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Benedikt XVI. in Venedig: Alle wollen den Papst rudern

Prominente Gäste an Bord sind für die Gondolieren in Venedig keine Seltenheit. Doch wenn es sich bei dem Passagier um Papst Benedikt XVI. handelt, will offenbar jeder dabei sein. Um die Ruderplätze der Papst-Gondel wurde deshalb kräftig gestritten.

Eine Gondel-Fahrt von Papst Benedikt XVI. auf dem Canal Grande in Venedig hat am Sonntag für Aufruhr gesorgt. Die 425 Gondolieren stritten sich um die Ehre, die Luxus-Gondel des katholischen Kirchenoberhaupts rudern zu dürfen. Einer der Ruderer behauptete sogar, ihm sei eine Vision des Heiligen Padre Pio erschienen. Die Konkurrenz um die begehrten Plätze wurde schließlich so groß, dass der Chef der Gondolieren, Aldo Reato, in einer Lokalzeitung erklärte, er habe genug.

"Es ist schade, dass der Papst die Gondel nicht selber rudern kann, sonst würde ich ihm ein Ruder geben, damit er es selber machen kann", sagte Reato. Es sei an der Zeit, eine grundsätzliche Lösung für die Besetzung der Plätze bei solchen Fahrten zu finden. Die Wahl fiel schließlich auf die Brüder Bruno und Francesco Dei Rossi, deren Vater Albino bereits Papst Johannes Paul II. während seines Besuchs 1985 gerudert hatte. Als zweites Paar wurden Gianpaolo D'Este und Igor Vignotto, zwei berühmte Teilnehmer der Regatten von Venedig, ausgewählt.

cjf/AFP / AFP
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