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Beliebteste Berufe: Die Feuerwehr hat das beste Image

Sie löschen brennende Häuser, kümmern sich um Pflegebedürftige oder sorgen für Ordnung in Deutschland. Die beliebtesten Berufe sind laut einer Forsa-Umfrage Feuerwehrmann, Kranken- und Altenpfleger, Arzt und Polizist. Manager und Steuerberater haben dagegen einige Sympathiepunkte verloren.

Feuerwehrmann, Kranken- und Altenpfleger, Arzt und Polizist - das sind auch in diesem Jahr die Berufe, die bei einer Forsa-Umfrage von Beamtenbund und Tarifunion das höchste Ansehen in der Bevölkerung genießen. Ganz am Ende rangieren bei diesem Berufe-Ranking Versicherungsvertreter, Mitarbeiter von Werbeagenturen und Politiker. Während die Feuerwehrmänner bei der seit 2007 jährlich vorgenommenen Umfrage ihren Spitzenplatz auf 94 Punkte noch weiter ausbauen konnten, hat das Berufsimage von Piloten (81 Punkte), Unternehmern (58), Anwälten (54), Steuerberatern (43) und Managern (30) in den vergangenen Jahren gelitten. Journalisten (46) rangieren noch hinter Studienräten (52). Forsa befragte über 3000 Bundesbürger.

Beamtenbunds-Chef Peter Heesen verwies darauf, dass sich insbesondere das Image "klassischer Staatsdiener", wie Müllmänner, Briefträger, Polizisten und auch der Beamten allgemein in den vergangenen Jahren verbessert habe. Allerdings rangieren die Beamten in der Gesamtwertung mit 34 Punkten immer noch im unteren Mittelfeld. Gleichwohl bezeichnen 80 Prozent der Befragten die Beamten als "pflichtbewusst", 74 Prozent halten sie für "zuverlässig" und 71 Prozent für "rechtschaffen".

Laut Umfrage plädieren die Bürger weiterhin für einen starken Staat und erwarten von einer Privatisierung keine Verbesserungen. Knapp die Hälfte (48 Prozent) der Bewohner von kleineren und mittelgroßen Ortschaften im ländlichen Raum befürchtet die Schließung oder Zusammenlegung öffentlicher Einrichtungen. Auf die Frage, welche Einrichtungen es in Zukunft auf jeden Fall im Ort geben sollte, wurden Feuerwehr (95 Prozent), Kindergarten (94) und Schule (89) am häufigsten genannt.

DPA / DPA
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