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Schon wieder!: Bei Hunderennen in Herscheid: Junger Hund stirbt bei Hitze in Auto

Eigentlich müssten Hundebesitzer es besser wissen – besonders solche Profis, wie sie beim traditionellen Treffen des Pudel-Klubs Märkischer Kreis in Herscheid zusammenkamen. Dennoch verlor ein junger Hund hier tragisch sein Leben.

Ein junger Hund, der in einem Auto eingeschlossen wurde

Ein junger Hund, der in einem Auto eingeschlossen wurde (Symbolbild)

Picture Alliance

Viel zu oft hört man von Hunden, die von ihren Besitzern bei warmen Temperaturen im zurückgelassen werden und dann kläglich im Inneren des Wagens an einem Hitzschlag sterben. Selten ist das wohl böse Absicht – vielmehr wissen einige Herrchen und Frauchen es einfach nicht besser. Auch wenn man meinen sollte, das ausgemachte Hundeprofis über diese Gefahr Bescheid wissen müssten.

Dennoch hat beim traditionellen Hunderennen des Deutschen Pudel-Klubs Märkischer Kreis im nordrhein-westfälischen Herscheid jemand die tödliche Gefahr nicht ernst genommen. Während Hundefreunde und ihre vierbeinigen Begleiter Spaß auf der Veranstaltung hatten, blieb ein junger Hund im Auto seiner Besitzer zurück. Die warmen Temperaturen draußen verdoppelten sich im Wagen schnell – und für das junge Tier kam jede Hilfe zu spät.

"Leider wurde die Veranstaltung durch einen tragischen Vorfall nach der Siegerehrung getrübt. Ein junger Hund wurde im Fahrzeug gelassen und ist aufgrund der verstorben", musste der Deutsche Pudel-Klub verkünden.

Dabei hatten die Veranstalter eigentlich extra vorgesorgt: "Wir als Verein haben via Mikrofon auf die anhaltende Hitze und die Gefahr hingewiesen", so der Pudel-Klub auf seiner Facebookseite. Der entsprechende hatte auf die Warnung offenbar nicht gehört und das Risiko unterschätzt.

Er muss nun mit Konsequenzen rechnen: "Jeder Hundehalter sollte wissen, wie schnell sich ein Autoinnenraum aufheizen kann und wie sich so etwas auf den Kreislauf, egal ob bei Mensch oder Tier, auswirken kann. Eine Anzeige wurde gestellt", heißt es von Seiten des Pudel-Klubs.

Steigen die Sommertemperaturen draußen auf 28 Grad, erhitzt sich der Innenraum eines Pkw nach 60 Minuten auf rund 54 Grad – eine Temperatur, die kein Kreislauf über längere Zeit mitmacht. Schon gar nicht der eines jungen Hundes.

wt
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