken aufruft. Beispielsweise eine 120 Kilometer lange Menschenkette zwischen den AKWs Krümmel und Brunsbüttel im vergangenen Jahr.

Warum also nicht feiern in Tagen wie diesen? Warum immer dagegen sein? Jochen Stays eigene Erklärung: "Der Ausstieg ist Sekt und Selters zugleich." Er ginge nicht schnell, nicht weit genug. Denn die Entscheidung, die müsse ja nicht die letzte sein. Bis die letzten sechs Atomkraftwerke stillgelegt werden sollen, gibt es noch drei Bundestagswahlen. Es sei, als ob einer behaupte, er höre 2022 zu rauchen auf. Außerdem seien viele Detailfragen wie die nach der Atommülllagerung offen. Die andere Erklärung: Möglich, dass einer wie Stay den Sieg nicht gern abgibt an eine Partei, die jahrelang sein politischer Feind war. Oder, dass er nicht weiß, wohin mit sich, jetzt, da die Geschichte ihn eingeholt hat.

Dafür sein, kann er das denn?

Vergangenes Wochenende, auf dem Parteitag, an dem die Grünen beweisen wollten, dass sie keine Dagegen-Partei sind, da soll er etwas anachronistisch gewirkt haben. Ganz schön allein sei er herumgestanden auf dieser Veranstaltung, erzählt Grünen-Chefin Claudia Roth stern.de. Weil er immer noch dagegen war. Aber Jochen Stay ist kein Dafür-Typ.

In einem offenen Brief hatte er die Grünen aufgefordert, den Atomfahrplan der Bundesregierung abzulehnen. Es sei nicht der schnellstmögliche Ausstieg, sondern nur der langsamste, den diese Gesellschaft noch mittrage, hatte Stay geschrieben und die Grünen sogar mit der FDP verglichen. Denn der Ausstieg 2022 findet fünf Jahre später statt als bisher von den Grünen gefordert. Alte Gräben zwischen der Anti-Atom-Bewegung und Bündnis90/Die Grünen könnten möglicherweise wieder aufreißen, prophezeite Stay.

"Hart, harsch, drohend", nennt Grünen-Parteivorsitzende Claudia Roth Stays Äußerungen. "Ich lasse nicht zu, dass einer die Grünen exkommuniziert", sagt sie. Es habe nicht viel mit Basisdemokratie zu tun, wenn einer glaube, er könne für alle sprechen. Auch, wenn sie Jochen Stay natürlich schätze für seinen unermüdlichen Kampf.

Der Self-Made-Politiker

Dieser Kampf war immer selbst gewählt. "Ich will nur das machen, was mich persönlich bewegt", sagt Stay. Ein Lebensmotto. Schon in der Schule in Mannheim war er der Außenseiter mit den langen Haaren, in bunten Hosen hat er damals für den Frieden gefastet, gegen Apartheid und Nato-Doppelbeschluss protestiert. In Mutlangen, wo die Pershing-II-Raketen stationiert waren, lag er nachts in Büschen. "Klassische Spionage", sagt er, "nur eben für die Öffentlichkeit." Man habe herausfinden wollen, wo die mobilen Abschussstellungen aufgebaut würden. Er lernte das Handwerk des politischen Aktivisten. "Was ich mache, ist ja kein anerkannter Lehrberuf, aber in die Lehre bin ich trotzdem gegangen."

Von Mutlangen ging es nach Wackersdorf, dort sollte eine Wiederaufbereitungsanlage gebaut werden. Das Projekt wurde gekippt, Stay hatte sein Thema gefunden. Sein Studium brach er ab, weil er die politischen Debatten spannender fand, arbeitete für die anarchische Zeitschrift "Graswurzelrevolution", zog für eine Frau ins Wendland. Viele Jahre lebte Stay von Geld, das ihm etwa 100 Freunde und Bekannte monatlich spendeten. "Ich wünsche mir, dass jeder Mensch ein Politiker ist", sagt Stay. Politik muss nicht Parteipolitik sein. Der Jochen, sagen seine Bekannten, der weiß schon, was er macht. Jochen Stay macht Politik von unten.

Doch die Rolle der Anti-AKW-Bewegung wird künftig eine andere sein. "Sie wird eine Wächterin dessen sein, was wir gerade beschlossen haben", sagt Claudia Roth. Stay als Wächter, als Verwalter? "Ich könnte mir vorstellen, mich für Klimaschutz zu engagieren oder für Afghanistan", sagt er. Außerdem werde er auch nicht jünger und schlafe auch gern einmal aus.

In den letzten Tagen hat Stay E-Mails von Atomkraftgegnern bekommen, die sich über seine konfrontative Haltung gegenüber den Grünen beschweren. "Einige werden wir vielleicht verlieren", sagt er. Dagegen ist eben dagegen.

