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Beliebteste Vornamen 2011: Mia san Mia

Kreativ geht anders: Zum dritten Mal in Folge ist Mia der beliebteste weibliche Baby-Vorname in Deutschland. Bei den Jungen allerdings gibt es einen neuen Spitzenreiter.

Mit nur drei Buchstaben und deutlichem Vorsprung führen Mia und Ben die Hitliste der beliebtesten Vornamen 2011 an. Auf den Plätzen folgen Emma, Hannah/Hanna, Leon und Lucas/Lukas, wie der Hobby-Namensforscher Knud Bielefeld am Donnerstag berichtete. Während Ben es zum ersten Mal an die Spitze geschafft hat, erfreut sich Mia bei den Eltern seit drei Jahren der größten Beliebtheit.

162.943 Geburtsmeldungen von 427 Standesämtern, Kliniken und Geburtshäusern hat Bielefeld für seine Statistik in diesem Jahr ausgewertet. Das ist rund ein Viertel aller 2011 in Deutschland geborenen Babys.

Eine offizielle Statistik über Vornamen gibt es nicht. Auch die jährliche Zusammenfassung der Gesellschaft für deutsche Sprache beruht auf Stichproben, sie wertet jedoch Vor- und Zweitnamen zusammen aus.

Lina überholt Lena

Mit unterschiedlichen 6464 Mädchen- und 5944 verschiedene Jungsnamen hat Bielefeld eine große Vielfalt gefunden. Manchmal macht schon ein Buchstabe eine großen Unterschied aus: Lena, seit den achtziger Jahren ein sehr beliebter Vorname, sei in diesem Jahr durchweg von Lina überholt worden.

Es gibt in diesem Jahr auch echte Newcomer bei den beliebtesten Namen. So hat beispielsweise Sophia zum ersten Mal in die Top Ten geschafft. Immer beliebter werde zudem Oskar - allerdings nicht in allen Bundesländern.

be/DPA / DPA
Themen in diesem Artikel
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?