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Auswertung der Krankenhauseinweisungen: Komasaufen und -kiffen bei Jugendlichen verdoppelt

Schon wieder erschreckende Zahlen: Nach Angaben der Techniker Krankenkasse landet alle elf Minuten ein Jugendlicher zwischen 15 und 25 wegen Cannabis- oder Alkoholkonsums im Krankenhaus.

Alle elf Minuten kommt in Deutschland ein Jugendlicher zwischen 15 und 25 wegen Cannabis- oder Alkoholkonsums ins Krankenhaus. Mit mehr als 45.000 Klinikaufenthalten im vergangenen Jahr habe sich die Zahl der Fälle in dieser Altersgruppe innerhalb von zehn Jahren mehr als verdoppelt, teilte die Techniker Krankenkasse am Donnerstag (29. Dezember) in Hamburg mit.

Die Krankenkasse beruft sich auf Daten des Statistischen Bundesamtes. Danach gingen gut 5000 Klinikaufenthalte auf Haschisch und Marihuana zurück, mehr als 40.000 Krankenhauseinweisungen auf Alkohol.

Beim Alkohol geht es in vier von fünf Fällen um akute Vergiftungen, also das sogenannte Komasaufen. Nur bei knapp jedem zehnten Patienten diagnostizierten die Ärzte Abhängigkeitssymptome. Das Verhältnis kehrt sich bei den kiffenden Jugendlichen um: Bei fast 60 Prozent der Cannabis-Patienten wurden Abhängigkeiten festgestellt, in 566 Fällen lag eine akute Vergiftung vor, und bei 415 der Jugendlichen und jungen Erwachsenen kam es zu psychotischen Störungen.

In den meisten Fällen handelt es sich um männliche Patienten. Knapp ein Drittel der Komasäufer sind Mädchen und junge Frauen. Beim Cannabis-Missbrauch liege der Anteil der Patientinnen bei 21 Prozent.

DPA / DPA
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?