Betruf beim Autokauf
ich habe letztem September ein gebrauchtes Auto gekauft und nach einem Monat habe ich wegen Servolenkung mein Auto bei ADAC abgescleppt lassen. (Damals hat die Servolenkung plötzlich ausgefallen und ich hätte mit Straßenbahn einen Unfall bekommen. Damals habe ich versuchte mit meinem Verkäufer zu kontaktieren. Leider hat er 3 Wochen Urlaub gemacht und habe ich mein Auto bei einer Werkstatt repariert hat und das kostet ungefähr 90 Euro und musste ich für ADAC mehr bezahlen. (Da meinte Meister, dass wegen Betteriepol meine Servolenkung ausgefallen hat.) aber nach 1 Tag ist dieses Problem wieder passiert und Bremeschalter auch kaputt gegangen ist und habe ich dafür 252 Euro bezahlt. Da war der Verkäufer imemrnoch im Urlaub. Nach seinem Urlaub habe ich mein Auto mitgebracht und er hat mir gesagt, dass wenn ich für Erstazteil(Servolenkung) bezahle, dann kann er mein Auto reparieren. (Das kostet ungefähr 50 Euro). Aber er konnte eine Teil von meinem Auto nicht finden und mit anderer Teil(verschidenen Artikelnummer) mein Auto repariert und er meinte, dass wenn ich wieder dieses Problem hätte, repariert er wieder mit richtiger Teil und wieder nach 1 Tag ist dieses Problem wieder passiert und habe ich mein Auto wieder mitgebracht. Aber er hat noch nicht die Servolenkung für mein Auto gefunden und er meinte, dass ich auch bei Ebay oder irgendwie die Teil suchen soll. Aber wenn ich wieder darüber telefoniert habe(weil ich leider nicht richtige Artikelnummer von meinem Auto kenne), hat er mir einfach gesagt, dass er einfach damals gar nicht repariert hat und d.h mein Auto wurde immernoch meine richtige ausfallende Teil eingebaut und er meinte, dass ich selber die Teil finden muss... Das ist echt scheiße. Deswegen habe ich die Servolenkung selber gekauft(200 Euro) und selber ausgetauch. Da ich nicht mehr dem Verkäufer vertrauen konnte. jzt alles wieder in Ordnung. Und letzte Woche habe ich Bremseleläge selber gewechselt da habe ich anderes Problem gefunden. Als ich hinten Bremsbeläge ausgebaut habe, habe ich ganz viel Problem gemerkt. Die Korben war festgeklebt im Zylinder deshalb Bremsbeläge einfach abgebrochen hat. Ich denke das ist sehr gefährlich.. Und Nach dem Rapatur von Hintenbremse kann ich nicht mehr schlechte Geräuch hören.. Dieses Geräuch hat auch als ich dieses Auto erstes Mal mitgenommen habe gehört, dachte ich, wegen ABS. Aber das war auch nicht.. Ich denke er hat total kaupttes Auto verkauft und gar nicht verantwortlich.. villeicht hat er mich ganz einfach unterschätzt weil ich ein Ausländer bin nicht so fließend Deutsch sprechen kann... In dem Fall was kann ich machen? Soll ich einfach anzeigen?
Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.
Füllhorn Rente 63 ?
Wer 2018 NEU in den Ruhestand ging a) und die „abschlagsfreie Rente 63“ mit mindestens 45 Versicherungsjahren kassierte, erhielt im Schnitt 1265 Euro monatlich, 1429 Euro (als Mann) bzw. 1096 Euro (als Frau) RENTE. b) und wer die „normale“ Altersrente kassierte, erhielt monatlich im Schnitt 950 Euro, 1080 € (als Mann) bzw. 742 Euro (als Frau) RENTE. Nach Adam Riese bedeutet das, das erst Zeiten ab dem 18. LJ für die Rentenversicherung gewertet werden, dass männliche Nicht-Akademiker über 45 Arbeitsjahre hinweg mehr als 25 Euro monatlich pro Stunde verdient haben müssten. sprich: ab 1973 ! (zu DM-Zeiten 50 DM Stundenverdienst ! ... als Nicht-Akademiker ??) Meine Erfahrung ist, dass man mit 18 zur Armee musste und das anschließende Studium frühestens im 25 LJ beenden konnte -- also in 1981 ! (25 + 45 = 70. LJ mit Altersrente ohne Abzüge). Ergebnis: erst in 2026 könnten vergleichbare Akamdemiker (nach 45 Vers.Jahren) in VOLLE Rente gehen. PS: Nach Rechnung der „Die Linke“ bräuchte man über 37 Jahre hinweg einen Stundenverdienst von mind. 14,50 Euro (29 DM), um NICHT auf die „Grundsicherung für Altersrentner“ angewiesen zu sein; also den statistischen Wert von 800 Euro mtl. Rentenbezug zu überschreiten. Wer erkennt den Zaubertrick der „abschlagsfreien Rente 63“ ? Wer kennt den Zaubertrick, in weniger Zeit, mit weniger Ausbildung, maximale Top-Renten-Ergebnisse zu erzielen ? (welches nicht einmal die gierigsten Börsenbanker und Versicherungsmakler in einer Demokratie für realisierbar hielten) ?
  • Julia Prosinger