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Neues Pflaster für Goslar: Baufirma verlegt Hakenkreuz in Fußgängerzone

Ein neues Pflaster sollte Goslars Innenstadt verschönern. Ärgerlich nur, welches Muster die Mitarbeiter der Baufirma wählten. Die Stadt ließ das Nazi-Symbol sofort entfernen.

Hakenkreuzmuster im neu verlegten Pflaster der Fussgängerzone in Goslar. Nur ein Zufall, behauptete die Baufirma.

Hakenkreuzmuster im neu verlegten Pflaster der Fussgängerzone in Goslar. Nur ein Zufall, behauptete die Baufirma.

War es Zufall oder böse Absicht? In Goslar hat ein Hakenkreuz im neuen Straßenpflaster der Fußgängerzone für Aufregung gesorgt. Nach empörten Berichten ließ die Stadt Goslar das Nazi-Symbol sofort entfernen.

Passanten hatten das mit roten Pflastersteinen deutlich sichtbar verlegte Hakenkreuz am Wochenende entdeckt, wie die Goslarsche Zeitung berichtete. Die Nachricht samt Bild verbreitete sich schnell über soziale Netzwerke.

Stadt: Nazi-Symbol darf nicht gezeigt werden

Die Polizei leitete daraufhin Ermittlungen wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisation ein, sagte ein Polizeisprecher am Montag. Als die Beamten am Sonntagnachmittag am Tatort eintrafen, konnten sie allerdings nichts mehr feststellen. Die Stadt Goslar, die ebenfalls informiert wurde, hatte das Hakenkreuz bereits entfernen lassen.

"Das ist ein Symbol, das mit unserer Stadt nichts zu tun hat und in unserer Fußgängerzone nicht gezeigt werden darf", sagte der Pressesprecher der Stadt Goslar, Christian Burgart, zu Stern.de. Die Stadt habe deshalb sofort eingegriffen, noch bevor die zuständige Baufirma zu erreichen war.

Die Stadt Golar ließ das Symbol sofort entfernen

Die Stadt Golar ließ das Symbol sofort entfernen

Baufirma will Muster nicht absichtlich gelegt haben

Die Stadt Goslar habe zwar die Sanierung der Fußgängerzone in Auftrag gegeben, "aber selbstverständlich nicht dieses Muster", betonte Burgart.

Wie es zu dem Muster gekommen war, ist noch nicht abschließend geklärt. Keine Absicht, beteuert die Firma. Die Mitarbeiter hätten das Hakenkreuz zufällig verlegt. Die Stadt kündigte an, dass es dazu noch ein Nachgespräch mit der Firma geben werde.

Lisa-Marie Eckardt mit DPA
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