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Atomkraftwerke: Neue Defekte in Krümmel und Brunsbüttel

Die Atomkraftwerke Brunsbüttel und Krümmel bleiben weiterhin abgeschaltet. Bei Wartungsarbeiten wurden neue Defekte gefunden. Undichte Membrane, Risse in Absaugeleitungen nennt Kraftwerksbetreiber Vattenfall allerdings "normal".

Bei den Untersuchungen am derzeit abgeschalteten Kernkraftwerk Brunsbüttel in Schleswig-Holstein sind erneut Defekte entdeckt worden. An den Pneumatikventilen des Schnellabschaltsystems seien undichte Membrane gefunden worden, teilte das für die Atomaufsicht zuständige Sozialministerium am Montagabend in Kiel mit. Sachverständige sollen nun klären, wie die Mängel entstehen konnten, heißt es in der Mitteilung des Ministeriums. Die Fehler seien der Aufsichtsbehörde vom Kraftwerksbetreiber Vattenfall als Ereignis der Kategorie "N" für "Normal" mitgeteilt worden, hieß es.

Dem Ministerium zufolge meldete Vattenfall am Montag auch die am Freitag bekanntgewordenen Risse an den Absaugeleitungen innerhalb und außerhalb des Sicherheitsbehälters des Atomkraftwerks Krümmel. Auch hierbei handle es sich um ein Ereignis der Kategorie "N". Bisher seien 14 Risse in Rohrleitungen entdeckt worden. Das AKW Krümmel ist seit einem Brand in einem Transformator am 28. Juni nicht in Betrieb. Die Untersuchung des Meilers gehe vorerst weiter.

DPA / DPA