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Überdosis bei Abschlussfeier: Der Tag, an dem Becky Savage zwei Söhne in nur einer Nacht verlor

Nick und Jack waren 18 und 19 Jahre alt, als ihre Leben endeten. Beide starben an einer Überdosis Alkohol und Schmerzmitteln. Ihre Mutter Becky Savage hat eine Stiftung gegründet, um zu verhindern, dass andere durchmachen müssen, was sie durchmacht. 

Den 14. Juni 2015 wird Becky Savage nie vergessen. Es ist der Tag, an dem sich ihr Leben, das ihrer Familie für immer dramatisch ändern sollte. Es ist der Tag, an dem sie zwei ihrer vier Söhne verlor. "Alles an diesem Tag ist irgendwie verschwommen", sagt sie CNN. "Dein Verstand ist nicht dafür gemacht, etwas so Extremes zu verarbeiten." Ihre beiden ältesten Söhne Nick und Jack, 19 und 18 Jahre alt, waren an diesem Tag bei mehreren Abschlussfeiern. Beide tranken dort Alkohol und beide nahmen dort Oxycodon zu sich, ein sehr starkes, verschreibungspflichtiges Schmerzmittel auf Opiatbasis. Und für beide hatte diese Kombination tödliche Folgen, wie die Mutter auch auf ihrer Webseite berichtet.

Dabei hatte die Mutter nach eigener Aussage mit beiden noch am Abend nach der Feier gesprochen, als diese gegen halb eins nachts nach Hause kamen. Erst als sie am nächsten Morgen in Jacks Zimmer Wäsche aufsammelte, habe sie festgestellt, dass er bewusstlos war und nicht reagiert habe. Sie habe sofort den Notruf gewählt. "Ich erinnere mich noch daran, nach Nick gerufen zu haben und dass er nicht hochkam", sagt Becky Savage. Der ältere der beiden Brüder habe im Keller mit Freunden übernachtet. 

Die alarmierten Rettungskräfte hätten erfolglos versucht, Nick wiederzubeleben und wenig später habe sie gesehen, wie einer von ihnen in den Keller gegangen sei. "Ich hatte da noch keine Ahnung, was sie dort unten machen und dann kam einer von ihnen hoch und bat um einen Gerichtsmediziner. Das ist das letzte, was ich von diesem Tag weiß", sagt die Mutter.

Becky Savage: "Schlechte Entscheidung, die sie das Leben kostete"

Beide Söhne wurden laut CNN noch im Haus für tot erklärt. Beide waren demnach unabsichtlich an einer Überdosis des Opiats gestorben. Auf einer der Partys soll jemand Oxycodon herumgereicht haben und beide hätten zugegriffen. Laut ihrer Mutter hatten die beiden nie Probleme mit Alkohol oder Drogen. "Sie haben nur eine schlechte Entscheidung getroffen, die sie unglücklicherweise das Leben kostete."

Nach einigen Monaten der stillen Trauer sei Becky Savage gefragt worden, ob sie in ihrem Rathaus bei einer Veranstaltung zu den Gefahren von Alkohol vor jungen Menschen sprechen wolle. Dort habe sie festgestellt, dass ihre Geschichte etwas bewegen und vielleicht sogar verhindern kann, dass so etwas anderen passiert. Seitdem hat sie sich den Kampf gegen die grassierende Opiumkrise (Lesen Sie hier mehr dazu) in den USA auf die Fahnen geschrieben. Sie hat ein Buch verfasst, reist zu Diskussionsrunden, hält Vorträge. Und sie hat eine Stiftung gegründet im Andenken an ihre beiden ältesten Söhne, die "525 Foundation". Beide waren die Kapitäne ihrer Highschool-Hockey-Mannschaften. Jacks Rückennummer war die fünf, Nicks die 25.

Quellen: 525 Foundation / Facebook / CNN 

Dominik Forster
fin
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