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Audienz im Vatikan: Papst empfängt Bischof Tebartz-van Elst

Zwei Tage nach seinem Amtsverzicht empfängt Papst Franziskus den zurückgetretenen Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst zu einem Gespräch. Lange dauerte die Audienz jedoch nicht.

Franz-Peter Tebartz-van Elst wurde am Freitag vom Papst empfangen

Franz-Peter Tebartz-van Elst wurde am Freitag vom Papst empfangen

Der zurückgetretene Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst ist am Freitag von Papst Franziskus zu einer kurzen Audienz empfangen worden. Das Treffen begann um 9.45 Uhr, bestätigte eine Sprecherin des Vatikans. Es dauerte damit höchstens eine Viertelstunde, denn der Papst wartete bereits auf einen prominenten Gast, den griechischen Präsidenten Karolos Papoulias.

Worüber Papst und Bischof bei dem privaten Treffen gesprochen haben, wurde nicht mitgeteilt, wie Radio Vatikan berichtete. Damit ist offen, ob die die Zukunft des Bischofs bereits ein Thema in dem Gespräch gewesen ist.

Papst nahm Amtsverzicht an

Der Papst hatte am Mittwoch den angebotenen Amtsverzicht Tebartz-van Elsts angenommen. "Der scheidende Bischof wird zu gegebener Zeit mit einer anderen Aufgabe betraut werden", hatte es in der Mitteilung des Heiligen Stuhls geheißen.

Dem Bischof wurden Verschwendung und autoritäre Amtsführung vorgeworfen. Er trägt nach einem Prüfbericht die Verantwortung für die Kostenexplosion beim Um- und Neubau seines Amtssitzes auf rund 31 Millionen Euro.

and/DPA / DPA
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?