HOME

Autobahn 8: Betrunkener Gefahrguttransporter als Geisterfahrer unterwegs

Der Fahrer eines LKWs auf der A8 war nicht nur betrunken, er hatte auch noch 145 Giftfässer dabei und fuhr auf der falschen Seite. Die Polizei konnte den Geisterfahrer aber noch rechtzeitig stoppen.

Ein betrunkener Geisterfahrer mit 145 Giftfässern an Bord ist auf der Autobahn 8 nur mit viel Glück an einer Katastrophe vorbeigeschrammt. Drei Autofahrer konnten dem Gefahrgut-Transporter am späten Freitagabend bei Bad Reichenhall knapp ausweichen.

Der 54-jährige Fahrer fiel kurz vor dem Grenzübergang Walserberg einer Polizeistreife auf. Der Lastwagen fuhr auf dem Standstreifen und ließ sich von den Beamten nicht aufhalten, wie die Polizei in Traunstein am Samstag mitteilte. Erst vor der Anschlussstelle Piding konnten die Polizisten den Falschfahrer stoppen.

Laut Polizei kam es "wie durch ein Wunder" zu keinen Unfällen. Aufgrund des Ferienbeginns sei viel Verkehr in Richtung Salzburg unterwegs gewesen. Der Fahrer wurde festgenommen, sein Führerschein eingezogen. Ein Alkoholtest ergab einen Wert von knapp ein Promille. Ein Ermittlungsrichter werde über einen Haftbefehl entscheiden, hieß es.

ger/DPA / DPA
Themen in diesem Artikel
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?