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Bevölkerung: Chinesen werden immer mehr - und immer älter

Alle zehn Jahre findet in China eine große Volkszählung statt. Die Ergebnisse dieses Jahrzehnts belegen, dass China immer voller, aber auch rapide älter wird.

Die chinesische Bevölkerung ist im vergangenen Jahrzehnt nur langsam auf 1,3397 Milliarden gestiegen. Nach den Ergebnissen der größten Volkszählung der Welt in China lag der jährliche Zuwachs seit 2000 nur bei 0,57 Prozent, wie das Statistikamt am Donnerstag in Peking mitteilte. Die Bevölkerung wuchs seither nur um 73,9 Millionen.

Gleichzeitig altern die Chinesen rapide. Der Anteil der jungen Menschen unter 14 Jahren ist in den vergangenen zehn Jahren um 6,29 Prozentpunkte auf 16,6 Prozent gefallen. Das berichtete das Statistikamt am Donnerstag in Peking aus den Ergebnissen der größten Volkszählung der Welt in China.

Ältere Menschen über 60 Jahre machen schon 13,26 Prozent der chinesischen Gesellschaft aus. Ihr Anteil stieg um 2,93 Prozentpunkte. Die gesamte Bevölkerung wuchs seit 2000 auf 1,3397 Milliarden. Der jährliche Zuwachs seit 2000 lag nur bei 0,57 Prozent.

Die Urbanisierung hat derweil stark zugelegt. Die Zahl der Chinesen, die heute in Städten lebt, stieg auf 665,57 Millionen. Damit lebt jeder zweite Chinese oder genau 49,68 Prozent der Bevölkerung in einer Stadt. Der Anteil legte in den zehn Jahren um 13,46 Prozentpunkte zu. Der Anteil der ethnischen Han-Chinesen fiel leicht um 0,08 Prozentpunkte auf 91,51 Prozent.

Für den großen Zensus, der nur alle zehn Jahre stattfindet, waren im November sechs Millionen Volkszähler zehn Tage lang von Tür zu Tür gegangen und hatten 400 Millionen Haushalte besucht.

hw/DPA / DPA
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Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?