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Riesiger Andrang: Beerdigung von Intensivtäter Nidal R.: 2000 Menschen nehmen Abschied

Clan-Bosse, Großfamilien, Hells Angels-Rocker - alle waren sie da bei der Beisetzung von Berlins berühmtesten Intensivtäter, Nidal R., der vor wenigen Tagen mit acht Schüssen getötet worden war. Die Zahl der Teilnehmer wuchs sogar auf 2000 Menschen.

Kurz nach 11 Uhr morgens am Sonntag waren bereits zweitausend Trauergäste gekommen. Ein unglaublicher Andrang auf die Beerdigung von Nidal R. Wohl auch, weil er Mitglied einer arabischen Großfamilie war. Aufgrund der Beziehungen des Toten in fragwürdige Milieus waren auch zahlreiche Clan-Bosse, Großfamilien, Hells Angels-Rocker und Kleinkriminelle gekommen. Die Zeremonie wurde islamisch auf dem Neuen Zwölf-Apostel-Friedhof abgehalten. 

Seit den Morgenstunden strömten vorwiegende Männer zu dem Friedhof im Stadtteil Schöneberg. Rund 150 Polizisten waren nach Behördenangaben vor Ort und sicherten die Straßen rund um den Friedhof ab. Es gehe vor allem darum, ein Chaos zu vermeiden, hieß es. Die Stimmung bei den Trauernden wurde von der Polizei zunächst als friedlich beschrieben. 

Nidal R. durch acht Schüsse getötet

Nidal R. war am Sonntag in Neukölln vor den Augen seiner Familie niedergeschossen worden. Der 36-Jährige starb wenig später im Krankenhaus. Vor der Klinik versammelte sich eine aufgebrachte Menge. Die Polizei war mit einem Großaufgebot im Einsatz. 

Die Ermittler gehen von drei Tätern aus, die acht Schüsse auf das Mitglied einer arabischen Großfamilie abfeuerten. Sicherheitsexperten befürchten nach der tödlichen Attacke eine Eskalation der Gewalt zwischen kriminellen Clan-Mitgliedern.

wlk / DPA